Weinrebe erhalten

Hartz_Fear93

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27. Nov. 2025
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Hallo liebe Garten-Freunde, Ich bin Däne der seit September in Süddeutschland lebt. Zu meiner neuen Wohnung gehört ein kleiner Garten in dem ich zu meiner Verwunderung und Freude eine alte (ungepflegte) Weinrebe entdeckt habe. Sie sieht fürchterlich aus, hat aber noch super viel und leckeren Ertrag gehabt. Deshalb möchte ich sie gerne erhalten und pflegen. Ich kenne Wein allerdings hauptsächlich aus dem Tetrapack (Ich weiß, schäm dich Dänemark) und habe daher absolut null Ahnung wo ich anzufangen habe. Die Bilder zeigen die Verwucherung hoffentlich deutlich genug für euch. Ich wäre für jeden eurer Tipps sehr dankbar!

Euch allen eine schöne Adventszeit

PS: Ich möchte die Trauben essen, und nicht zu Wein verarbeiten.

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Hallo @Hartz_Fear93,

    erst mal willkommen im Forum.

    Eine gute Entscheidung, den Wein neu aufzubauen. Da er im Winterschlaf ist, hast Du bis zum Frühjahr Zeit.
    Wenn er Dich in der jetzigen Form stört, kannst Du ihn grob in Form bringen und Ende Februar / Anfang März endgültig schneiden. Das hilft evt., Frostschäden zu vermeiden oder zu minimieren.

    Für Schneide-Tipps brauchen wir dann genauere Fotos - näher an der Pflanze, aus mehreren Richtungen aufgenommen und scharf.
    Zu überlegen wäre auch, wie Du ihn wachsen lassen möchtest (1- oder mehrtriebig) und ob Du vorher noch die Elemente des Lamellenzauns austauschst.

    Grüße,
    Jörg
     
    Ich wäre für jeden eurer Tipps sehr dankbar!
    Hi und willkommen im Forum.
    Für Schneide-Tipps brauchen wir dann genauere Fotos - näher an der Pflanze, aus mehreren Richtungen aufgenommen und scharf.
    Fotos Ja, aber frontal, also 90° zum Flechtzaun.
    Ich würde jeweils ein Foto machen, auf dem ein Flechtzaunfeld mit Wein abgebildet ist, evt. mit zweien.
    Die Bäume dahinter und der Rasen davor interessiert dafür nicht.

    Der Flechtzaun scheint kurz vor seinem irdischen Ende zu stehen.
    Entweder erneuern oder extra Pfosten mit Rank-Drähten für den Wein.

    Relevant sind die Bäume in Sachen Sonnenlicht – gibt es kein direktes Sonnenlicht von vorn auf den Wein – kannst Du Dir eigentlich alles weitere sparen – dann gäbe es nur kleine saure Trauben, falls überhaupt.

    Zaunverlauf von links nach recht – welche Himmelsrichtungen ?
     
  • Hallo @Hartz_Fear93

    Bevor du Fotos machst, kannst du schon mal versuchen, die Rebe etwas zu entwirren. Sie wächst dann auch besser, wenn die einzelnen Triebe mehr Licht bekommen.

    Dann kannst du nochmals Fotos vom entwirrten Zustand machen und auch mitteilen, wie du sie gezogen haben möchtest. So können wir nochmals bessere Tipps geben.

    Du hast Zeit bis Februar.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Fotos Ja, aber frontal, also 90° zum Flechtzaun.
    Zusätzlich einige Nahaufnahmen von den Seiten erleichtern den Blick auf die Astgabelungen. Im Moment ist ja alles ziemlich zugewuchert.

    Der Flechtzaun scheint kurz vor seinem irdischen Ende zu stehen.
    Entweder erneuern oder extra Pfosten mit Rank-Drähten für den Wein.
    (y)

    Zaunverlauf von links nach recht – welche Himmelsrichtungen ?
    (y)
    Sollte aber passen, weil ja schon leckere Trauben geerntet wurden.
     
    Wow, vielen dank soweit Leute. Ich werde mich am Wochenede um ein wenig Entwirrung und bessere Fotos kümmern.

    Zur Ausrichtung und zum Zaun kann ich folgendes sagen: da der Zaun von der Rebe gesprengt wurde, werde ich ihn austauschen. Geplant war das für den späteren Winter.
    Der Zaun verläuft Nord-Süd, wobei die Rebe auf der Westseite angebracht wurde.
    Die Bäume im Hintergrund und der Zaun selbst verdecken der Rebe nur etwas von der Morgensonne.

    Ich halte euch zeitigst informiert und danke euch Allen schon einmal herzlichst für den Input sowie für die sehr freundliche Aufnahme ins Forum. :)
     
    So meine liebe Reben-Freunde, Zeit fürs Update. Ich habe den sonneigen Tag zum aufräumen der Rebe genutzt und habe ein nicht ganz so reines Gewissen dabei.

    Ich habe den gammeligen Lattenzaun entfernt und mit dem Rückschnitt begonnen.
    Leider habe ich, so schlau wie ich bin, den rechten Stock (Bild1) als “tot” identifiziert und stark zurückgeschnitten. Seine Rinde war ganz spröde und die drei großen Triebe waren komplett in den Zaun verwachsen. Ich musste nach dem abtrennen jedoch feststellen, dass von diesen drei abgeschnürten Ästen genau die Triebe ausgingen, die letztes Jahr so schön Frucht getragen haben…hab ich’s verbockt?

    Den anderen Stock habe ich ein wenig ausgelichtet und die größeren Äste erst einmal stehen gelassen, um mir euren Ratschlag einzuholen :P Wie sollte ich fortfahren?

    Außerdem ist mir an manchen Schnittstellen aufgefallen, dass die Äste dort Hol- oder Fraßstellen haben. Schnitten direkt daneben scheinen aber frisch und vital zu wirken.

    Ich hoffe die Bilder sind diesmal etwas besser zu gebrauchen.

    Vielen Dank euch und ein schönes Wochenende zusammen.
     

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  • Hallo erstmal. Da hast du gründlich aufgeräumt.

    Zunächst einmal: du hast da eine Rebe und eine Johannisbeere. Die Rebe hast du gründlich zurück geschnitten. Da sollte aber auch wieder was austreiben. Man kann Reben durchaus auf den Stock schneiden. Ich hätte das allerdings erst im zeitigen Frühjahr gemacht wegen der Frostgefahr. Aber keine Sorge, Hoffnung besteht durchaus. Der rechte Ast dürfte vermutlich tatsächlich tot sein, die beiden anderen aber noch lebendig. Und gerade in der richtigen Dicke, dass sie Augen und neue Triebe bilden dürften.

    Die Johannisbeere kannst du auch noch etwas zurück schneiden. Sie ist total verwildert und ausgewachsen. Du kannst sie im ähnlichen Stil wie jetzt zurück schneiden, aber nicht ganz so radikal wie die Rebe. Bei den Johannisbeeren ist es normal, dass sie eine Hohlstelle im Innern haben.
     
  • Jetzt muss ich noch mal nachfragen. Korrigiere mich bitte, wenn nötig.

    Für mich sieht es auf Foto 1 so aus, als würden dort (schwarze) Johannisbeeren links und Wein rechts gemeinsam wachsen.
    Sehe ich das richtig ?
     
    Ihr seid wirklich toll! Vielen Dank soweit.
    Ein unterschied der Gewächse war mir auch schon aufgefallen, aber nun weiß ich Bescheid! :)
    Die Johannisbeere war komplett verwachsen und hatte auch keine ersichtlichen Fruchtstände (oder Reste davon). Das ändert sich denn ja vielleicht dieses Jahr. Ich werde sie jeden Fall noch etwas zurecht Stutzen.
    Bezüglich des Weines: Sollte ich den rechten „toten“ Ast komplett entfernen? Wie verfahre ich mit den anderen beiden anderen Ästen falls sie wieder austreiben sollten? Lasse ich mehrere neue Triebe kommen oder sollte ich von jedem
    Ast jeweils einen Leittrieb führen und entsprechend befestigen?
    Und zu guter letzt, kann ich dem Boden noch etwas Gutes tun? Eignen sich Bodendecker oder andere Begleitpflanzungen? Ich weiß leider nicht genau was meine Vorgänger hier getrieben haben (nicht viel vermute ich).
     
    Guten Morgen!

    Lass mal die Rebe einfach wachsen.

    Ewas du aber schon tun kannst: Bau ein Spalier auf, an dem die Rebe sich dann ranken kann. Dieses Spalier kannst du auch so platzieren, dass es weg vom Johannisbeerstrauch führt, so dass die Johannisbeere nicht von der Rebe verschattet wird.

    Die Triebe von der Rebe klangst du dann schon von Anfang an lenkend am Spalier entlang ziehen und eine Grundstruktur aufbauen. Ich würde zunächst mal alle Triebe wachsen lassen. Du weisst ja noch nicht, wieviele überhaupt kommen werden.

    Und bei der Johannisbeere: ja, wenn du sie noch etwas zurecht stutzt, wird sie vielleicht wieder ein paar Johannisbeeren tragen.

    Was den Boden anbetrifft: Eine Rebe hat normalerweise sehr tiefe Wurzeln, die holt sich die Nährstoffe dementsprechend selber. Aber der Johannisbeere kannst du gerne ein wenig gut abgelagerten Kompost rund um den Stamm legen.
     
    kann ich dem Boden noch etwas Gutes tun? Eignen sich Bodendecker oder andere Begleitpflanzungen?

    Den Bodendeckern oder Begleitpflanzen steht nichts im Wege, da Deine Obstgehölze ja in die Höhe wachsen.
    Hier müsstest Du mal schreiben, was Dir gefällt, oder was Du Dir so vorstellst.
    Wenn es Obst sein soll, bieten sich z.B. Erdbeeren als Bodendecker an oder als Begleitpflanzen Himbeeren oder Stachelbeeren vor dem Wein. Beide Beeren werden nicht so hoch.
     
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