Cannabis-Legalisierung

  • Ja, da sind wir wieder gelandet. Deutschland das Land der verbote…

    Eigenverantwortung darf es nicht geben. Lieber verbiete ich den Mitmensch das was mir nicht passt.
     
  • Ja, da sind wir wieder gelandet. Deutschland das Land der verbote…

    Eigenverantwortung darf es nicht geben. Lieber verbiete ich den Mitmensch das was mir nicht passt.
    Eigenverantwortung, das funktioniert eben nicht, sonst hätten wir nicht das ganze Dilemma mit den Alkoholikern.

    Wie viele fahren Auto, obwohl sie schon deutlich alkoholisiert sind?
    Wo ist denn da die Eigenverantwortung?
     
  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass Cannabis wieder komplett verboten wird.
    Letzten Meldungen zufolge haben weder der Konsum bei Jugendlichen noch durch Cannabis bedingte Verkehrsunfälle zugenommen.
    Die Polizei ist froh, weil sie nun mehr Zeit für die Verbrechensbekämpfung hat und die Justiz freut sich über die Entlastung.

    Würde sagen: Eine klassische Win-Win-Situation. :cool:

    Und über eines muss man sich ja auch klar sein: Es wurde immer geraucht und es wird immer geraucht werden - auch ohne Legalisierung.
     
    Wenns nach mir ginge, würde ich Alkohol verbieten. Geht nicht. Weiß ich.
    Hatte in der entfernten Familie einen schlimmen Fall.
    Sie Alkoholikerin, nur Rotwein, alles heimlich. Endete in Korsakow. War einfach nur furchtbar. Er aufgrund der aussichtslosen Lage Selbstmord. Waren anständige Menschen. Schade. Wäre ohne Alkohol alles nicht passiert.
     
    Ja, das ist genau das Problem. Einer muss alle kriminalisieren und mit verboten kommen. Das ist genau das gesellschaftliche Problem.

    Hätt ich Lust, fällt mir auch viel ein was ich den Leuten verbieten könnte. Es fällt mir aber nicht im Traum ein, Promilleanteile der Gesellschaft als Referenz für andere zu nehmen. Das zählt auch beim Alkohol. Der ist nicht die Ursache. Der Alkoholkonsum ist in der Regel nur das Symptom der Problematik.
     
  • Da die Hirnreifung bei Jugendlichen noch nicht abgeschlossen ist, kann der frühzeitige und regelmäßige Cannabiskonsum in dieser kritischen Lebensphase zum Teil zu anhaltenden Störungen der Hirnfunktionen führen und das Suchtrisiko erhöhen. Bereits geringer Cannabiskonsum kann bei 13- bis 15-Jährigen Veränderungen verursachen.


    „Heranwachsende, die früh und intensiv Cannabis konsumieren, riskieren längerfristig eine Verringerung ihres Intelligenzquotienten. Auch die Gedächtnisleistung in Bezug auf Sprache kann sich verschlechtern. Das Gehirn erholt sich zum Teil nicht mehr vollständig, selbst wenn der Jugendliche kein Cannabis mehr konsumiert“, gibt Dr. Herman Josef Kahl, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) zu bedenken. Bis das Gehirn vollständig ausgereift ist, kann ein Mensch bis zu 23 Jahre alt sein. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hat am 25. April 2022 in einem Positionspapier gefordert, dass Cannabis erst ab einem Alter von 21 Jahren legal sein dürfe.

    Jugendliche, die Cannabis häufig nutzen, erhöhen ihre Chancen, bipolaren Störungen zu entwickeln, um das Dreifache im Vergleich zu Nichtnutzern. Darüber hinaus sind Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder Wahrnehmungsstörungen mögliche Folgen des Cannabiskonsums. Besonders riskant sind synthetische Cannaboide. Sie haben ein hohes Suchtpotenzial, unberechenbare Effekte und eine mehr als 100-fach höhere Wirksamkeit. Folgen von Vergiftungen damit sind erhöhter Puls, Unruhe, Übelkeit oder Erbrechen und ein erhöhtes Risiko für Psychosen. In Zusammenhang mit der Einnahme von synthetischem Cannabis gab es auch Berichte über Todesfälle (2020 in Deutschland 20 Todesfälle).

    Am häufigsten wird Cannabis in Europa zusammen mit Tabak geraucht. Dadurch bildet sich oft eine Co-Abhängigkeit von Tabak. Darüber hinaus kann Cannabis auch mithilfe von Sishas, E-Sishas und Vaporizer (strom- oder batteriebetriebenes Gerät zum Verdampfen pflanzlicher Rauschstoffe) inhaliert werden. Ist Cannabis Keksen oder Süßigkeiten beigemengt, dauert es länger, bis die Rauschwirkung einsetzt. Dies begünstigt Überdosierungen mit der Gefahr von Psychosen. „Eltern sollten mit Teenagern frühzeitig über die gesundheitlichen Probleme sprechen, die Cannabis auslösen kann. Haben Erziehungsberechtigte einen Verdacht, sollte sie sich mit dem Jugendarzt beraten“, so Dr. Kahl.

    Anzeichen für Cannabiskonsum können sein, wenn

    • sich Jugendliche grundlos sehr albern und untypisch verhalten
    • sie ungewöhnlich schnell gereizt reagieren
    • sie anscheinend ohne Grund das Interesse an Dingen verlieren, die sie sonst interessiert haben
    • sie Zeit mit Gleichaltrigen verbringen, die Cannabis nutzen
    • sie Schwierigkeiten haben, sich an Dinge zu erinnern, die gerade passiert sind
    • sie Pfeifen, Feuerzeuge, Vape Pens oder Zigarettenpapier bei sich tragen
    • sie roten Augen haben
    • wenn sie Heißhunger außerhalb der üblichen Essenszeiten entwickeln
    [...]

    Quelle: Cannabiskonsum in jungen Jahren stört die Gehirnentwicklung
     
    Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Die von Dir genannten Bedenken sind bekannt.
    Aber was willst Du uns jetzt damit sagen ?

    Plädierst Du für eine Rücknahme des Gesetzes ?
    Dann wären wir wahrscheinlich ganz schnell wieder in einer Grundsatzdiskussion über die nicht verbotenen Suchtstoffe.

    Nicht, dass ich Dich mit Deiner Meinung bremsen wollte, aber das CanG polarisiert eben. Und das wird sich in nächster Zeit vermutlich auch nicht ändern.
     
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    Quelle: Cannabiskonsum in jungen Jahren stört die Gehirnentwicklung

    Entsprechend hab ich den Link zusätzlich eingefügt und den Text in ein Zitat gepackt, damit erkennbar wird, dass es nicht die eigenen Worte des Posters sind.

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