Erdbeben vom 10.09.26

  • Als Kind hatte ich eines erlebt. nachts wach geworden, Geschirr hatte im Schrank gewackelt und geklirrt.

    Morgens dann die Eltern nur mal so gefragt: War nachts ein Erdbeben gewesen?
    Sie konnten es nicht glauben, bis sie die Nachrichten im Radio gehört hatten. Das dürfte auf der Schwäbischen Alb gewesen sein
     
  • Wir haben während unserer Japanreise im Tokyoter Raum 2 harmlose Beben erlebt. Der Boden hat ein wenig gewackelt und wir haben uns erschrocken angesehen. Die Japaner hat das nicht im Geringsten gejuckt.
    Das gehört quasi zur Tagesordnung. In Japan gibt es pro Jahr ca. 5000 Beben.
     

    Je nach Artikel heißt es, das Beben sei 20-30 km weit zu spüren gewesen. Bis zu mir waren es 135 km!

    Erlebt habe ich es so:

    Für einen Moment ein Gefühl, wie wenn ich auf einer kleinen Fußgängerhängebrücke gehe, aber weniger in der Intensität ("irgendwas schwankt"). Und wie wenn unter mir der Boden wegfällt, aber auch nur kurz und leicht. Leichtes Vibrieren in meinem Körper.

    In meiner Wohnung haben leicht die Tomatenblätter gewackelt, mein Tee in der Tasse machte kreisförmige Wellen, ein leises Grollen, Knacken im Dachstuhl. Aber am deutlichsten war meine Glas-Schiebetüre, die hat richtig gewackelt und geklappert.

    Und das alles zusammengefasst in einer Intensität, bei der ich mir sicher bin, dass es leicht unbemerkt bleibt.
     
  • Mir lief eben dieser Artikel über den WEg:



    Hier in Münster habe ich nichts gemerkt. Wenn auf der Arbeit der Boden wackelt, dann sind das die Auswirkungen der Baustelle vor unserer Tür - wir bekommen den zweiten Teil des Instituts-Neubaus. Ist nur lästig, wenn ich gerade an der Feinwaage sitze, denn die schwankt dann und kann sich nicht beruhigen.
     
    Wir haben während unserer Japanreise im Tokyoter Raum 2 harmlose Beben erlebt. Der Boden hat ein wenig gewackelt und wir haben uns erschrocken angesehen. Die Japaner hat das nicht im Geringsten gejuckt.
    Das gehört quasi zur Tagesordnung. In Japan gibt es pro Jahr ca. 5000 Beben.
    ...bei uns ist das genau so!
    Wir spueren die kleineren Beben (fast) gar nicht mehr, sie gehoeren auch hier zur Tagesordnung!!!!!

    Kia ora
     
    Ja, Japaner oder Neuseeländer würden so ein Beben wahrscheinlich gar nicht mehr wahrnehmen.

    Für mich war es heute das erste Beben. Und davon bin ich euphorisiert.

    Ich bin über die große Distanz erstaunt, dass es bei mir noch zu spüren war.

    Und ich bin auch dankbar, dass rein zufällig ein paar Faktoren zusammen gekommen sind, damit ich es überhaupt wahrnehmen konnte: Ich war Zuhause (und nicht etwa im Zug/Auto), auf der Straße fuhr kein Auto (Baustellenampel regelt Verkehr, dadurch gibt es kleine Fahrzeug-freie Zeitfenster) und ich war mit nichtstun beschäftigt, sodass ich den Fokus für Details hatte.
     
    Im April 1992 gab's ein Erdbeben bei uns in der Gegend. Das Epizentrum war bei Roermond .Das Beben hatte eine Stärke von 5,9. Und dauerte 15 Sekunden. Das ganze passierte nachts.
    Ich war in einem Bruchteil einer Sekunde wach und stand neben meinem Bett. Zuerst gab's ein
    dumpfes Grollen, dann schwankte der Boden und die Wände bewegten sich.
    In den Schränken klapperte das Geschirr.
    Die Angst, die man dabei hat, lässt sich schlecht beschreiben. Vielleicht ist es eine Urangst, weil man den Halt unter den Füßen verliert?
    Obwohl das ganze Spektakel nur 15 Sekunden andauerte, kam es mir ewig vor.
    Der Rest der Familie ist nicht mal wach geworden. Die haben nichts mitbekommen.
     
  • Ich habe zweimal ein Erdbeben gespürt. Beim ersten Mal sass ich gemütlich in einem Sessel und habe ein Buch gelesen. Plötzlich gabs einen Ruck, wie wenn ein sehr schwerer Schrank umgefallen wäre und die Tulpen in einem Strauss zitterten leicht. Ein Balkonkistchen vor meinem Fenster (ich wohnte damals auch unter dem Dach) ist übers Dach geschlittert und dann in den Vorgarten gedonnert, wo er einen kleinen Eibisch geplättet hat.

    Beim zweiten Mal war ich an der Arbeit und sass vor dem Computer. Plötzlich wackelte der Röhrenbildschirm (es war vor 30 Jahren) und die Fenster klirrten. Dieses Erdbeben wurde damals durch eine Bohrung für Geothermie in Basel ausgelöst. Das Projekt musste geschlossen werden.

    Basel ist neben dem Wallis der Hotspot für Erdbeben in der Schweiz, der Grund ist der sich öffnende Rheintalgraben.
     
  • Das Beben war 33km entfernt von mir. Katwarn hat es gemeldet. Gemerkt habe ich davon nichts.

    Vor vielen vielen Jahren gab es ein Erdbeben auf der schwäbischen Alb. Wow - das war beeindruckend. Dieses tiefe Grummeln aus der Erde, das Mitvibrieren des Körpers - tja, und dann ist in meinem Büro auch noch die Seitenverkleidung meiner Maschine abgefallen. Unvergessen!
     
    Hier direkt im Oberrheingraben haben wir es nicht mehr mitbekommen. Aber es steht ja auch im Artikel, dass man die vielen kleinen nicht mehr wahrnimmt.

    Ich kann mich an eins erinnern, da dachten wir es poltert jemand übelst die Treppe runter bei den Schwiegereltern.
    Wir haben uns alle total verwirrt angeschaut, denn es saßen alle Anwesenden am Tisch. Das Haus ist teilweise aus Holz, der Esstisch mit allem drauf hat auch gezittert.
    Nach einer kurzen Schrecksekunde meinte mein Schwiegervater, dass das gar nicht sein könne, dass der Esstisch vom Treppenpoltern zittert, weil der im Stein-Teil stehe.
    Da haben wir mal das Radio angemacht und tada: Erdbeben.
    War aber irgendwie viel zu schnell rum, um panisch zu werden. Das komische Gefühl kam erst hinterher.
     
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