Einmal habe ich mit meinen Eltern auch so einen Riesenbovist gefunden - aber wir haben erst später herausgefunden, dass wir ihn hätten mitnehmen und essen können. Ich weiß also immer noch nicht, wie er schmeckt und was für eine Konsistenz er hat. Beschreib doch mal bitte. Ich finde diese Riesenboviste total faszinierend. Gibt es Doppelgänger, von denen man die Finger lassen sollte, oder ist es automatisch ein "guter", wenn man so ein Riesending in der Wiese findet?
Verwechslungspilze? - nicht dass ich wüsste. Also wenn man einen sieht: ab übern Zaun und mitnehmen!*) (Es sei denn, die Schnecken hätten schon zugebissen, dann sieht er so unappetitlich aus, dass man ihn freiwillig stehenlässt.) Innen ist er ebenso weiß wie außen, Lamellen oder sonstige Innereien gibt es nicht, anders als zB bei Champignons, mit denen er verwandt ist.
Den Geschmack zu beschreiben ist schon deshalb schwierig, weil der Bovist wenig Eigengeschmack hat. Darin ähnelt er Zucchini: Koch-/Bratergebnis und Essgenuss hängen zum größten Teil von dir selbst ab. Ich hab ihn 'klassisch' zubereitet, also in 3-cm-Scheiben geschnitten, geschält und schlau paniert, als eine Art veganes Schnitzel. Wie man die Panade würzt, entscheidet über das Ergebnis. Ich bin aber selbst noch in der Probierphase, man hat ja nur selten Gelegenheit, sich in dem Punkt weiterzubilden.
Heute gab es schon wieder Bovist, aber nach dreivier Tagen taugt er nicht mehr so viel, verliert an Substanz und wird ledrig. Wollte die 2. Hälfte ja gern verschenken. Die Nachbarn haben dankend abgelehnt, feige Bande.
*) Übern Zaun, weil diese Riesenpilze bevorzugt auf (ehemaligen) Kuhwiesen wachsen, die hierzulande eingezäunt sind.