Winterschutz Hochbeet, Rosen, Töpfe - sinnvoll?

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02. Apr. 2011
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Ort
Oberbayern
Liebe Gartenfreunde,

ich wollte mal ein paar Meinungen von Euch zum Winterschutz bei Rosen und Pflanztöpfen hören und ein paar meiner eigenen Gedanken dafür schreiben:
  1. Winterhaube sinnvoll? Ja, da zumindest eisiger Wind abgehalten wird und Schutz vor Kahlfrösten. Ansonsten als Temperaturschutz unwirksam.
  2. Rosen anhäufeln: Wozu macht man das eigentlich? Der einzige Schutz ist vor kaltem Wind, Schnee und ggf. Kahlfrösten. Als Temperaturschutz unwirksam, da die Rose ja keine Wärme abgibt, die man damit besser „festhalten“ könnte.
  3. Einpacken von Pflanzkübeln mit Noppenfolie oder Kokosmatten: Bring das überhaupt irgendwas? Wenn es außen -10 Grad hat, dann hat es unter der Matte auch -10 Grad. Hier gibt es auch keinen Schutz zum Wärmeerhalt beim Wurzelballen, weil der ja auch keine Wärme abgibt. Lediglich eine minimale Zeitverzögerung, bis die Kälte durchgedrungen ist.
  4. Kältevlies beim Hochbeet: Ist es unter dem Vlies wirklich wärmer als außerhalb?
Unter diesen Aspekten stellt sich für mich schon die Frage, ob vor allem Punkte 3) und 4) irgendeinen Sinn ergeben oder ob das nur Geldmacherei ist und man sich das dann doch eher sparen könnte. Wie handhabt ihr das? Hab ich hier einen Denkfehler?

VG, Shantay
 
  • Mir ist nicht ganz klar, ob du beim Winterschutz von Rosen solche in Töpfen oder ausgepflanzte meinst´?
    Meine Rosen (40 ausgepflanzt, 2 in Töpfen) haben noch nie irgendeinen Schutz bekommen und angehäufelt hab ich auch nicht.
    Eingegangen ist mir nur eine Kletterrose nach 40 Jahren, das dürfte nicht an mangelndem Schutz gelegen haben.
     
    Mir ist nicht ganz klar, ob du beim Winterschutz von Rosen solche in Töpfen oder ausgepflanzte meinst´?
    Meine Rosen (40 ausgepflanzt, 2 in Töpfen) haben noch nie irgendeinen Schutz bekommen und angehäufelt hab ich auch nicht.
    Eingegangen ist mir nur eine Kletterrose nach 40 Jahren, das dürfte nicht an mangelndem Schutz gelegen haben.

    Sorry, Rosen ausgepflanzt UND in Töpfen, sowie auch andere Stauden in Töpfen. Ich wohne in Oberbayern, nähe Grenze zu Österreich, da kann es auch schon mal -20 Grad werden.

    VG, Shantay
     
  • Ja, hier auch - aber nicht sehr oft, -12 bis -15 sind im Winter aber durchaus normal, Schnee meist wenig im November/Anfang Dezember und mehr erst im Januar.
    Andere winterharte Stauden in Töpfen habe ich nicht, diesen Winter habe ich erstmals 2 Hostas im Topf überwintert. Die standen Nässegeschützt auf einer Außentreppe, ab Februar dann mit Topf in einem Blumenbeet, aber ansonsten ungeschützt - die Kälte war also kein Problem.
    Und dann hab ich noch Muskatellersalbeisämlinge vom letzten Sommer getopft wegen der Schnecken, die wurden auch wie die Hostas überwintert.

    Jetzt fällt mir gerade ein, meine Banksiae Lutea (Meraner Röschen) hab ich seit 2 Wintern - da wusste ich nicht, wie frostfest sie ist - die bekam einen Haufen Laub an die Füsse.
     
  • @Shantay ich glaube wir kommen aus der gleichen Ecke 😉
    Meine Rosen bekommen keinen Winterschutz.
    Wobei ich seit ein paar Jahren sehr mit den Spätfrösten hadere... die haben mich vor drei Jahren drei langjährige Lieblingsrosen gekostet. Da hätte ich vielleicht Ende Februar vor dem neuerlichen Wintereinbruch etwas Schutz anbringen sollen. Das werde ich in Zukunft, falls es schnell warm wird und dann nochmal über längere Zeit sehr kalt (nicht nur für 3-4 Tage) auf jeden Fall machen.
    Eine größere Gefahr speziell bei den Kübelrosen sehe ich im Austrocknen. (Noch vor dem neuen Austrieb.) Auf diese Weise hätte ich fast meine Schöne "For Your Eyes Only" (Profilbild) verloren. Habe es zum Glück vor ein paar Wochen gerade noch rechtzeitig gespannt und konnte sie retten
     
    Ich teile deinen Gedankengang, @Shantay , also, dass dieses ganze Vließ, Noppenfolie und Co eher Geldmacherei ist. Da die Pflanzen/das Hochbeet ja selbst keine Wärme abstrahlen, kann so ein Vließ nur den Wind etwas abhalten und das Auskühlen verzögern.

    Einen gewissen Sonnenschutz und damit Schutz vor Frostrissen kann so ein Vließ auch bilden - aber ansonsten glaube ich nicht, dass das Klima in so einem dichten Paket für die Pflanzen unglaublich gut ist, es dürften sich eher bei leichter Feuchtigkeit Pilze und Ungeziefer wohlfühlen.

    Ich sitze hier im milden Münsterland, aber auch mein Vater im Bergischen packt seine Pflanzen (von Rosen bis Lavendel) nicht ein. Wird es wirklich kalt, gibt es schonmal einen alten Zweig vom Weihnachtsbaum oder eine Handvoll Laub, um den heftigsten Wind abzufangen.

    Auf dem Balkon nutze ich Vließ maximal in den paar Tagen um die Eisheiligen, wenn ich meine Tomaten und Co zu früh draußen habe und die zwei kritisch-kalten Stunden der Nacht abfedern muss. Mit einer schlecht isolierten Hauswand im Rücken reicht das allen wärmeliebenden Gewächsen.
     
  • Ich danke Euch allen schon mal sehr für Eure Ausführungen :) . Ich habe Kistenweise Kokosmatten zuhause und bin jetzt gerade am Ausmisten und Entsorgen und ich denke, das geht auch gleich alles mit.

    @Taxus Baccata ja, bei den Spätfrösten - vor allem, wenn schon frischer Austrieb da ist - ist es immer blöd. Und meine Kübelrosen bekommen in der Regel einfach eine Haube, genauso wie die Stammrose, das ist ja alles schnell drüber gezogen. Ich hab auch ein paar Trockenschäden, aber nicht so dolle. Meine Kordes Bad Birnbach ist jedenfalls den Engerlingen zum Opfer gefallen :mad:.

    Aber ich hab auch immer alles in den Töpfen und Kübeln wie Funkien, Heuchera, Clematis mit Kokosmatten eingepackt und irgendwie hatte ich jetzt das Gefühl "zwar gut gemeint aber dennoch sinnlos....".

    VG, Shantay
     
    Ich danke Euch allen schon mal sehr für Eure Ausführungen :) . Ich habe Kistenweise Kokosmatten zuhause und bin jetzt gerade am Ausmisten und Entsorgen und ich denke, das geht auch gleich alles mit.
    Hi zusammen,
    Habe im Februar angefangen Kokosmatten zu kaufen.
    Nachdem in vergangenen Jahren immermal wieder Clematis, Rhodos und manche Staude in Kübeln durch Vögel beschädigt oder sogar zerstört (Clematis) wurden, habe ich Kokosmatten passgerecht auf die Wurzelflächen in den Kübel platziert.
    Hindert tatsächlich die Vögel in der nahrungsarmen Zeit, auf der Suche nach Engerlingen und Puppen, alles umzupflügen.
     
    Ich hatte die Erfahrung gemacht, dass mir irgendwelche Rabenvögel (Krähen) die Kokosmatten regelrecht zerfleddert haben, um es als Nistmaterial zu gebrauchen. Seitdem hänge ich immer extra kleine Stücke davon in einen Baum. Wird von Meisen und anderen gerne angenommen.
     
  • Ich bekomme immer Schafwolle von einer Freundin. Die nehme ich ja für meine Tomatentöpfe als Dünger. Weiche sie vorher in EM-Wasser ein und tu sie in die Erde mit rein.
    Nehme immer einen Bauschen davon und hänge sie an ein hohes Eisengestell für die Vögel auf. Sie holen sich da Material davon für ihre Nester. Wenn ich im zeitigen Frühling die Vogelnester ausputze finde ich immer die Schafwolle in den Nestern. Die wird sehr gut angenommen, das freut mich.
     
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