Dünger für Tulpen und Co.

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ein kleiner Ort in NÖ
Letztes Jahr habe ich mit den Blumenzwiebeln Vinassekali mitbestellt. 50 g sollen lt. Packungsangabe pro Quadratmeter gestreut werden. Nun habe ich meine Blumen aber nicht quadratmeterweise, daher habe ich gerechnet: Bei 50 bis 100 Tulpen auf der Fläche ergibt das 0,5 – 1 g pro Tulpe. Mit der Briefwaage habe ich 10 g abgewogen und immer wieder halbiert, links sind 5 g, rechts 2 x die ungefähre Tulpenportion.
2023vinasse.webp
Davon wird vermutlich nur ein kleiner Teil an die Wurzeln der Tulpe gelangen, zumindest im ersten Jahr. Ich habe ein paar Körnchen in Wasser gelegt und gesehen, dass sie sich nicht so recht auflösen. Es wird also, wenn man ordentlich gießt, wohl immer nur eine winzige Menge in den Boden gespült, und wer weiß, ob etwas davon bzw. wieviel die Tiefe von 10 cm und mehr erreicht, wo die Wurzeln von Tulpen und Narzissen beginnen. Die Körnchen mit einzugraben, erscheint mir aber auch nicht sinnvoll, ohne darüberfließendes Wasser werden sie sich erst recht nicht auflösen.
Leider kann man den Nährstoffgehalt (im Wurzelbereich) nicht so einfach messen wie den pH-Wert. Professionelle Tulpenbauern machen das und düngen dementsprechend, meine paar Tulpen bekommen halt eine unbestimmte geringe Menge - oder auch nicht.
 
  • Aber erst wenn die blühen? Und welches Blaukorn? Ich habe welches mit wenig Phosphat. Geht das auch?
    Ja, erst wenn sie blühen, oder gerade fertig geblüht haben. Denn dann lagern sie ja Nährstoffe in der Zwiebel ein, aus der im Jahr darauf die neuen Blüten entstehen. Bezüglich Phosphat weiss ich es nicht, denke aber, dass das kein besonderes Problem darstellen sollte..
     
    Aber erst wenn die blühen? Und welches Blaukorn? Ich habe welches mit wenig Phosphat. Geht das auch?
    Das weiß ich leider nicht, ich bin da nicht so bewandert.....mir wurde das nur vor einigen Jahren empfohlen und anscheinend wirkt es. Ich wusste gar nicht, dass es verschiedene Sorten Blaukorn gibt.
    Aber wenn ich das hier lese,

    Bedeutung des Phosphats für Pflanzen​

    Pflanzen nehmen Phosphat über die Wurzeln auf. Gibt es einen Phosphatmangel, so werden z. B. die Blätter kleiner.[2] Liegt bei einer Pflanze Phosphatmangel vor, so wächst die Wurzel nicht weiter in die Tiefe

    dann macht es wahrscheinlich nicht viel Sinn, einen Phosphatarmen Dünger zu verwenden ? :unsure:
    Andererseits, die Blätter müssen ja nicht mehr wachsen.....
     
  • Das weiß ich leider nicht, ich bin da nicht so bewandert.....mir wurde das nur vor einigen Jahren empfohlen und anscheinend wirkt es. Ich wusste gar nicht, dass es verschiedene Sorten Blaukorn gibt.
    Aber wenn ich das hier lese,

    Bedeutung des Phosphats für Pflanzen​

    Pflanzen nehmen Phosphat über die Wurzeln auf. Gibt es einen Phosphatmangel, so werden z. B. die Blätter kleiner.[2] Liegt bei einer Pflanze Phosphatmangel vor, so wächst die Wurzel nicht weiter in die Tiefe

    dann macht es wahrscheinlich nicht viel Sinn, einen Phosphatarmen Dünger zu verwenden ? :unsure:
    Andererseits, die Blätter müssen ja nicht mehr wachsen.....
    Phosphat ist eh überall drin. In jeder Komposterde etc.
     
  • Das hätte ich jetzt aber nicht gedacht. 😅
    Ich bin immer für eine Überraschung gut ;)
    Mit beginnender Laubverfärbung die Zwiebeln roden, trocknen, vor Mäuse und Schimmel geschützt aufbewahren und wieder einpflanzen... mach ich schon seit Jahren nicht mehr.
    Aufwand und Resultat stehen in keinem akzeptablen Verhältnis zueinander.
    Allerdings – wenn die Blüten abgängig sind, werden sie weg gezwickt, damit keine weitere Kraft für Samenbildung verschwendet wird.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Allerdings – wenn die Blüten abgängig sind, werden sie weg gezwickt, damit keine weitere Kraft für Samenbildung verschwendet wird.
    Mach ich zwar im Prinzip genauso, aber zum Glück scheine ich immer mal wieder welche zu übersehen. Hier breiten sich Tulpen an Stellen im Garten aus, wo nie welche gepflanzt wurden. Ich kann mir das nicht anders erklären, als dass irgend welche Tiere Samen rumschleppen.

    Leider gilt das nicht für alle Tulpensorten, die ich hier so habe, sondern nur für zwei: die roten und gelben Darwintulpen.
     
    'Apeldoorn', die wüchsigsten Darwin-Tulpen, gelb und rot, machen keine Samen. Habe ich herausgefunden, als ich mal welche gewinnen wollte. Gilt auch für die gelben Forsteriana-Tulpen.
     
    Wenn das so ist, müssten ja Zwiebeln verschleppt werden? o_O Jetzt bin ich aber mächtig ratlos. :fragend::fragend::fragend:

    (Aktuell bestes Ausbreitungsbeispiel: Vor 4 Jahren tauchten 2 einzelne gelbe Tupen mehr als 20 m entfernt vom Tulpenbeet auf. Dann waren es 3, dann 4, dieses Jahr sind es 6 oder 7, muss nochmal zählen gehen.)

    Als Dünger bekommen sie mal Blaukorn, mal Hornspäne, meist werden sie aber beim Düngerstreuen vergessen.
     
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