Gemüsedünger?

Mineralische Dünger sind lediglich für die Pflanze wertvolle Salze, die man konzentriert hat.
Wurde bestimmt schon oft erwähnt, aber der Phosphor (mineralische) ist das Problem, Phosphate enthalten vergleichsweise hohe Mengen an z.B. Uran und anderen Schwermetallen. Daher ist jahrelange Düngung mit mineralischem Phosphor (variiert nach Ursprungsort in Schwermetallanteilen) tatsächlich eher giftig, die Versalzungsproblematik ist durch fehlende Humusanreicherung auch größer, daher auf ausreichende Humusbildung achten.
Liebe Grüsse
 
  • Das stimmt, Uran und Schwermetalle sind vermutlich mehr darin, als im Kompost. Bei Mist und Gülle bin ich nicht mal so sicher, in der Nahrungskette reichern sich die Schwermetalle auch an, d.h. im Mist sind schon viele der Schwermetalle drin, die das Tier mal gefressen hatte. Auch eine Art von Konzentration, wenn auch biologisch.

    In manchen Gegenden ist Uran im Trinkwasser, weil es eben im Gestein ist, durch das das Wasser fliesst. Auch wenn Uran sich so furchtbar nach Atombombe anhört, und für viele daher ein Killerargument gegen Mineraldünger zu sein scheint, es ist auch bloss Natur. Pechblende ist ein Uranmineral und wurde in Deutschland seit dem Mittelalter gefördert, d.h. in manchen Gebirgen ist es einfach mit dabei im Gestein.

    Aber es kommt auch auf die Menge an. Bei Blaukorn reicht oft schon ein paar Körnchen für eine Kübelpflanze, und auch die im Beet bekommen eher per Teelöffel dosiert als Kilogrammweise.

    Ich glaube, bei maßvoller Verwendung überwiegen die Vorteile. Humusbildung sollte man sowieso immer fördern, den Bodenlebewesen und auch den Pflanzen zuliebe. Bei mineralische Düngung eben noch mehr, weil weniger organisches Material mit der Düngung aufs Beet kommt.

    Der Lateiner sagte "uti, non abuti" - Gebrauchen, nicht Mißbrauchen. Ist wohl wie mit dem Hammer, mit dem man ein Haus zimmern und den Nachbarn erschlagen kann, oder dem Alkohol, der ein gepflegtes Glas Wein macht oder zum Komasaufen ausarten kann.

    Wichtig ist es, dass man weiss was man tut, welche Vor- und Nachteile das es hat. Und dann darf jeder selbst entscheiden. Mich stören nur pauschale Verurteilungen, z.B. weil "es Chemie ist" - das klingt für mich oft nicht nach einer informierten Entscheidung.

    PS: Phosphor ist sowieso ein interessantes Thema. Wenn wir Phosphor weiter so verbrauchen wie bisher (viel geht tatsächlicgh für das Düngen drauf), dann sind die bekannten Vorräte in etwa 40 Jahren alle. Und auch wenn man neue findet, dürften die Preise für Dünger steigen, und damit auch die Preise für Nahrungsmittel. Wenn man keine neuen Lagerstätten findet, dann haben wir ohne Phosphor zum düngen ein ernsthaftes Problem - nämlich eine Hungersnot weltweit.
     
    @Hajo
    Leider bleibt es bei den meisten Hobbygärtnern nicht bei der unschädlichen Menge , denn jeder muss das grösste und meiste Gemüse haben .

    Wäre es so unschädlich hätte man hier in den Gegenden um Basel , wie auch in unserem Verein nicht schon Gärten sperren müssen .
    Die einen waren unvermietbar wegen dem übermass an Blaukorn , die andeten vergiftet durch Pestizide ....

    Hätte man sich nicht im Ton vergriffen hätte ich demjenigen mitteilen können das auch ich in Notfällen wie bei der Anzucht Hakaphos verwende , im Garten aber versuche dem Boden nicht zuviel zu zumuten ....

    So , tschüss ich bin bei meinen Tomaten .
     
  • Ja, ich habe das auch mitbekommen, dass in einigen Kantonen Blaukorn ganz verboten wurde. Schade dass einige Leute so unvernünftig damit umgenagen sind - ein paar Threads weiter wird ein Alkoholverbot diskutiert, auch weil die Leute unvernünftig damit umgehen. Ich wills auch gar nicht zu sehr verteidigen.

    Schade, dass scheinbar nur per Verbot geht :(

    Gute Entspannung bei den Tomaten :) Ich denke ich werde mich in Kürze auch dem Garten widmen, das Wetter sieht heute gut dafür aus.
     
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