Moin, ich glaube, ich fange zu früh an zu arbeiten, als dass ich irgendwelche Schulbewegungen der Nachbarskinder mitbekäme.
Bei uns im Haus wohnt kein Kind, aber ca 100 m von mir ist der nächste Kindergarten, da sehe ich Freitags häufig die Eltern mit dem Fahrrad (häufig die tollsten Anhänger- und Lastenradmodelle) ihre Koten, wie man in Münster die Kinder nennt, abholen. Mit dem Auto fährt niemand freiwillig in unser Einbahnstraßen-Labyrinth.
Mir macht es Freude zu sehen, in wie jungem Alter die kleinen Münsteraner schon per Laufrad ans Fahrrad herangeführt werden, auch wenn ich als Fußgänger dann auf dem Bürgersteig zur Seite springen muss. Um so richtig alle anderen Verkehrsteilnehmer im Auge zu haben, sind sie ja doch noch etwas klein, weshalb sie zu Recht auf dem Gehweg fahren und dann von ihren meist paralell auf der Straße Fahrrad fahrenden Eltern die Anweisung bekommen, an der nächsten Kreuzung zu warten. Dort wird dann gemeinsam geschaut und die nächste Straße überquert - Verkehrserziehung, wie sie sein sollte.
Klar klappt das nicht immer, aber unser Viertel ist relativ ruhig, so dass die Kinder auch gut üben können, ohne dass viel passiert, wenn so ein Kind mal nicht gründlich schaut und die Eltern nicht schnell genug eingegriffen haben.
Autos finden hier am ehesten als stehender Verkehr statt. Es wäre schön, wenn wir die Fläche anders nutzen könnten und die ganzen Autos in ein unterirdisches Parkhaus abschieben könnten. Aber daran hat man, als das Viertel aus den Trümmern nach dem Krieg hochgezogen wurde, nicht gefacht. Ein paar Häuser, die in den letzten Jahren nicht saniert, sondern abgerissen und neu gebaut wurden, haben Tiefgaragen.