Der Mensch als Lebensraum

Registriert
27. März 2014
Beiträge
3.587
Auf und in uns leben zahlreiche Mikroorganismen, bei einem gesunden Menschen ging man bislang davon aus, dass sie harmlos sind. Die weniger harmlosen und oft nur temporären Bewohner wurden als Krankheitserreger bezeichnet.

Interessant ist, dass zumindest im Falle von Mäusen die Bewohner das Verhalten ihres Wirtes beeinflussen:

Die McMaster-Gruppe suchte zuerst im Mausmodell nach Antworten. Für die im Jahr 2011 veröffentlichte Arbeit übertrug das Team Proben der Darmflora zwischen verschiedenen Mäusestämmen, und wie sich zeigte, wurden hierdurch auch stammspezifische Verhaltensweisen weitergegeben.


Laut Berciks Daten werden relativ schüchterne Mäuse neugieriger, wenn sie das Mikrobiom von abenteuerlustigeren Mäusen erhalten. "Das ist doch erstaunlich. Die Mikroorganismen scheinen wirklich das Verhalten ihres Wirts zu bestimmen, und zwar ziemlich deutlich"

Quelle: http://www.spektrum.de/news/die-darm-hirn-achse/1378268

Krankheiten wie Tollwut beeinflussen das Verhalten sher stark, auch bestimmte Parasiten, z.B. bei Wasserschnecken vorkommende Würmer bringen die Schnecken dazu, sich als Vogelfutter zu präsentieren (weil der Wurm nur im Vogel sich weiter entwickeln kann - der Parasit braucht den Wirtswechsel).

In dem oben verlinkten Artikel geht es darum, ob auch beim Menschen ANgstprobleme, Depressionen u.a. von seinen Bewohnern beeinflust oder gar ausgelöst werden.

Genaues weiss man noch nicht, aber es gibt Hinweise, dass der Mensch gar nicht so selbstbestimmt ist, sondern neben seiner Umwelt auch von seinen Bewohnern beeinflusst wird.
 
  • Genaues weiss man noch nicht, aber es gibt Hinweise, dass der Mensch gar nicht so selbstbestimmt ist, sondern neben seiner Umwelt auch von seinen Bewohnern beeinflusst wird.

    Was es nicht alles gibt....

    Also ich lasse mich nicht von wasweißich für Bewohnern beeinflussen, die ich gar nicht kenne. :grins:

    Du?
     
    Also ich lasse mich nicht von wasweißich für Bewohnern beeinflussen, die ich gar nicht kenne. :grins:
    Klar!
    Wenn Du zum Beispiel Würmer hast, gehst Du häufiger auf den Pott...:grins: also beeinflussen Würmer Dein Leben... :grins:
    Wenn Du sie dann kennengelernt hast (wie begrüßt man eigentlich einen Band- oder Spulwurm? :D), beeinflusst Du ihr Leben(sende) und hast dann keine mehr... :grins:
     
  • Ich fürchte, die machen das so geschickt, dass wir es nicht merken.

    Ich muss für mich persönlich zugeben, dass ich, wenn ich alte Postings von mir lese, enorme Schwankungen feststellen muss, wie ich argumentiere und wie ich reagiere.

    Zugegeben, ich war/bin psychisch angeschlagen, war in Therapie, habe Medikamente bekommen - somit unterliege ich eventuell größeren Schwankungen als andere - aber es ist erschreckend, wie sehr sich das Verhalten eines Menschen mit Psychopharmaka ändern lässt, so dass es sich wundert, warum er sich am andren Tag vor etwas gefürchtet hat, oder geärgert, und wie sanft er an manchen Tagen war, und wie grob an anderen.

    Auch wenn ich mir gerne sagen würde "Ich bin ich, ich lass mich nicht beeinflussen", meine selbst-untersuchung sagt anderes - ich bin von vielem beeinflusst, und der Hajo von heute ist nicht der von gestern, und schon gar nicht der von vor 10 Jahren.

    Es ist schwer. Auch der Artikel löegt ja dar, wie schwer es für die Forscher istz, Ursache und Wirkung zu trennen. Aber z.B. im Fall von Tollwut ist es ganz offensichtlich, wie so ein Virus das Verhalten des Wirtes beeinflusst - sogar ein Mensch wird beißwütig, wenn er von Tollwut infiziert ist, und bekommt Angst vor Wasser.

    Wenn es das Tollwut Virus kann (und, wie man weiss, auch eine Reihe anderer Krankheitserreger), dann ist es schwer, klipp und klar zu sagen, "Aber die normalen Darmbakterien machen das nicht".

    Es gibt Hinweise, dass sie es doch machen. Unter welchen Umstaänden, udn wie viel, das ist jetzt zu erforschen.

    Ich finde es interessant, deshalbt habe ich auf das Thema hingewiesen. Antworten sind noch rar, aber es ist sicher lohnenswert, nach den Antworten zu suchen.
     
  • Ich muss für mich persönlich zugeben, dass ich, wenn ich alte Postings von mir lese, enorme Schwankungen feststellen muss, wie ich argumentiere und wie ich reagiere.

    Na und?
    Das bist eben du!
    Schreibe nicht das, was andere von dir erwarten.
    Schreib einfach drauflos und wenn du mal raubauzig wirst,
    dann wirst du eben raubauzig. :grins:
    Sei wie du bist.
    So wie du bist mögen wir dich! :o

    LG
    mutabilis
     
  • Klar!
    Wenn Du zum Beispiel Würmer hast, gehst Du häufiger auf den Pott...:grins: also beeinflussen Würmer Dein Leben... :grins:
    Wenn Du sie dann kennengelernt hast (wie begrüßt man eigentlich einen Band- oder Spulwurm? :D), beeinflusst Du ihr Leben(sende) und hast dann keine mehr... :grins:

    Hör auf! Mir wird schlecht! :D:D
     
    Zu dem Thema hab ich im letzten Natur (früher Natur&Kosmos , noch früher Kosmos)-Heft einen Artikel gelesen. Da ging es auch um die Auswirkungen, die Parasitenbefall auf den Wirt haben kann. Das war wirklich beängstigend, wie auch der menschliche Charakter verändert werden kann. Ich habe leider vergessen, um welchen Parasiten es hauptsächlich ging und das Heft meinem Vater zurückgegeben. Ich kann also gerade nicht nachsehen.
     
  • Genaues weiss man noch nicht, aber es gibt Hinweise, dass der Mensch gar nicht so selbstbestimmt ist, sondern neben seiner Umwelt auch von seinen Bewohnern beeinflusst wird.


    Ich glaub, dieser Fred wird so manchen Schmunzler oder Scheibenwischer hervorrufen.

    ABER, wer nix hinterfragt, bleibt halt ein dämlitsches Rindviech (an alle Ochsen, ich mag euch, kurz, lang, durch etc. gebraten, also nicht missverstehen).

    Ob ich da Thema jetzt so wie dargelegt 1 zu 1 unterschreiben würde? Öööööhhhm... Jedoch beschreibt doch schon das 3. Newtonsches Gesetz das Wechselwirkungsprinzip "Actio et Reactio". Bei manch festgestellten Reaktionen auf einigen Mitmenschen würde das schnöde Waschen jene selbige unterbinden. Manch Mikroorganisator würd´s freuen.

    Ob ich mich deshalb als "fremdbestimmt" einstufen würde? Nein.
    Obwohl, wenn ich dabei an meine Frau denke (Umwelteinfluss?), wie sie selbstredend meint dass wir bodenlange Stores gefälligst beide schön finden, fällt mir zum Thema "selbstbestimmt" nix passendes mehr ein.
     
  • Ob ich mich deshalb als "fremdbestimmt" einstufen würde? Nein.
    Obwohl, wenn ich dabei an meine Frau denke (Umwelteinfluss?), wie sie selbstredend meint dass wir bodenlange Stores gefälligst beide schön finden, fällt mir zum Thema "selbstbestimmt" nix passendes mehr ein.

    Ich hab auch keine Tollwut, ich beiß immer so. :grins::grins:

    Ja, und gemeinsamer Wohnraum....ein heikles Thema....:grins:
     
    Hajo, mach mir bitte kein Angst!:pa:


    Ich will mich nicht ändern!!!!! Jetzt schon gar nicht mehr!


    Oder habe ich es schon und einfach nicht bemerkt??? :sad:






    (dann hättet ihr es mir doch sagen müssen*heul*)
     
    Joa, jeder Mensch ändert sich im Laufe seines Lebens. Sonst wäre man nicht lernfähig und müsste mit 70 immer noch in dem Zeug rumlaufen, dass man als Teenager gut fand - wäre das nicht viel gruseliger? Ich möchte heute charakterlich nicht mehr so sein , wie ich Anfang 20 war, obwohl das eine gute Zeit war
     
    Fädchenvorhänge? Ich heiß doch nicht Frau Uhse!
    Natürlich blickdicht, ich möcht ja schon selbstbestimmt meinen Verfehlungen, den nichtchristlichen, nachgehen können, ohne daß der Nachbar....
     
  • Zurück
    Oben Unten