Alten Kachelofen "entsorgen" ! (?)

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Nähe Stuttgart
Hallo Ihr Heimwerker,
wir haben seit etwa 25 Jahren einen Kachelofen als "Zweitheizer" in unserem Wohnzimmer.
Nachdem wir 2 Winter, trotz Ausbesserung durch einen Fachmann, nicht wirklich mit unserem kleinen Kachelofen zufrieden sind, er qualmt aus manchen Fugen........., haben wir uns für einen neuen Ofen entschieden. (und auch schon gekauft)
Aber, wir können uns trotzdem nicht von ihm trennen. Er war das erste "Möbelstück", das wir uns gemeinsam angeschafft haben. Ihn in hundert Teile zu zerschrotten wäre für mich einfach schlimm.
Meine, zugegeben wahnwitzige Idee ist, ihn in den Garten zu stellen und wenigstens einige Teile von ihm zu erhalten. Ich denke da (ein wenig naiv) an einen Umbau zum Gartengrill.
Ist das total bescheuert ? ? ? :(


 
  • Kann es sein, muss es nicht. Kachelöfen sind Einzelstücke. Die man theoretisch draussen auch anders zusammensetzen kann wenn sie nur als hintergrund dienen sollen.

    Heisst ein Foto wäre genial.

    Gruß Suse
     
  • Jetzt hatte ich gedacht, dass meine (vielleicht blöde) Idee Euch nicht berührt.
    Danke für Eure Antworten und Eure Bereitschaft mir zuzuhören, bzw. mich zu verstehen. Mir fällt es total schwer, mich von diesem Ofen zu verabschieden.
    Marie
     

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  • Ist das ein Schmuckstück, mach es. Wenigstens als Dekohintergrund. Ein Großcousin von mir hat noch nach der Wende als Erstausbildung mit 16 Ofenbauer (Setzer?) gelernt. ich hab aber keine Adresse, der lebt irgendwo in Bayern. Was ich sagen will es gibt noch Fachleute die sowas auch funktionsfähig wieder hinbekommen sollten.
    Ansonsten sollte montagekleber oder halt Zement gehen.

    Ich mag Fotos wenn ihr fertig seid bitte.

    Gruß Suse
     
    Um so ein Oefchen wird Dich sicherlich manch Einer beneiden, Marie.
    Und es gibt Leute, die ein kleines Vermoegen fuer die Restaurierung hinblaettern wuerden.
     
  • ich glaube nicht das die Kacheln frostunempfindlich sind.

    irgendwann ist er dann doch hin, dann lieber die Kacheln einzeln als Vogeltränke
    o. ä. verhökern.

    Vielleicht sogar bei ibä (:grins:), könnte sein das sich Liebhaber melden.
    Gib mal da Ofenkacheln oder Kachelofen ein....Du wirst Dich wundern.

    Es gibt aber sicher einen alten Ofensetzer, der den wieder in Schwung bringt. Meist ist das ein kompletter Abbau um ihn dann wieder mit neuen Schamottsteinen und frischem Lehm wieder aufzubauen.

    geheizte Grüße

    PS: ich habe da in Net (Stuttgart) 13 Einträge gesehen, da wird doch wohl einer dabei sein der dieses Handwerk noch beherrscht. Muß einer älteren Jahrgangs sein, denn Erfahrung ist da gefragt.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Bei uns stand auch so ein Kleinod, als wir unser Haeuschen gekauft haben.
    Der Ofensetzer hat ihn ganz auseinandergenommen, einen neuen Ofeneinsatz rein, und drumherum neu wieder aufgesetzt.
    So steht er nu seit 25 Jahren.
    War nicht ganz billig, aber wir wuerden's immer wieder machen.
    So ein Teil, mit gemalten Kacheln, bekommt man heute nicht mehr.

    Jedes Jahr im Sommer wird drinnen inspiziert, und evtl. mit Schmaott (Ofenzement) behandelt.
     
    Normalerweise werden Kachelöfen vor Ort aufgebaut, so wie unser Neuer auch. Da gibt es das Grundsysthem, die Rohform, wenn ich das mal so unfachmännisch sagen darf... Und dann kommt der Kachelofenbauer um den Ofen am Standort fertig aufzubauen.
    Unser alter Kachelofen war vor vielen Jahren ein Schnäppchen, ein Vorführmodell, das wir deshalb, damals für unglaubliche (glaube ich) 4000 DM erstanden haben. Der Ofenanbieter, ein ehemaliger Schüler meines Mannes, sagte, komm, nehm ihn mit. Und der Transport hat dem Ofen sicher sehr geschadet. In den (geschätzten) 25 Jahren hatten wir 3 X einen Ofen-Fachmann da, der die Schamottsteine und die Aussenfugen ausgebessert hat.
    In den letzten 2 Wintern war er einfach nur noch ein Liebhaberstück, der unsere Wände geschwärzt hat, mit Heizkraft schon.......
    Dass die Kacheln nicht frostbeständig sind, ja, das habe ich noch nicht in betracht gezogen. Könnte ihn aber im Winter einpacken (?)
    Die Kacheln verkaufen ? Nein, das ist wie Verschreddern. Bin halt ein wenig sentimental.
    Danke für Eure Antworten!
    Marie
     
    der ofen muss einfach komplett neu aufgebaut werden, nicht nur so bißchen gebossel mit schamotte und fugenzement. ein richtiger ofenbauer kann das, der braucht auch keine rohform, sondern baut die selbst.
    das ist auch kein ausgestorbenes handwerk, da sich heutzutage ja der eine oder andere indivuduelle grundöfen bauen lässt
    ein schnäppchen wird das nicht, aber könnte sich durchaus die waage halten mit einem neuen ofen.
    ich bin noch in rein ofengeheizten wohnungen groß geworden und einmal musste auch ein ofen neu gesetzt werden. da hat auch keiner mit dem kran ein industrielle vorghefertigte form angeschleppt...
    die kacheln außenrum könnten in prinzip auch anders zusammengesetzt werden oder nur teil zur dekoration verwendet werden, der eigentliche ofen sind sie ja nicht.
     
  • Jetzt hatte ich gedacht, dass meine (vielleicht blöde) Idee Euch nicht berührt.
    Danke für Eure Antworten und Eure Bereitschaft mir zuzuhören, bzw. mich zu verstehen. Mir fällt es total schwer, mich von diesem Ofen zu verabschieden.
    Marie

    Mir würde es in der Seele weh tun, diesen schönen Ofen abreißen zu müssen, geschweige den zu entsorgen.

    Als Kind wohnten wir auch in einer ofenbeheizten Wohnung. Im gleichen Haus wohnte ein Ofensetzer. Alle drei Jahre hat der unsere Öfen im Haus umgesetzt. Das bedeutete, er riß den Ofen ab und baute ihn neu auf.

    Nur Fugen ausschmieren und bißchen am Schamott fummeln hilft da garantiert nicht.

    Ob die Kacheln frostfest sind, kann bestimmt ein Ofensetzer beantworten. Versuch macht kluch. Einfach mal fragen.
     
  • Dass die Kacheln nicht frostbeständig sind, ja, das habe ich noch nicht in betracht gezogen.
    Überprüfe es doch selbst.
    Eine Kachel abmachen und den unglasierten Bereich mit Wasser benetzen. Saugt sich der Ton voll, ist er nicht frostfest. Perlt das Wasser rückstandsfrei ab, ist er versintert und somit zu 99% frostbeständig.
    So einfach ist das.
     
    Hallo Marie,

    ich denke, so einfach wird das nichts, ich denke da an Asbest!

    Wir hatten auch einen und ich kann mich erinnern, der mußte durch eine Firma entsorgt werden


    Mo, die das zu bedenken gibt
     
    der ofen ist ja noch relativ jung, 25 jahre - gabs da die asbestdiskussion schon? oder wars kurz vor knapp? also ich meine mich zu erinnern, dass das thema 1990 auch schon aktuelle war - und das ist ja mittlerweile auch mehr als zwanzig jahre her....
     

    hallo marie,
    ich finde deinen ofen wunderschön und würde alles machen, um ihn zu behalten.
    jaaaa nicht entsorgen. du würdest dich irgendwann in den xxxxx beißen.:D

    vieleicht kannst du einen ofenbauer um einen kostenvoranschlag bitten?
    ich würde mal ein bisschen telefonieren und hören, ob jemand zu dir kommen
    kann, um sich das teil anzusehen.
    leider bist du zu weit weg, denn ich habe einen im bekanntenkreis.:)

    rentners tipp hört sich doch gut an. wenn es so ist, würde ich´s ausprobieren.
     
    Danke für Eure Antworten!
    Asbest, ich denke da an Abdichtungsschnüre (?), sind bei uns 3 X ausgetauscht worden, vor einem Jahr erst.
    Wir haben uns ja nun entschieden einen neuen Ofen zu kaufen, ist schon bestellt.
    Ich mag gar nicht mehr darüber nachdenken, ob diese Entscheidung richtig war. Die Alternative wäre gewesen, da geb ich Euch recht, den Ofen komplett abzubauen, das Grundsystem zu kaufen und die einzelnen Kacheln 'drumrum' bauen zu lassen.
    Das wären dann Kosten, die dem neuen Ofen gleich kommen. Was ist nun besser? Ein total neuer Ofen oder ein neuer (dennoch) alter Ofen?
    Meine Anfangsfrage war: Was mache ich sentimentale Kuh mit meinem alten, schönen Ofen? Kloppe ich ihn in die Tonne...? Nein! ! ! Was mache ich, wenn ich ihn im Haus nicht unterbringen kann? Stelle ich ihn in den Garten und lasse ihn zum Sommergrill umfunktionieren, und geht das überhaupt ? Der Test mit einer abgeschlagenen Kachel, zwecks "Wintertauglichkeit" spare ich mir, denn wenn das nicht klappt, habe ich keine Alternative.
    In etwa 3 Wochen kommt der Kachelofenbauer zu uns, der den neuen Ofen aufstellen wird. Vielleicht kann er einschätzen, ob die Kacheln winterfest/frostfest sind.
    Meine Hoffnung ist nach wie vor, dass wir unser Schmuckstück im Garten unterbringen können; in welcher Funktion auch immer (und wenn wir eine Minibar für Gartenfeste draus machen...., immer noch besser als das Zusammenkloppen)
    Grüssle Marie
     
    wenn er nicht frostfest ist, würde ich ihn möglichst geshützt aufstellen, wo er nicht voll bewitert ist. das problem ist nämlich vor allem die feuchtigkeit. und ab einem zeitpunkt xyz kannst du machen was du willst, es wird nichts mehr trocken.
    und dann einpacken.
    alternativ wirklich frühzeitig einpacken, meist ist ja im oktober noch mal so eine schönwetterphase.
    ttrocken ist die halbe miete, mindestens.
     
    Wenn er nicht Winterfest sein sollte, musst du ihn halt noch mal richtig ausgiebig anfeuern, bevor du ihn einpackst. Beim Standort solltest du dann darauf achten, dass du ihn auch von Unten dicht machen kannst, Ton zieht sonst die Feuchtigkeit aus der Luft...

    Ich finde deine Idee auf jeden Fall richtig toll... Und das Projekt wird später sicher einen ganz besonderen Charme haben!

    Liebe Grüße
     
    Was ich grundsätzlich nicht verstehe: Warum bekommt ein guter erfahrener Ofensetzer das alte bzw. gar nicht mal so alte Schätzchen nicht wieder dicht?

    Allein schon der Aufwand und die Kosten wären es mir doch wert, so ein Prachtstück lieber wieder vernünftig ans Laufen zu bekommen statt einen neuen Kachelofen zu kaufen, womöglich noch beim selber Fachmann, der den alten Ofen vergeigt hat. Was war es denn für ein "Fachmann", der den Ofen nicht mehr richtig dicht bekam? Normalerweise hält so ein Kachelofen eine Ewigkeit, jedenfalls länger als ein Menschenleben, vorausgesetzt, er wird immer fachgerecht gewartet.

    Draußen, auch unter geschütztem Vordach, wird der Ofen wohl nicht mehr lange überleben, denn es gibt dann auch Kondensfeuchtigkeit im Inneren, wo der Frost leichtes Spiel hat. Oder wollt Ihr ihn den ganzen Winter lang draußen regelmäßig befeuern?

    Zum Aufbau eines Kachelofens ist Lehm natürlich völlig ungeeignet, wie jeder ausgebildete und erfahrene Ofensetzer bestätigen wird. Lasst Euch nicht von der derzeit grassierenden Lehm-Manie anstecken! Bei einem Lehm-Grundofen ist eine äußere Lehmverkleidung okay, aber nicht für die relevanten Bauteile im Brennraum und auch nicht für einen Kachelofen!
     
    Hallo Threadstellerin, geile Frage!
    Wir haben le. Jahr auch ein altes Haus aberissen und ich habe wie wild Backsteine geklopft wie eine Trümmerfrau weil sie mich so reuen sie einfach wegzuwerfen.

    Ich muss in einem eigenen Thread mal fragen was man da so machen kann draus.

    Zumal sie evtl. Frost nicht aushalten? Oder doch weil das doch ein altes Haus war? Du siehst ich bin auch so gepolt.

    An deiner Stelle würde ich schauen, ob man nicht so eine Art Pizzaofen, Grill, Brotbackofen draus machen kann.
    Du brauchst einen erfahrenen Kachelofenbauer/Setzer.

    Andrerseits, warum arbeitest du die Kacheln nicht in ein Beet ein, Trittfläche? Oder du verzierst den Steingarten damit, sind sie Trittsicher?
    Ich würde sie als Wegumrandung nehmen, mit ein wenig Fantasie kann man sicher noch was draus machen.
    Zertrümmern und eine Mosaikwand basteln? Bin echt gespannt!
     
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