Gemüsedünger?

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Wattenscheid
Hallo,

ich hab zwei Beete, auf denen Kürbisse, Mais, Salat, Buschbohnen und Weißkohl stehen. Nun hab ich den Eindruck, dass alles irgendwie bisschen langsam wächst.

Den Boden hab ich nicht vorbereitet in dem Sinn, vorher sind da jahrelang Brombeeren gewuchert, mehr als die rausreißen und den Boden bisschen lockern hab ich aus Zeit- und Kompostmangel nicht gemacht.

Fertigen Kompost hab ich auch jetzt noch nicht, also würde ich einen Dünger kaufen wollen, hab davon aber echt überhaupt keine Ahnung. Hab hier immer mal das eine oder andere gelesen und verstehe meist nur Bahnhof.
Mir ist klar, dass ich eigentlich nicht weiß, was genau fehlt, aber vielleicht gibt's ja trotzdem was, was man immer nehmen kann und nicht schadet, falls das jetzt nicht 100% ideal war? Also außer Kompost.;)
 
  • Wenn du deinem Boden etwas gutes zum Aufbau tun willst dann kauf die einen Organischen Pflanzen oder Gemüsedünger und gebe davon jede Woche etwas.

    Das hilft und strapaziert den Boden nicht so stark wie Blaukorn auf Dauer.
    Vor allem braucht man mit solchen Düngern kein halbes Studium.;)
     
  • Vor allem braucht man mit solchen Düngern kein halbes Studium.;)


    Boa, genau das denke ich mir hier in jedem zweiten Thread. Mich überfordern diese Regeln, Zusammensetzungen und Formeln hier total :d Hab entschlossen, im Herbst einfach Pferdemist aufs Beet zu knallen und aus die Maus.


    Ich hatte in Bio 5, Physik 5, Mathe 5 und Chemie 5 ... mir fehlt bei sowas einfach das Verständnis, bewundere aber alle hier, die das begreifen.

    (Ja, aus mir ist trotzdem was geworden! :grins: ... würde ich gerne mal meinen Lehrern sagen :mad:)
     
  • Ja ... und was genau nehmt Ihr da? Ich hatte mal Hornspäne, aber das hilft ja nicht sofort ... was wäre die schnell für die Pflanzen verfügbare Alternative zu Blaukorn?
    (Gegen das ich zunächst allerdings auch nicht wirklich was vorzubringen habe.)
     
    Es gibt im Gartencenter Organische Flüssigdünger zu kaufen , die erreichen die Wurzeln am schnellsten...
     
  • was wäre die schnell für die Pflanzen verfügbare Alternative zu Blaukorn?
    (Gegen das ich zunächst allerdings auch nicht wirklich was vorzubringen habe.)
    .
    Stina, schau mal, hier sind gute Infos in Sachen Blaukorn:
    http://www.gartendialog.de/gartenpflege/duengen/blaukorn.html
    Sehr interessant wird es ab dem Abschnitt Vor-und Nachteile von Blaukorn.
    Zitat aus o. g. Link:
    "Man baut doch Obst und Gemüse an, um sicher sein zu können, dass keine Chemie drin ist." Zitatende.
    Genau aus dem Grund habe ich einen Garten, Blaukorn kommt mir nicht da rein.
    Lieben Gruß
    Marianne
     
    Mein Gemüse bekommt beim Einpflanzen etwas Oscorna, Urgesteinsmehl und Hornspäne-Mischung ins Pflanzloch. Unterschiedlich dosiert, je nach dem wie hungrig die Pflanzen sind.

    Danach gibts nur noch Jauche (geruchlich abgemildert durch etwas Urgesteinsmehl) - je nach dem, was anfällt, aus Ackerschachtelhalmen, Brennesseln, und wenn mir da der Nachschub ausgeht, kommen Tomatengeize mit rein.

    Funktioniert ziemlich gut, aber aus Rücksicht gegenüber den Nachbarn und mir selbst mach ich das nur spätabends, wenn keiner mehr draußen sitzt oder bei schlechtem Wetter. Ist sonst schon ne ziemliche Zumutung.
     
  • hi, mit dem Dünger war ich letztes Jahr auch überfordert , ich versuchs mal leicht zu erklären .

    es gibt organischen Dünger und es gibt chemischen Dünger.

    Ich dünge chemisch , also mit Blaukorn ( Langzeitwirkung für den ganzen Sommer) und Flüssigdünger ( Kurzzeitwirkung, wirkt sofort )die Blumen , da es mir dort egal ist , ob es dort organischen Dünger gibt, da ich die nicht ESSEN will.

    In meinen Gemüsebeeten dünge ich mit organischen Dünger , Hornspäne ( Langzeitwirkung für den ganzen Sommer ) und Hornmehl ( Kurzzeitwirkung wirkt sofort ).

    Also Bsp. Tomaten :

    Beim Einpflanzen Hornspäne mit rein, Wirkung nach 6 Wochen und weiter und dann Hornspäne jede Woche einmal , sofortige Wirkung. Also eine Mischung !

    Bei Blumen z.B. Petunien , Blaudünger mit in die Erde beim Einpflanzen , wirkt dann den ganzen Sommer gleichmässig immer etwas ! vom Dünger und dann jede Woche Flüssigdünger ins Giesswasser, das wirkt dann sofort und sind Nährstoffe für sofort.

    Blaukorn = Hornspäne
    Flüssigdünger = Hornmehl

    dann kannst du noch Kompost aufwerfen oder Jauche , wenn magst. So mach ich es und es wächst alles toll .

    Also brauchste Blaudünger und Flüssigdünger für Blumen , Stauden etc.
    Hornspäne und Hornmehl für Gemüse. Da pass aber auf nicht , Gemüse werden in Starkzehrer , Schwach und Mittelzehrer eingeteilt . Bei Schwach und Mittelzehrer reicht Hornspäne , aber bei Kohl, Tomaten , Gurken machste jede Woche noct Hornmehl hinzu.

    Hoff ich habs einigermassen gut erklärt.

    Ich hab dann noch Rasendünger, extra für meinen Rasen, kannst da aber auch Blaudünger nehmen. Dann hab ich noch Beerendünger , dann lässt aber alle anderen Dnger bei diesesn Pflanzen weg. Dann hab ich noch Rosendünger und dann lässt auch alle weiteren Dünger weg.

    LG zuckertonne
     
  • ok, vielen dank. versteh ich glaub ich alles soweit.

    aber: alles was ihr an organischem dünger genannt habt (jauche, hornspäne, hornmehl), ist doch nur stickstoffdünger, oder? ich vermute mal, alles was nötig ist, bekommt man nur, wenn man kompost aufbringt, aber den hab ich nun mal noch nicht. und kann hier in der gegend auch keinen holen, da kein kompostwerk da ist.
    reicht denn stickstoff jetzt aus? ich les öfter, dass für die fruchtgemüse kali auch wichtig wäre?
     
    Nun, da stinkt's wenn die Landwirte fahren aber wesentlich mehr... ;)

    Ich wohne mitten in der Stadt, da fahren keine Landwirte... und die Nachbarn haben nur "Koniferen/Rasen-Gärten" mit höchstens ein paar Blühsträuchern, d.h. die wissen dann schon, wer bei uns die Stinkebrühe ausbringt ;) Aber dafür kriegen sie ja auch was ab, wenn wir zu viel ernten.

    Stina, stimmt, den Kompost hab ich unterschlagen. Der kommt bei mir auch mit ins Pflanzloch. Bei uns kann man bei den Abfallwirtschaftsbetrieben astreinen Kompost kaufen, der ist sehr gut und kostet lose (muss man halt stabile Tüten mitbringen) einen Bruchteil dessen, was die im Baumarkt dafür nehmen. Schau doch mal, ob es das bei dir auch gibt.
     
    @Christina
    Nochmal .....
    Wenn du keinen Kompost , Jauche oder sonstiges zur Verfügung hast , dann kaufe einen organischen Dünger .
    Es gibt zB von Oscorna , Neudorff , Combo und vielen anderen Anbietern .Am besten mal im Gartencenter anfragen .
    Genauso kann man Kompost abgepackt kaufen ;)

    @Zuckertonne
    Blaukorn hat nicht nur damit etwas zu tun ob du etwas essen willst oder nicht .
    Ständige Blaukornanwendung schädigt den Boden und das Leben darinnen , was Pflanzen auf Dauer auch nicht gut gut .
     
    Ein großer Vorteil ist zweifellos, dass man sehr gut dosieren kann und durch die schnelle Verfügbarkeit genau weis, wann der Stickstoffanteil im Dünger gänzlich von den Pflanzen genutzt wurde.

    Bei deinen Blattgemüsen (Salat, Kohl) kann man mit einem schnell wirksamen mineralischen Dünger sehr leicht sicher stellen, dass der Stickstoffdünger vollständig verbraucht und damit zum Erntezeitpunkt vollständig von der Pflanze verbaut und nicht als Nitrat gelagert wurde.

    Bei langsam wirkenden organischen Düngern kann man hingegen nur schwerlich verhindern, dass auch noch kurz vor der Ernte – bedingt durch die Feuchtigkeit und die Bodentemperaturen - erhebliche Mengen Stickstoff pflanzenverfügbar werden, welche die Pflanze dann als Nitrat in den Blättern zwischenlagert.

    was wäre die schnell für die Pflanzen verfügbare Alternative zu Blaukorn?


    Garkeine. Der einzige, ausschließlich schnell verfügbare käufliche Dünger wäre feines Hornmehl (fein zermahlene Tierhörner und Hufe). Zu dem müsstest du dann noch Phosphate (also Knochen-, Fleischmehl- oder Blutmehlgemische wie von Oscorna liebevoll beworben) hinzudosieren und noch für eine Kaliquelle sorgen, zB. Kalimagnesia.
    Da man aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht wild drauflos düngen sollte, müsstest du also mehrere Düngemittel kaufen und diese im ungefähr richtigen Verhältnis abwiegen.
    Merkst du, welchen großen Vorteil ein Blaukorn Dünger wie 15-3-20 hat, in dem das Verhältnis der Nährstoffe bereits an den Gemüsebau in (komposthaltiger) Gartenerde angepasst ist?
     
    @Stina
    Entscheiden musst du selber .
    Aber ich denke zur jetziger schnellen Hilfe geht sehr gut ein Flüssigdünger .
     
    Zuletzt bearbeitet:
    hi,
    klar gibt es schnell verfügbare organische Dünger, vorfermentierte! Z. B. Vinasse (N,K) Grieß oder Pellets auf Basis von Malzkeimen oder Mais (N,P,K) Pilzbiomasse oder ähnliches. Mineralisch aber auch im Bio Anbau bei Mangel erlaubt Patentkali (K,Mg,S). Kompost wirkt auch schnell (und langsam).Gemischt ergibt sich ein vollwertiger Dünger abgestimmt auf die jeweilige Kultur.
     
    Ein großer Vorteil ist zweifellos, dass man sehr gut dosieren kann und durch die schnelle Verfügbarkeit genau weis, wann der Stickstoffanteil im Dünger gänzlich von den Pflanzen genutzt wurde.

    Bei deinen Blattgemüsen (Salat, Kohl) kann man mit einem schnell wirksamen mineralischen Dünger sehr leicht sicher stellen, dass der Stickstoffdünger vollständig verbraucht und damit zum Erntezeitpunkt vollständig von der Pflanze verbaut und nicht als Nitrat gelagert wurde.

    Bei langsam wirkenden organischen Düngern kann man hingegen nur schwerlich verhindern, dass auch noch kurz vor der Ernte – bedingt durch die Feuchtigkeit und die Bodentemperaturen - erhebliche Mengen Stickstoff pflanzenverfügbar werden, welche die Pflanze dann als Nitrat in den Blättern zwischenlagert.




    Garkeine. Der einzige, ausschließlich schnell verfügbare käufliche Dünger wäre feines Hornmehl (fein zermahlene Tierhörner und Hufe). Zu dem müsstest du dann noch Phosphate (also Knochen-, Fleischmehl- oder Blutmehlgemische wie von Oscorna liebevoll beworben) hinzudosieren und noch für eine Kaliquelle sorgen, zB. Kalimagnesia.
    Da man aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht wild drauflos düngen sollte, müsstest du also mehrere Düngemittel kaufen und diese im ungefähr richtigen Verhältnis abwiegen.
    Merkst du, welchen großen Vorteil ein Blaukorn Dünger wie 15-3-20 hat, in dem das Verhältnis der Nährstoffe bereits an den Gemüsebau in (komposthaltiger) Gartenerde angepasst ist?


    Endlich mal ein vernünftiger Beitrag!

    Dieses naive Geschwätz von "organischen Dünger ist gut und chemischer Dünger ist schlecht" ist ja kaum zu ertragen. Natürlich braucht ein Boden ausreichend Humus, um langfristig ertragreich zu sein. Für kurzfristige Nährstoffdefizite sind organische Dünger aber weniger geeignet, weil organisch gebundener Stickstoff ja erstmal von Bodenbakterien nitrifiziert werden muss. Das kann je nach Bodentemperatur und Wasserversorgung schon einige Wochen oder gar Monate dauern. Das im Blaukorn oder Kalkammonsalpeter enthaltene Nitrat ist hingegen sofort pflanzenverfügbar, und man kann, wie Du ja selber schon geschrieben hat, sehr viel genauer dosieren.

    Zum Humusaufbau kann man zur Not auch etwas Grasschnitt nehmen oder nach der Ernte eine Gründüngung reinsäen, die dann über Winter abfriert und die aufgenommenen Nährstoffe an die nachfolgende Kultur abgibt. Oder man legt sich einen Komposter zu, in dem man seine organischen Abfälle kompostiert. Da fällt ja auch immer reichlich an.

    Ich käme aber nie auf die Idee, diese überteuerten Dünger von Compo, Neudorff, Oscorna oder was es sonst noch so auf dem Markt gibt, zu kaufen. Damit wird einfach nur den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen.

    Wenn ich mir die hier veröffentlichen Bilder so ansehe, habe ich auch nicht das Gefühl, dass es den Böden an Humus fehlt. In einer mineralischen Gartenerde mit ausreichender Kalkversorgung fühlen sich die meisten Gemüsearten sehr viel wohler als in reiner Humuserde mit einem viel zu niedrigen pH-Wert, wo sich Pilze ungestört vermehren können und Insekten ihre Eier legen.
     
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