".......Apropos Facharbeitermangel, es ist Zeit das unsere Ausbildungssysteme am Bedarf orientiert....." Dem kann ich nur zustimmen. Auch wenn es keiner hören will, aber das war in der DDR besser geregelt. Seltsamerweise wussten sie, was wann gebraucht wurde, vielleicht auch EIN Grund, weshalb es keine Arbeitslosen gab. Ich kann mich noch genau erinnern, als ich mich für einen Studienplatz beworben habe. Das geschah grundsätzlich nach den Halbjahreszeugnissen der 11.Klasse, und man hatte nur EINE Chance, sich zu bewerben, und man wusste etwa, für welche Fachrichtung man sich gar nicht erst zu bewerben brauchte. Aber es gab eben in dem Jahr nur Studienplätze für die Richtungen, die in der Regel nach 3 Jahren (oder je nach Länge des Studiums) gebraucht wurden und wo man auch sicher eine Arbeit nach dem Studium bekam. Da gab es beispielsweise auch nur ein/zwei Plätze für Ägyptologie, nicht wie in den letzten Jahren, wo JEDER diese Fachrichtung wählen kann. Da kann man sich doch ausrechnen, wieviele arbeitslose Ägyptologen es gibt. Und sinnvoll ist es sicher auch nicht, wenn man mit diesem Abschluss anschließend beim Arbeitsamt arbeitet oder im Supermarkt an der Kasse sitzt.Ich kenne auch eine junge Frau, die ein mit besten Noten abgeschlossenes Lehramtsstudium hat und die ebenfalls als Kassiererin arbeitet. Damals fanden wir das nicht toll, vor allem, weil sich die ganze Prozedur ewig hinzog und es bei etwaiger Ablehnung noch schwerer war, einen anderen Studienplatz zu finden, Aber wie auch immer, ein Hoch-oder Fachschulabsolvent war nie arbeitslos. Genauso gut fand ich die Entscheidung, dass man nach dem Abitur nicht NUR eine Facharbeiterlehre aufnehmen durfte. Der Staat hat die teure Schulbildung bezahlt, und das sollte doch auch einen Sinn haben. Außerdem nahmen die Abiturienten keinem ohne Abi einen Ausbildungsplatz weg, so wie es jetzt oft der Fall ist. Ist doch klar, dass jeder Ausbildungsbetrieb einen Lehrling mit Abitur den Vorzug gibt. Aber was wird mit den 10-Klässlern, die auch gute Facharbeiter geworden wären ?
Was die Frauenquote betrifft, bin ich der Meinung, dass der am besten für die jeweilige Stelle Geeignete eingestellt werden soll. Das z.B. fand ich DAMALS sinnlos, denn eine Führungsstelle, die mit einer Frau besetzt war (was in den meisten Betrieben allerdings höchst selten vorkam), musste immer wieder mit einer solchen besetzt werden, und die war nicht immer leicht zu finden.
LG Christina