Gift und dann?

El Garto schrieb:
Das ist genau der richtige Weg ralph. Dir wird nichts anderes übrig bleiben, als Dich auf die Gefahrstoffblätter des Mittels, was zum Einsatz kommt, zu verlassen.
Genau da steht halt zum Thema Rasenschnittentsorgung gar nichts..
Ich weiss nicht, ob die Leute von der städtischen Entsorgung da kompetent antworten. Eher aus Bauchgefühl Gift = Sondermüll. Qualifiziert im Sinne von Wissen, wie sich das Zeut eventuell im Schnitt abbaut und zersetzt und damit wissen um eine tatsächliche gifitgkeit oder auch nicht... Wage ich zu bezweifeln.
 
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  • Das ist genau der richtige Weg ralph. Dir wird nichts anderes übrig bleiben, als Dich auf die Gefahrstoffblätter des Mittels, was zum Einsatz kommt, zu verlassen. Oder auf die Packungsbeilage. Häufig können Flächen nach 2 Tagen wieder betreten werden.

    Es sei denn Du hast einen akademischen Abschluss in Chemie und besitzt ein eigenes Labor. Dann könntest Du das Gift dezidiert analysieren und die Gefahren einstufen.

    Suse: Musste das wieder sein? :d
     
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    Mal eben weg von der Entsorgungsgeschichte.
    Warum überlegst Du den Einsatz von Gift? Bekommst Du das Unkraut nicht in den Griff? Da kann mitunter ja sehr deprimierend sein. Ich selber habe an hartnäckigen Stellen, hinter dem Gerätehaus, eine Brennesselplage, die ich lange nicht in den Griff bekam. Fast jede Woche habe ich gerupft und mich gewundert wie lang die Wurzeln von Brennesseln werden können. Irgendwann habe ich mich dann zum Einsatz von VOROX entschlossen. Die Stelle ist von vorne nicht zugänglich und kann nur sehr schlecht erreicht werden. Ich sprühte also nach angegebener Dosierung auf die Blätter. Es dauerte ca 3 Wochen und die Pflanzen wurden erst gelb, dann braun und starben dann ab. Entsorgt werden musste da nicht.

    Kritisch sehe ich den Einsatz auf Rasen. Da VOROX z.B. über das Blattwerk aufgenommen und dann an der Wurzel der Pflanze wirkt, empfinde ich den großflächigen Einsatz als unkontrollierbar. Ich würde dann auch nie mehr barfuss auf dieser Fläche laufen wollen.
     
  • Zum einen bin ich schlicht neugierig geworden nachdem ich hier im Forum eine Weile mitgelesen habe. Es scheinen recht viele zu sein, die Gift nutzen, auch viele, die mulchen. Mich interessierts halt.

    Selber schlage ich mich mit Wegerich und Klee rum bei einem mageren Boden. Wenn ich nicht sehr oft und regelmässig dünge wird der Rasen gelb und dünn und dann breitet sich Wegerich aus, nach dem düngen dann sofort der Klee, erst etwas später dann wächst das Gras wieder. Ich hab leider nicht die Zeit 2x die Woche zu mähen, dann wäre das mit Dünger vielleicht der perfekte Rasen. So habe ich derzeit einen Klee Teppich. Ich hab auf einer Teilfläche einigermassen Erfolg, den Klee auszuharken und zu zupfen, aber das ist dermassen arbeitsintensiv, daß auch dafür für die ganze Fläche die Zeit fehlt. - Berufstätig, 2 Kinder...

    Gift wäre allerdings der allerletzte Ausweg, unter anderem eben wegen der Kinder, die drauf spielen, wegen dem Gemüsebeet und den Pflanzen drumrum. Ich denke eher freunde ich mich mit dem Klee an. Ist blöd beim barfuss laufen wegen der Bienen, aber ist auch grün...
    :-)
     
    Rasenschnitt auf den Kompost für das Gemüsebeet kommt nicht in Frage, soviel ist klar.

    Hallo ralph,

    warum ist das klar? OK, wenn es dir unheimlich ist, dann mach es nicht. Aber ansonsten hast du ja so wunderschön aus Wikipedia zitiert - da steht doch eigentlich die Antwort. Zumindest die Antwort, warum es keine Hinweise auf die "Entsorgung" des Rasenschnitts im Sicherheitsdatenblatt gibt. Im Sicherheitsdatenblatt wird aufgelistet, was du unbedingt beachten musst (Schutzkleidung etc.) bzw. nicht machen darfst (in Gewässer kippen etc.).

    Wie ist das mit mulchen? Man soll den Rasen ja als Spiel und Liegewiese bis zum 1. Schnitt nicht benutzten. Da ist der Schnitt als Mulch vermutlich auch nicht so toll auf der Liegewiese... Impliziert das, dass man den 1. Schnitt entsorgt?
    also zum Mulchen auf der Rasenfläche würde ich ihn nicht liegen lassen.

    Biotonne? Geht zum städtischen Kompost... Oder Restmüll? Bei zwei wöchiger Leerung und wenig ürbigem Platz wäre ich mit dem Kubikmeter Rasen etwa 1 Jahr beschäftigt, den zu entsorgen.
    Die Biotonne bzw. das Kompostwerk ist sicherlich ein guter Ort für einen ersten Rasenschnitt nach der Behandlung mit einem selektiven Herbizid. Eine Entsorgung über die Restmülltonne wäre in meinem Landkreis nicht erlaubt.

    Lieben Gruß
    Orlaya

    PS: Und bevor sich wieder jemand bei mir aufregt - ich habe seit vielen Jahren kein selektives Herbizid mehr angewendet, habe aber vor mehr als dreißig Jahren in Chemie einen guten Lehrer gehabt und kann so einigermaßen mit einigen Begriffen der Chemie etwas anfangen.
     
  • Aber ansonsten hast du ja so wunderschön aus Wikipedia zitiert - da steht doch eigentlich die Antwort.

    Für einen der beiden Wirkstoffe. In BanvelM z.B. ist noch ein zweiter drin, zu dem hab ich hinsichtlich Abbau nichts finden können.

    Im gegensatz zum Gift der Eibe ist der 2. Wirksoff ein synthetisches Herbizid, das muß sich nicht zwangsweise natürlich abbauen. Man darf es vielleicht annehmen, sonst wäre es hoffentlich mittlerweile verboten, weil es sich dann im Boden anreichern würde.
     
  • Angenommen, man spritzt Gift, was macht man dann eigentlich?

    Wenn Du sicher sein willst, trockne und verbrenne es an einer Feuerstelle, alten Grill oder Fass usw., was Du halt so hast.

    Jetzt kann dann nur noch jemand sagen, dass die Asche auch noch Rückstände hat ... wäre aber dann vom Volumen kleiner! *grins

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    Gleicher Wirkstoff (Glyphosat) wie das hoffentlich bald verbotene "Round up".

    Zulassung endet GsD am 30.12.2014.

    Round up verboten?
    Was nimmt man dann?
     
  • Round up verboten?
    Was nimmt man dann?
    Möglichst nichts davon.

    Aber der "Krake" Mosanto wird schon etwas einfallen wie sie die Erlaubnis für RU (die eigentlich zum Ende 2011 schon abgelaufen war) verlängert bekommt...

    Im übrigen, die endende Zulassung betrifft dieses VOROX, wie gesagt, die Zulassung für RU ist eigentlich schon abgelaufen.... aber die Wege der Politik(er) sind unergründlich.


    Hier ist übrigens Lesestoff für Nutzer von RU bzw. anderen Mitteln die das Glyphosat enhalten, wie zum Beispiel das oben genannte VOROX (falls Du die Links noch nicht kennst):

    http://umweltinstitut.org/gentechnik/aktionen/hintergrund-roundup-912.html
    http://umweltinstitut.org/roundup_verbieten
    http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=102072&bernr=04&seite=00
    http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=11799&gartnr=90&bernr=04

    Darin steht u.a. dass das Zeug, was im Verdacht steht krebserregend und erbgutverändernd zu sein, mittlerweile in Brötchen, Mehl und anderen Getreideprodukten nachgewiesen wurde und auch im menschlichen Urin...
     
    ....genau wie Röntgenkontrastmittel und Antiepileptika, weil diese aus dem Trinkwasser ebenfalls nur schwer und nicht Rückstandslos zu entfernen sind.......
     
    Ich weiß zwar nicht, was Deine Aussage bedeuten soll bzw. worauf sie zielt, daher nur ein Hinweis:

    Die von Dir genannten Mittel sind "Chemikalien", die Leben retten, verlängern/ lebenswerter machen können, RU oder andere PSM sind Chemikalien/Gifte, die jemand freiwillig in seinem Garten ausbringt...
     
    (wenn wir schon dabei sind. *grins)

    ... aber auch zu millionenfach auf den Äckern ausgeracht wird ...
     
    Was wir leider nicht verhindern können (und die Bauern aufgrund der "Knebelung" von Monsanto auch nicht).
    Um so wichtiger, dass man es im eigenen Garten/Grundstück lässt.. gerade auch, weil sich Gifte im Körper anreichern.

    Wir können höchstens Petitionen unterzeichen oder Verbände/Naturschutzbünde etc. unterstützen die gegen Monsanto und deren (aber auch andere) Gifte kämpfen.
     
    Pflanzenbehandlungsmittel sind nach Medikamenten die zweitbest untersuchten Chemikalien.
    Grundwassergefährdende Mittel werden nicht zugelassen bzw die Zulassung nicht verlängert.
    In 1 Liter Trinkwasser darf nur 1 Zehnmilliardstel Gramm (Vergleich =1 Mensch auf 1,3 x die gesamte Weltbevölkerung) Pflanzenschutzmittel gefunden werden-Altlasten aus längst vergangenen Jahrzehnten.
    Mineral/Tafelwasser zum trinken darf z.B. 900 mal soviel Quecksilber/Cadmium enthalten.
    Langsam mit den Pferden!. Die stärksten Gifte außer dem verbotenen Dioxin produziert Mutter Natur selbst.

    Die neueste AMTLICHE Zulassung von Banvel M besagt :
    Wiederbetreten behandelter Rasenflächen erst nach abtrocknen des Spritzbelags.Dies gilt auch für Haustiere.Die Nutzung als Spiel-oder Liegewiese darf erst nach dem nächsten Schnitt erfolgen.

    Die Wartezeit für die Futternutzung auf Wiesen und Weiden beträgt jetzt 14 Tage,früher 28 Tage. Dies gilt auch für Milch und Fleischerzeugung !!
    Im Übrigen entfällt in Haus-und Kleingarten die Auflage SS220=Tragen von Pflanzenschutz -schutzkleidung sowie das Tragen von Gummistiefeln bei der Anwendung.

    Ich als geprüfter Sachkundiger emfehle trotzdem sich zu schützen und vor allem die Gebrauchsanleitung genau befolgen!

    Panikmache durch Laien ist völlig überzogen. Manche würden am liebsten Waldsterben,wo sieht man das eigentlich noch?,Tschernobyl,Ozonloch-schon wieder zu! und Fukuschima dem Einsatz von Unkrautmitteln in die Schuhe schieben. Auch Blutschwämme,z.B.im Gesicht (angeblich Round up Folge)die es seit Jahrtausenden leider immer wieder mal gibt.
    Ich sags nochmal-Jeder wie er will.

    Bedenkt mal, die vielen tausend ,auch beamtete Wissenschaftler,die mit der Zulassung weltweit befasst sind,sind auch Verbraucher und wollen sich und ihre Kinder nicht vergiften.
     
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    Du wirst auch mit den harten Fakten bei einigen nicht auf Gehör stossen. Spätestens in ein paar Beiträgen kommt eh wieder die "Wilde-Wiese-Theorie".

    Ich schrieb es in einem anderen Beitrag, dass ich den Einsatz von Herbiziden an geeigneten Stellen selbst vorgenommen habe, wehre mich aber dennoch gegen den Einsatz auf Spiel- und Liegewiesen. Direkten Kontakt benötige ich nicht mit der Chemie, zumindest nicht da, wo es sich vermeiden lässt.
     
    Ich glaub, wenn man etwas für die Gesundheit tun will, ist mehr Potential an anderen Stellen.
    Weniger hormon und Antibiotika-verseuchtes Fleisch essen z.B. Mehr Radfahren statt mit dem Auto. Keine Duschgels mit Plastikkügelchen verwenden, googelt mal nach Plastik in den grossen Seen in den USA.. Keine Plastiktüten.. gut, da sind wir in Deutschland schon etwas weiter als viele andere..

    Mit dem Gift auf dem Rasen wird man die Welt nicht umbringen, das tun wir auf andere Weise sehr viel zuverlässiger. Im Gemüsegarten und auf der Kinder-Spielwiese sollte jeder gesunde Menschenverstand drauf verzichten. Aber BITTE... wer denn eien unkrautfreien Rasen will... Soll er doch.
     
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