Gift und dann?

Registriert
16. Mai 2012
Beiträge
3.539
Ort
bei Hamburg
Angenommen, man spritzt Gift, was macht man dann eigentlich?

Rasenschnitt auf den Kompost für das Gemüsebeet kommt nicht in Frage, soviel ist klar. Wie ist das mit mulchen? Man soll den Rasen ja als Spiel und Liegewiese bis zum 1. Schnitt nicht benutzten. Da ist der Schnitt als Mulch vermutlich auch nicht so toll auf der Liegewiese... Impliziert das, dass man den 1. Schnitt entsorgt?
Biotonne? Geht zum städtischen Kompost... Oder Restmüll? Bei zwei wöchiger Leerung und wenig ürbigem Platz wäre ich mit dem Kubikmeter Rasen etwa 1 Jahr beschäftigt, den zu entsorgen.

Bevor sich jemand aufregt: Die Frage ist sehr theoretische Natur, ich versuche meiner Klee- und Wegerichpopulation mechanisch Herr zu werden bzw. mich zur Not mit dem Klee anzufreunden. Aber man weiss ja nie...
 
  • Mal abgesehen von der Menge und dem Gift, bei uns darf das weder in die Biotonne noch in den Restmüll.
    Hier kann man ihn in die Grünschnittdeponie bringen. Ich sammel den Schnitt aber nicht, sondern fahr ihn kontinuierlich ab.
     
    Mal abgesehen von der Menge und dem Gift, bei uns darf das weder in die Biotonne noch in den Restmüll.
    Hier kann man ihn in die Grünschnittdeponie bringen. Ich sammel den Schnitt aber nicht, sondern fahr ihn kontinuierlich ab.

    Tina,
    den vergifteten Rasenschnitt bestimmt nicht in die Deponie, da wird doch
    Kompost draus gemacht, bei uns jedenfalls :d
     
  • Wenn du einen Rasen regelmässig düngst , kommt solches weniger vor .

    Ich hab extra Wegerich im Garten , da er ein grandioses Wundmittel bei Stichen und Verbrennungen , sowie Hustenmittel ist .
    Der Klee im Rasen ist eine Bienenweide .

    Ansonsten schliesse ich mich Feiveline an :)
     
  • Den Smilie hast Du aber erkannt und verstanden, oder?

    Um meiner vorherigen Antwort noch etwas Ernst hinzuzufügen würde ich den vergifteten Rasenschnitt in die Restmülltonne geben. Einzig und allein aus dem Grund, dass bei uns Grünmüll kompostiert und nicht in Biogasanlagen o.ä. verarbeitet wird.

    Und ich würde es als unfair empfinden vergifteten Rasenschnitt zu Kompost zu verarbeiten und dann (wie bei uns) zu verkaufen. Die Käufer denken sie bekommen für ihren Garten was gutes und erhalten was vergiftetes... nene.

    "Bei uns" ist im übrigen Hamburg mit seinen Bestimmungen.
     
  • Wieso würge ich die Diskussion ab?
    Diskussionen pro oder contra Gift gibt es in diesem Forum zu Hauf. Wobei ich mich eindeutig zu der Fraktion zähle, die kein Gift mag. Ich hab Kinder auf der Wiese, ein Gemüsbeet,... Das hier ist keine Diskussion pro/contra, sondern eine Frage nach was ganz anderem.

    Ich wollte wissen, wie man Gift belasteten Rasenschnitt entsorgt. was hilft mir da die Antwort von Kapha, daß Klee und Wegerich ganz toll sind??

    Ich finde es nur irgendwie nervig, daß wann immer das Thema auf Gift kommt, reflexartig Antworten kommen, daß man selbiges nicht braucht. Ist ja richtig, nur halt komplett am Thema vorbei. Null hilfreich. Aber mal eben ein paar off Topic Posts und schon kommt zum eigentlichen Thema nichts mehr.

    Ja, Feiveline, den Smiley hab ich gesehen, auf den Post war meine Antwort auch nicht bezogen. ;-)
     
    um diese unqualifizierten Äußerungen zur Giftdebatte zu entkräftigen, sollte mal gefragt werden wann welches Gift ausgebracht wurde ...

    n.
     
    Ich würde das nicht hier klären sondern in meinem Fall bei der Stadt Magdeburg inder ich wohne. Die hat nämlich einen gedruckten Abfallwegweiser und da stehen Rufnummern und alles was so normalerweise nötig ist drin. Leider kein Verfahren Für "Gift" belasteten Rasen aber das dürfte auch dafür ein Antwort geben, notfalls Als Grün- (mit Hinweis auf dein Gift, das aber sicher im Rasenschnitt keine Konzentration hat, die nach eingen Tagen noch nachweisbar ist) oder Mischabfallcontainer. Die Giftkonzentration dürfte bis zum nächsten Regen sicher im Boden am größten sein.
    Auf der großschadstoffsammlung dürften sie auch dumm gucken, die wollen nämlich wissen, was im Behälter? drin ist was ich sage mal übertragen ginge, wenn du die Flasche mitnimmst.

    Als Tipp Regelmäßig mähen hilft gegen fast alles, was Blätter hat, Stichwort Fotosynthese. Ohne Blätter funktioniert die nicht, immun dagegen sind definitiv Disteln und Brennesselen.

    Suse

    Die eine Wiese aus Rasen, Gänseblümchen und diversen Wildkräutern, aber aus Erfahrung von 20 Jahren ohne Wasser, für viel widerstandsfähiger hält.
     
    Ich geh dann jetzt bald mal hin und ändere ihre Signatur, damit es auch wirklich jeder weiss.

    augenzwinkernde Grüße
    Tono
     
    Aber pass auf, dass Du dann keine PN bekommst in der Du als niveaulos bezeichnest wirst...

    :grins:breit grinsende Grüße....:grins:
     
    Meines Wissens wird der Giftstoff der Eibe im Kompost abgebaut, so sollte es mit gespritzten Rasenschnitt genau so sein, oder!?

    Zudem die Landwirtschaft nicht anders damit umgeht.
     
    In den ganzen Gefahrstoffkennblättern findet sich dazu leider nichts.
    Hab mal gegoogelt, die Pferdebesitzer lassen ihre Tiere nach 4 Wochen wieder auf die Weide... Ohne da gemäht zu haben.

    @Niwashi: Bislang gar keins :-) Und das bleibt hoffentlich auch so. Aber ich denke, es kann nciht schaden, das zu wissen. Hab gestern mit meiner Nachbarin gesprochen, die hat ihren Klee vergiftet und mich völlig fassungslos angeguckt, ob der Frage, wo sie den giftigen Rasenschnitt entsorgt hat. "Biotonnne natürlich..."



    Übrigens:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dicamba
    Dicamba ist im Boden moderat persistent. Die Halbwertszeit beträgt 1 bis 4 Wochen. Unter optimalen Bedingungen (Bodenfeuchte < 50 %, pH leicht sauer) erfolgt die Metabolisierung durch Mikroorganismen innerhalb von 2 Wochen, Photolyse spielt nur eine untergeordnete Rolle. Auf Grund seiner Wasserlöslichkeit und seiner sehr geringen Adsorptionsneigung an Bodenpartikel ist eine Kontamination des Grundwassers durch Ausschwemmung möglich.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Zurück
    Oben Unten