@Bialu
Den Ackerschachtelhalm hatte ich überlesen. Sorry.
Wie wilde Gärtnerin schon schriebt, ist er ein Zeiger für Bodenverdichtung und damit verbunden für viel Bodenfeuchtigkeit, also Staunässe.
Das passt zu Deiner Angabe zur Befahrung im Zuge von Löscharbeiten.
Eine Bodenlockerung ist also notwendig für die erfolgreiche Kultur von Nutz- und Zierpflanzen, wie von Pyromella geschrieben.
Hier nur auf Gründüngungspflanzen zu vertrauen, könnte aber recht lange dauern.
Warum also nicht noch in diesem Herbst den Boden für´s kommende Jahr vorbereiten, sofern Du Zeit dazu hast ?
Abhängig von der Größe der Beete und Deiner körperlichen Konstitution kann das durch Umgraben passieren.
Einfacher geht es mit einer gemieteten
Bodenfräse aus dem Baumarkt oder der Werkzeugvermietung. Damit schafft man an einem Tag ein Vielfaches gegenüber dem Spaten. Die paar € Mietgebühr sind es allemal wert.
Bei den Bodenfräsen lässt sich der Lenkholm absenken und sich die Maschine im Kombi oder mit einem kleinen Anhänger transportieren. Die Arbeitstiefe reicht bis etwa 20 cm.
Wichtig ist,
keine Motorhacke zu benutzen.
Wesentlicher Unterschied:
Die Bodenfräse wird über 2 Räder angetrieben, das rotierende Fräswerk läuft hinterher und kann je nach Bodenverdichtung auch cm für cm abgesenkt werden. So kann man verdichtete Böden nach und nach tief lockern.
Motorhacken besitzen keine angetriebenen Räder, sondern bestenfalls kleine Führungsräder. Sie läuft auf den Messern und springt bei härterem Boden ganz fürchterlich. Sie ist nur für lockere Böden geeignet, die Arbeit auf verdichteten Böden ist eine Qual bis nahezu unmöglich.
Grasbüschel sollten zwischendurch oder nach dem Fräsen abgeharkt oder abgesammelt werden. Dann kommt im Frühjahr nicht so viel wieder durch.
Ist der Boden gelockert, lässt sich anschließend aufgebrachter Sand, Humus u.a. recht einfach mit der Fräse einarbeiten.
Jetzt kannst Du bodenlockernde Gründüngung säen und oberflächlich einharken. Sie wirkt noch tiefer als die Fräse, was Deine späteren Kulturpflanzen unterstützt.
Je nach Klimazone sind nach Angabe von Saatguthändlern im
Herbst noch
Lein, Luzerne und Ölrettich möglich. Aber auch eine Mischung mit anderen Gründüngungspflanzen ist denkbar.
Wie dann im Frühjahr mit den Gründüngungspflanzen verfahren wird, ist abhängig von der Pflanzenart.
Anschließend kannst Du Dich zurücklehnen und die Kulturen für´s nächste Jahr planen
Grüße,
Jörg