A tiny house...

  • Ich habe einen extrem unangenehmen Termin extrem tapfer überstanden. Deshalb habe ich mich u.a. mit einer neuen Suppenschüssel und einem Buch belohnt.:love:

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  • Gegenüber der Litfaßsäule befindet sich der Brantner. Während ich schmackhafte Backwaren erstanden habe...
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    ...wurde anderswo vorgeglüht. Glücklicherweise liegt diese Praktik bei uns in ferner Vergangenheit (zudem wäre damals kein Mensch auf die Idee gekommen in Tracht auf die Wiesn zu gehen).
     
    Ich habe bereits zwei Geburtstagskarten geschrieben und bin zuversichtlich, dass ich auch daran denke, sie auf dem Weg zum Wochenmarkt in den Briefkasten zu werfen. Mal sehen.
     
    Karten sind im Briefkasten.

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    Die Einkäufe vom Wochenmarkt (der Fisch ist schon im Kühlschrank). Die Tomate schmeckt toll. Saftig, aromatisch, ganz dünne Schale. Ich bin kein Kürbisliebhaber, aber weil ich immer mal wieder meinen Geschmack überprüfe und das Zeug vom Augustinum in der Regel sehr gut ist, habe ich heute so einen Burschen mitgenommen. Ich backe eine Quiche und bin gespannt. Sollte es nicht hinhauen, drücke ich sie den Jungen auf's Auge. Die sind immer hungrig.
     
    Zeit für ein Gedicht
    Der Herbst

    I​

    Die Sagen, die der Erde sich entfernen,
    Vom Geiste, der gewesen ist und wiederkehret,
    Sie kehren zu der Menschheit sich, und vieles lernen
    Wir aus der Zeit, die eilends sich verzehret.

    Die Bilder der Vergangenheit sind nicht verlassen
    Von der Natur, als wie die Tag’ verblassen
    Im hohen Sommer, kehrt der Herbst zur Erde nieder,
    Der Geist der Schauer findet sich am Himmel wieder.

    In kurzer Zeit hat vieles sich geendet,
    Der Landmann, der am Pfluge sich gezeiget,
    Er siehet, wie das Jahr sich frohem Ende neiget,
    In solchen Bildern ist des Menschen Tag vollendet.

    Der Erde Rund mit Felsen ausgezieret
    Ist wie die Wolke nicht, die abends sich verlieret,
    Es zeiget sich mit einem goldnen Tage,
    Und die Vollkommenheit ist ohne Klage.

    II​

    Das Glänzen der Natur ist höheres Erscheinen,
    Wo sich der Tag mit vielen Freuden endet,
    Es ist das Jahr, das sich mit Pracht vollendet,
    Wo Früchte sich mit frohem Glanz vereinen.

    Das Erdenrund ist so geschmückt, und selten lärmet
    Der Schall durchs offne Feld, die Sonne wärmet
    Den Tag des Herbstes mild, die Felder stehen
    Als eine Aussicht weit, die Lüfte wehen

    Die Zweig′ und Äste durch mit frohem Rauschen
    Wenn schon mit Leere sich die Felder dann vertauschen,
    Der ganze Sinn des hellen Bildes lebt
    Als wie ein Bild, das goldne Pracht umschwebet.

    Friedrich Hölderlin
     
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