Trauer um meinen Pfirsichbaum

Registriert
14. Juni 2007
Beiträge
49
Ort
Dortmund
Ich glaube, er ist hinüber … aber bevor ich den Baum rausnehme, möchte ich Eure Meinung hören – ob er evtl. noch eine Chance hat.
Ich kann die Sorte nicht mehr sagen. Der Baum war ca. 10 Jahre alt, ich hab ihn relativ klein gehalten. Die Früchte sind gelbfleischig, süß und sehr groß, im Schnitt 350 Gramm. Ich hatte Jahre mit über 100 Früchten.
Im letzten Jahr lief alles erst wie immer: tolle Blüte, die Fruchtansätze blieben auch und dann wuchsen die Pfirsiche .
Im Mai 2019 hatte ich einen Bekannten beauftragt, mit einer Motorhacke den Boden zu bearbeiten. Auf der Fläche steht auch mein Pfirsichbaum.
Ich habe auf dem frischen Boden Gemüse gepflanzt, alles lief gut. Dann ca. Anfang/Mitte Juli wurden erst die Blätter vom Baum welk und fielen ab. Die Früchte wurden nicht mehr größer und fielen dann auch ab, als sie ungefähr 5 cm Durchmesser hatten. Im Herbst sah der Baum aus wie tot.
Ich hab ihn dann großzügig zurückgeschnitten und wusste auch, dass dann in diesem Jahr wohl keine Blüten kommen. Aber ich hatte doch gehofft, dass jetzt an einigen Stellen neue Zweige austreiben. Aber leider nein. Ich habe schon überlegt, ob damals mit der Motorhacke ein Teil der Wurzel beschädigt wurde, dass der Mann mit der Hacke vielleicht zu nah an den Baum gekommen ist. Vielleicht wäre das eine Erklärung.
Da steht nun ein Baum, von dem ich die kleinere Äste einfach so abbrechen kann, also kein Saft mehr….. Gibt es noch eine Chance, dass er sich „bekriegt“?
 
  • Steht der Baum im unteren Bereich noch im Saft (an der Stammbasis mehrere Zungenschnitte ausführen und auf Saftfluss prüfen)?
    An die Motorhacke glaube ich weniger, da deren Arbeitstiefe bei ca. 30 cm liegt, während die entscheidende Wurzelmasse bei älteren Pfirsichen in etwa 100 cm anzutreffen ist ( diese Tiefe schafft auch eine Wühlmaus).
     
    Auf jeden Fall wenn die Äste die dicker sind noch Substanz aufweisen Wenn du im Wald Bäume betrachtest dann wird klarer wie gut die Natur sich erholt. Ich hatte Mal eine etwa 300 Jahre alte Maulbeere, der ganze Baum war wie ein Wüste Berg in Australien. Die Borke fehlte bereits und Löcher fand ich genug um hochzuklettern. Der Baum war trocken und morsch und wies auch einen grossen holzanteil der trocken und nicht morsch war auf. An der Spitze wuchsen 2-3 daumendicke kleine Äste und trugen Früchte, immer wieder ein Vergnügen. Also einige Bäume können auch im Inneren nach einem Bruch austreiben...sehr lohnenswert zu warten.
     
  • an der Stammbasis mehrere Zungenschnitte ausführen und auf Saftfluss prüfen

    Ich habe nun mal Schnitte gemacht. Saft habe ich leider keinen bemerkt, wollte aber auch nicht zu tief schneiden. Ich werde ihn wohl erstmal noch stehen lassen und hoffen - obwohl er sehr traurig aussieht.
    Vielen Dank für Eure Meinungen und Tipps, drückt mal die Daumen !
     
    Ich hatte mal einen Pfirsich im Kübel, da wurden auch die Blätter braun , bekamen vorher so Blasen und fielen ab, die Früchte dasselbe, man sagte mir das sei eine Krankheit , hab den Namen vergessen.

    Ich hab ihn noch zwei Jahre zum überleben gebracht indem ich darunter Ringelblumen und Kappuzinerkresse ausgesät habe, die haben irgendwas in sich was gegen solchen Befall hilft.

    Versuch es doch einfach mal, kann ja nicht schaden.
     
  • Zurück
    Oben Unten