Allianz?
Ich war mal per GMAC (eine 100%ige Allianz-Tochter) versichert. Im Frankreichurlaub ist uns ein Franzose auf der Autobahn hinten drauf gefahren, Totalschaden (13.500€). Polizei war da, es wurde ein Unfallprotokoll ausgefüllt, auch mit der gegnerischen Autoversicherung alles abgeklärt, inkl. der Schuldfrage.
Wieder zurück in Deutschland drängte unsere Versicherung auf sofortige Regulierung des Schadens über unsere eigene Versicherung, man tischte uns Märchen auf, dass es in solchen Fällen locker mal 7 Jahre dauert, bis man von der Versicherung im Ausland Geld sähe, solange müssten wir die teure Reparatur ansonsten selber vorstrecken. Wenn dann, in 7 Jahren oder wann auch immer das Geld eingeht, könne man das ja dann verrechnen mit unserem ruinierten Schadensfreiheitsrabatt.
Bald darauf gab es wohl neue Statuten beim Versicherer, und wir waren fortan unbeliebte Kunden, die man gerne loswerden wollte. Erst kamen nach den neuen gesetzlichen Möglichkeiten Schreiben, die uns "anboten" selber einen günstigeren Versicherer zu suchen und problemlos zu wechseln, später wurde man deutlicher und meinte, dass man uns so wie bisher nicht mehr länger versichern könne, dass also der Vertrag geändert werden müsse, natürlich wurde es danach teurer.
Das Auto lief bis dato bezüglich Anmeldung und Versicherung auf meine Partnerin. Es kam zwischenzeitlich zur Trennung, danach einigten wir uns darauf, dass ich das Auto fortan übernehme und auf meinen Namen anmelde und logischerweise auch versichere. Genau das teilten wir unserem Versicherungsagenten, der zugleich auch der Autohändler war, mit. Es erfolgte die Ummeldung und ich bezahlte ab dann auch die Versicherung. Nach ein paar Jahren musste ich aber leider feststellen, dass es verpennt wurde, die Versicherung auch wirklich umzuschreiben, also wieder ein paar Jahre Schadensfreiheitsrabatt in den Wind geschrieben.
Inzwischen waren mehr als 7 Jahre vergangen, auf meine Anfrage, was denn mit der gegnerischen Autoversicherung aus Frankreich bzw. deren Zahlung wäre, meinte man nur, "Wieso? Sie haben sich doch bereit erklärt, für den Schaden selber aufzukommen, das haben wir der Versicherung dort auch so erklärt, da kommt nix mehr...".
Meine Naivität bestand darin, dem Geschwätz der Versicherungsvertreter zu glauben, anstatt sofort zur verbraucherzentrale zu gehen und zu fragen, ob dieses Vorgehen überhaupt rechtens ist.
Für mich steht jedenfalls fest, dass es bei mir nie wieder Allianz oder eine ihrer Tochterfirmen wird.
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Für mein jetziges Auto hatte ich ein sehr gutes Angebot von HUK vorliegen, da meinte mein Bruder, ich solle auf jeden Fall auch noch zur LVM, der Versicherungsvertreter sei ein guter Kumpel von ihm und er habe alle seine Firmenwagen dort angemeldet. Ich sprach also mit der LVM, sie meinten, dass sie bei dem Angebot auf jeden Fall mitgehen würden, also unterschrieb ich dort.
Später stellte ich fest, dass der Endpreis zwar stimmte, die ergänzenden Leistungen aber deutlich eingeschränkt waren - mal wieder selber Schuld, das Kleingedruckte nicht gelesen...
Inzwischen bekomme ich jährlich die Briefe des Versicherers, in denen er sich freut zusätzlich zum vergrößerten Schadensfreiheitsrabatt auch noch seine Preise gesenkt hat, ich also riesig spare. Leider zahle ich trotzdem stetig mehr, weil sich Regional- und Typklasen wieder dermaßen zu meinen Ungunsten geändert haben, dass alle Vergünstigungen davon wieder aufgefressen werden.