Bedürftig ..

Fini

0
Registriert
08. Okt. 2007
Beiträge
11.854
Heut hat ein altes Weiberl vor meiner Haustüre gestanden, und hat im gebrochenen Deutsch erklärt, daß sie beim Hochwasser alles verloren hätte und Jacken und Anziehsachen für ihre Kinder bräuchte und natürlich auch Geld ...
Dann hats noch geweint ...

Ich weiß dass Vater Staat sehr gut auf die Flüchtlinge schaut, und sie von diversen Hilfsorganisationen zusätzlich unterstützt werden

.. wie würdet ihr reagieren?
 
  • Hallo Fini,

    gute Frage, die ich mir dann auch immer stelle.
    Leider kann man wirklich Bedürftige von Gaunern nicht unterscheiden.
    Es wird aber immer wieder erwähnt, daß es in den meisten Fällen, um von Banden organisierte, Betteleien geht.

    LG tina1
     
    Da sich die schwarzen Schafe in dieser Hinsicht rasant vermehrt haben, mache ich so etwas grundsätzlich nicht an der Haustür......:rolleyes:
     
  • Was ich machen würde?
    Ich würde ihr mich auf dem Hacken umdrehen und meine Tür von innen verschließen.
    Die steigt ein paar Ecken weiter eh im eine E-Klasse und fährt weiter...
     
  • seid ihr sicher?

    Ich hab ihr einen großen SAck zusammengetragen, natürlich hab ich derweil das Haus von innen versperrt .... sie war überglücklich und hat gesagt, sie holt den Sack dann später ....

    ... bis jetzt steht der noch an der Hausmauer ...
     
  • Ersteinmal: An der Haustür geb ich gar nix, egal wer zum sammeln kommt.

    Aber: Dass der Staat gut auf Flüchtlinge schaut??? Sorry, darüber kann ich nur lachen! Die "Flüchtlingszentren" erinnern teilweise an Sklavenhaltung und sind absolut unmenschlich! Wenn Du was Gutes tun willst, dann erkundige Dich, wo die nächste Station ist und bring die Klamotten dort hin.

    Mit Sicherheit werden sich die Menschen dort sehr darüber freuen. Genauso wie über Lebensmittelspenden.

    Flüchtlinge haben leider keine Lobby.
     
    Auch wenn es sowas hier nicht gibt, denke ich auch das sinnlos war.

    Ich würde sowas an der Frechheit unterscheiden, das Gartentor zu öffnen und das Grundstück zu betreten. Bisher hat das nur ein Hermes Bote geschafft. Alle anderen nutzen die Glocke oder die Funkklingel und warten brav draussen.

    Wenn wir was habendas gut genug ist, geht es zum Roten Kreuzladen oder ein komplettes Kaffee- und Essservice hab ich auch mal zur Tafel gebracht.

    Gruß Suse
     
    der sack ist weg, soll sie ihn haben, wer anders als kinder kann die sachen eh nicht verwenden. Aber ist das nicht schrecklich, wenn man sofort an betrüger denkt? Dass man schnell die tür zusperrt statt einläd? Es ist ja kalt draussen. Ich bin total hin und hergerissen, zwischen angst, mitleid und schlechtem gewissen.
     
  • Fini, ja das ist traurig. Kann dir 2 Beispiele sagen.
    Bei mit läutete eine Frau mit einem Kind, das einen heftigen Ausschlag am Ohr hatte. Sie jammerte, dass dem Kind kalt sei und sie keinen Arzt bezahlen könnte. Geld gebe ich grundsätzlich nicht und rein lasse ich auch niemand. So bat ich sie zu warten. Habe eine wirklich noch gute Jacke meiner Jungs geholt, eine Schokoladentafel und ihr eine Adresse rausgesucht, an die sie sich wenden könnte, wegen einer Behandlung. Die Sachen hat sie mir aus der Hand geschlagen und geschrien, sie wolle Geld! Das Kind tat mir so Leid. Ich überlegte mir, ob ich die Polizei verständigen sollte und wollte aus dem Fenster schauen, wohin sie gingen. Sie waren verschwunden und tauchten aus keinem Haus mehr auf, konnten also nur mit einem Auto weggefahren sein.

    Ein anderes Mal sprach mich ein junger Mann an, er hätte so Hunger, ob ich ihm etwas geben könnte. Ich schlug vor, dass wir in den nahen Bäcker gehen und er sich etwas raussuchen könne. Er wählte das billigste Brötchen. . Als ich ihm vorschlug soviel zu nehmen, dass es die nächsten 2-3 Tage reicht, nahm er einen Laib Brot, strahlte und bedankte sich hundert Mal.

    Es kann eben so oder so sein. Meistens kann man es erkennen, wenn man kein Geld gibt und die Leute nicht reinlässt.

    Wobei wenn jemand abseits wohnt, ich mich immer frage, warum der Bittende gerade da hinkommt, wo wenige Leute wohnen.
     
  • hmm ist sehr unterschiedlich, schön, dass es Geschichten gibt, wo man nicht reingelegt wurde in seiner Hilfsbereitschaft ....

    man hört soviel Schlimmes, dass man immer zuerst daran denkt, logisch, die Zeitungen sind voll davon .. böse GEschichten verkaufen sich einfach besser ..
     
    So leid es mir für die wirklich Bedürftigen tut, ich spende an der Haustüre grundsätzlich nicht.

    Ins Haus lassen würde ich schon grundsätzlich keinen. Schon erst nicht aufs Grundstück. Es mag auch solche geben, die mit einem Sack Spielsachen zufrieden sind, in Wirklichkeit aber lohnenswerte Ziele abstecken.


    grundsätzliche Grüße
    Tono
     
    also das " Haustürproblem " erledige ich immer recht schnell indem ich Stinker mit an die Türe nehme...ist jemand ungewünschtes da, halte ich ihn so, daß es ausschaut als würde das nicht lange gutgehen.....er will ja immer zu jedem hin...eigentlich zum abschlabbern...das weiß aber der " Klingler " nicht... das wirkt wunderbar....

    ich gebe lieber Menschen was die ich kenne oder wo ich weiß es kommt an...

    Xena mag die Bettelei an der Haustüre nicht..
     
    Ich hab kein Gartentor und auch keine Zaun, will auch keinen ...

    Das mit den lohnenswerten Zielen hab ich mir auch gedacht ...

    ... ich finde nur, das ist grad das Schlimme, dass man immer zuerst das Negative befürchtet ...

    Ich dachte zuerst an eine organisierte Bande, die die armen Leute zum Betteln losschickt um dann noch groß abzukassieren ... echt arg, da steht ein armes Mütterlein vor der Tür und mir kommen sämtliche negativen Zeitungsberichte hoch ... wie in einem Kurzfilm ...

    auf der anderen Seite, wenn man hört, dass Bedürftige an der Tür abgewiesen werden, dann denkt man, wie hart die Welt geworden ist.
    Mist, ich bin echt Mediengesteuert ... man´merkt, welche GEfühle DIE in einem wachrufen wollen, die kommen auch hoch ...

    Letztes Jahr hab ich in einer Dokumentation gesehen, wie man zu Testzwecken ein junges Pärchen losgeschickt hat um Herberge zu betteln. Sie war schwanger ...

    Fast überall sind sie abgewiesen worden ... (in Erinnerung an Josef und Maria)

    .. und ich weiß nicht, ob ich sie reingelassen hätte ...
     
    .. und ich weiß nicht, ob ich sie reingelassen hätte ...

    Also ich hätt sie sicher nicht rein gelassen. Wildfremde Leute kommen mir nicht ins Haus. Aber ich hätt trotzdem Hilfe angeboten. DRK oder Caritas anrufen, Obdachloseneinrichtung oder ähnliches. Da gibts schon Möglichkeiten zu helfen, wo Hilfe wirklich notwendig ist. Und ob sie nötig ist, sieht man ja dann an der Reaktion.

    Aber, was die alte Frau vom ersten Post betrifft. Wenn sie ehrlich Hilfe brauchte, dann hat sie die bekommen. Und mal bedenkend, wie schlimm man sich dabei fühlt, wenn man betteln gehen muss... ich find, du hast ein gutes Werk getan.
    War sie aber unehrlichlich und verkauft deine Sachen jetzt bei eb.. - weg mit Schaden. Hättest du nichts getan, würdest du dich jetzt elend fühlen. War schon recht so.
     
    Also ich hätt sie sicher nicht rein gelassen. Wildfremde Leute kommen mir nicht ins Haus. Aber ich hätt trotzdem Hilfe angeboten. DRK oder Caritas anrufen, Obdachloseneinrichtung oder ähnliches. Da gibts schon Möglichkeiten zu helfen, wo Hilfe wirklich notwendig ist. Und ob sie nötig ist, sieht man ja dann an der Reaktion.

    Aber, was die alte Frau vom ersten Post betrifft. Wenn sie ehrlich Hilfe brauchte, dann hat sie die bekommen. Und mal bedenkend, wie schlimm man sich dabei fühlt, wenn man betteln gehen muss... ich find, du hast ein gutes Werk getan.
    War sie aber unehrlichlich und verkauft deine Sachen jetzt bei eb.. - weg mit Schaden. Hättest du nichts getan, würdest du dich jetzt elend fühlen. War schon recht so.

    :pa::pa: danke ...
     
    Hallo Fini,

    ich glaube deine alte Frau war auch bei uns vor einiger Zeit. :d

    Wir hatten schon 2 mal Besuch an der Haustür, mal mit und ohne Kind, immer mit Hochwasserfotos aus Rumänien. Ich geb an der Tür grundsätzlich nichts an solche Leute.
    Ist auch schon auf dem Schlossfest hier in der Nähe der Fall gewesen, daß diese Leute von Biertisch zu Biertisch gegangen sind und gebettelt haben. Man ist auch gleich wüst beschimpft worden auf rumänisch, als eine Freundin nix gegeben hat.
     
    fotos hatte sie keine dabei .. auch kein Kind ....

    naja, ich werds eh nicht mehr rausfinden ... ich hab kein schlechtes Gefühl dabei und die Sachen wären früher oder später sowieso zur Caritas gewandert ... und die verkaufen die Sachen auch ..
     
    Fini, ich hätte aus dem Bauch raus reagiert und so wie du beschrieben hast, sagen man stellt was zusammen, sie kann es gerne später holen.

    Bares hätte ich auf keinen Fall gegeben.

    Aber Essen was gerade entbehrlich ist z. B auch.

    Was ich überhaupt nicht leiden kann, wenn einem an der Haustür ein schlechtes Gewissen gemacht wird, oder man sie garnicht mehr losbekommt...oder die große Kranken- und Leidensgeschichte erzählt wird...dann ist meiner Meinung nach fast immer was faul.
     
  • Zurück
    Oben Unten