Möhre "Lange rote stumpfe ohne Herz 2" - Wann denn nun wirklich säen?

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Ich bekam sowohl von der Nachbarin als auch von meiner Freundin Samenbänder mit der Möhre "Lange rote stumpfe ohne Herz 2", von verschiedenen Händlern. Nun steht auf der einen Packung, man könne ab Februar ins Freiland säen, die andere meint ab März. Und wenn ich im Internet gucke, finde ich sogar noch April als frühstmöglichen Aussaattermin. Ebenso unterscheiden sich die Angaben, bis wann ich säen kann. Ja watt denn nu?

Solltet ihr diese Sorte kennen: Wann sät ihr sie denn?

Der Boden sollte vermutlich nicht mehr gefroren sein. Oder macht das nichts? (Also, außer viel Mühe, den Boden dann aufzulockern, um die Bänder einlegen zu können. :-))

Grüße und ein schönes Wochenende,
Knofilinchen
 
  • Vielen Dank für die Frage, der schließe ich mich an und setze hier ein Lesezeichen. Habe auch diverse Möhren hier und bin mir nie sicher, wann säen. Mal hat es bei mir geklappt mit den Möhren, mal nicht. Konnte bisher nicht so recht etwas daraus ableiten.
     
    Februar, März kann man sie ins Frühbeet säen je nach WEtterlage. Wenn es im Februar
    - 15 Grad hat, brauchst noch nix säen wollen,
    im Freiland April, Mai.
    So macht es meine Freundin in ihrem Garten immer.
     
  • Ich habe diese Möhre eine Zeitlang gehabt, ich habe sie immer im Februar, je nach Wetter ,mal früher mal später gesät , dann mit Vlies abgedeckt hat immer gut geklappt, bischen Frost hat nie geschadet, man kann sie aber auch noch im April säen, ich mache Karotten insgesamt früh raus, aber immer mit Vlies
     
  • Danke schon mal für eure Rückmeldungen.

    Grundsätzlich habt ihr ja Ähnliches genannt: Im Februar noch etwas wärmen (mit Vlies oder im Frühbeet) und später geht's dann ohne. Dann muss ich also vielleicht doch mal über einen Folientunnel oder dergleichen nachdenken.

    Ich werde natürlich nicht viele Karotten säen, da ich ja gar nicht so viel Platz habe bzw. den Rest mit vielen anderen Dingen füllen möchte, aber ein paar kleine Reihen sollen es schon werden, die dann auch nicht alle gleichzeitig fertig sein sollen. Deswegen auch mein Interesse an "so früh wie möglich anfangen". Sonst wäre es ja egal.
     
    Knofilinchen, ich bin gespannt. Bei mir waren bis auf eine Sorte (die Fingermöhre Adelaide) alle Sorten (auch die angeblich frühen) für meine Begriffe recht spät.
    Bei deiner Möhre finde ich als Beschreibung "Herbst und Wintermöhre", Erntezeit September bis November."
    Eine frühe Sorte ist es nicht.

    Dieses Jahr habe ich auch wieder ein paar frühe Sorten... bin mal gespannt wie früh sie wirklich sind.
     
  • Abgesehen davon, dass ich persönlich Saatbänder nicht mag (unsere Amseln scharren die immer wieder raus) und ich die Sorte noch nicht benutzt habe würde ich gerne generell etwas zur Aussat sagen.

    Die Angabe ab Februar ist etwas schwammig zu verstehen und hat auch ein bisschen damit zu tun wo der produzent verortet ist.

    Karotten brauchen zum Keimen so 8-10'C (und das auch relativ lange-Möhren keimen 3-4Wochen lang) das ist in einer Innenstattlage oder hier bei mir deutlich früher im Jahr als z. B. im tiefsten Bayern.

    Ich werde dieses Jahr wieder ab Mitte Februar anfangen und evtl dann mit meinen Frühbeetkästen arbeiten.
     
    Karotten brauchen zum Keimen so 8-10'C (und das auch relativ lange-Möhren keimen 3-4Wochen lang) das ist in einer Innenstattlage oder hier bei mir deutlich früher im Jahr als z. B. Im tiefsten Bayern.
    Vielen Dank, das hilft sehr zur Orientierung! (y)
    Da ich z.B. im tiefsten Bayern sitze :lachend: brauche ich dann wahrscheinlich nicht vor Ende März anzufangen.
    Wobei es hier auch von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich ist. Mal ist der Frost ab Mitte März vorbei, mal ab Ende Mai. Man weiß es nie, das ist das nervige.
     
    Ja, gerne.

    Nur nochmal kurz als Einschub:
    Bei der Keimtemperatur geht es aber nicht darum, das es ständig und dauerhaft die 10'C hat, sondern ausreichend lange über den Keimzeitraum.
    Zwischendrin sollte der Boden halt nicht gefrieren (bis 3Grad halten die aber durch)
     
  • Ich bin am Überlegen, ob ich die ersten paar Karotten einfach vorziehe. Das ist bei Karotten zwar schwierig mit dem Umtopfen - wenn man die Wurzeln beschädigt werden es verknotete Karotten - aber es geht dabei ja auch nicht um 100 Karotten, sondern um eine winzige Hand voll. Der Rest kommt dann direkt raus. So sehe ich gleich auch die Unterschiede. Ich denke noch mal drüber nach.
     
  • Supernovae, danke, dann könnte ich es im Frühbeet/unter Vlies vielleicht auch Anfang März riskieren - es sei denn der Winter hätte uns da noch voll im Griff.

    Knofilinchen, Karotten vorziehen...bin mir nicht sicher ob das klappt.
    Ich bin feinmotorisch wirklich sehr gut und kann die winzigsten, pfriemeligsten Keimlinge vereinzeln, aber als ich Karottenkeimlinge/Mikro-Karöttchen im Beet versetzte, wurde nichts mehr daraus.
    Das sind echte Mimosen!
    Aber probiere es aus, ich bin sehr gespannt ob es bei dir besser klappt - wenn ja musst du detailliert schildern, denn es wäre sehr praktisch wenn man sie vorziehen könnte.
     
    Moin ihr Süßen,

    lasst euch von den Terminangaben nicht verwirren, so wie der Boden offen ist, also nicht mehr hart gefroren, können solche Winter- oder Lagermöhren gesät werden. Um sie vor Kahlfrost zu schützen, also Frost ohne schützende Schneedecke, kann man sie mit Vlies oder Tannenreisig abdecken.
    Die späten Sorten sind zum Frischverzehr, vor allem aber zum Einlagern gedacht und haben eine vergleichsweise lange Vegetationszeit da sie zum Einlagern eine gewisse Reife haben sollten. Wer sie einlagern möchte nimmt sie im Spätherbst aus dem Boden, befreit sie vom Laub, wobei die Möhre und das Herz nicht angeschnitten werden dürfen. Am besten halten sie sich ungewaschen in einer Erdmiete, man kann sie aber auch in feuchten (nicht pitschnassen) Sand einlagern. Dazu nutzt man Sand als Unterlage und zum abdecken, hat man viele Möhren kann man auch eine Zwischenschicht mit Sand machen. Die Deckschicht sollte mit Folie, Dachpappe oder sonst einem regenundurchlässigen Material versehen werden und darauf kommt noch eine Schicht Stroh, Laub, Heu, Hackschnitzel oder Ähnliches als Frostschutz.

    Und wer gerne schon früh im Jahr Möhren aus dem Garten haben möchte kann sie Ende August oder September säen und zum Winter dann mit Vlies oder Fichtenreisig abdecken, sie überwintern dann als lebende Pflanze und wachsen im Frühjahr weiter.

    LG Conya
     
    Ich bin am Überlegen, ob ich die ersten paar Karotten einfach vorziehe. Das ist bei Karotten zwar schwierig mit dem Umtopfen - wenn man die Wurzeln beschädigt werden es verknotete Karotten - aber es geht dabei ja auch nicht um 100 Karotten, sondern um eine winzige Hand voll. Der Rest kommt dann direkt raus. So sehe ich gleich auch die Unterschiede. Ich denke noch mal drüber nach.
    Es wird überall von Direktsaat gesprochen und ich habe das pikieren noch nie ausprobiert (in einen höheren Topf ausgesät könnte ich mir allerdings vorstellen).
    Jedoch wird von Salat ja auch gesagt dass er nicht pikiert oder Vorgezogen werden mag-bei mir klappt das aber auch ganz hervorragend.
     
    Und wer gerne schon früh im Jahr Möhren aus dem Garten haben möchte kann sie Ende August oder September säen und zum Winter dann mit Vlies oder Fichtenreisig abdecken, sie überwintern dann als lebende Pflanze und wachsen im Frühjahr weiter.
    Super, das werde ich dieses Jahr machen.
    Einmal habe ich es unabsichtlich so gemacht und es hat funktioniert, aber ich dachte dass das Zufall gewesen sei.
    Wenn das eine gängige Methode ist, umso besser...
    Sollte man dafür auch eher späte Möhrensorten nehmen? Oder gehen auch frühe?
     
    Vielen Dank, Conya. Dann gibt es bei uns im kommenden Jahr vielleicht auch wieder einmal frühe Möhren. :love:

    - Danke für den Hinweis @Supernovae! Späte Sorten, ist notiert!
     
    Es wird überall von Direktsaat gesprochen und ich habe das pikieren noch nie ausprobiert (in einen höheren Topf ausgesät könnte ich mir allerdings vorstellen).

    Direktsaat ist die allgemeine Empfehlung, eben weil man beim Umpflanzen wohl relativ leicht die Wurzeln verletzen kann und dann völlig "knorzige" Möhren bekommt. Es gibt aber auch immer wieder Leute, die es dennoch machen, weil ihnen z. B. die Schnecken (oder andere Tiere) die Jungpflanzen wegfressen, und die berichten durchaus Positives. Ich probiere es einfach mal aus, dann weiß ich, ob ich "Möhren-Vorzucht-geeignet" bin. :-)


    so wie der Boden offen ist, also nicht mehr hart gefroren, können solche Winter- oder Lagermöhren gesät werden.

    Ok, dann kommen sie in einen Balkonkasten und ins kühle Zimmer. Oder auf den Balkon, wenn es keine Minusgrade hat.


    Und wer gerne schon früh im Jahr Möhren aus dem Garten haben möchte kann sie Ende August oder September säen und zum Winter dann mit Vlies oder Fichtenreisig abdecken, sie überwintern dann als lebende Pflanze und wachsen im Frühjahr weiter.

    Sollte ich im Spätsommer noch Lust auf Garten haben, werde ich es einfach mal ausprobieren.

    Würde ein Tunnel (mit Folie oder Vlies abgedeckt) auch was bringen oder sollte das Vlies die Pflanzen direkt umhüllen?
     
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