Wie heißt dieser Kaktus?

  • Dankeschön allerseits, ich habe ein paar abkratzen können, habe aber auch gleich ein paar Blätter abgenommen. Der gelbe Belag macht mir noch ein wenig Sorgen, der ist nicht so leicht ab zu kratzen.
     
  • Hallo Jörg,
    ja, das ist die selbe Pflanze 😃.
    …wie die Zeit verfliegt… leider hat sie noch nie geblüht, aber vielleicht müsste ich sie dazu mal umtopfen oder zumindest düngen 🤷‍♂️
     
    Das überrascht mich ehrlich gesagt sehr, dass Du sie so lange am Leben erhältst, obwohl Du konsequent den Neutrieb entfernst.

    Nun habe ich gesehen, dass Du im Mai 20 auf einige Fragen keine Antwort bekommen hast. Ich hole das mal nach, auch, wenn Du die Antworten bereits anderweitig erhalten hast.

    Wollläuse und Schildläuse entstehen an Kakteen oft bei zu warmer Überwinterung. Wandern die Pflanzen dann nach draußen, verschwinden die Tiere teilweise oder man muss etwas nachhelfen. Besser wäre natürlich, wenn sie sich erst gar nicht etablieren.

    Du brauchst sie drau0en nicht regengeschützt aufstellen.
    Ganz wichtig ist aber, dass Wasser schnell und problemlos abfließen kann. Es sollten also genügend Abzugslöcher im Topf sein und den Topf besser nicht in einen Übertopf stellen.

    Eigentlich sollte die Opuntie bereits blühfähig sein.
    Dazu braucht sie aber eine kalte Überwinterung. Gleichzeitige Trockenheit fördert die Blütenbildung normalerweise. Wie tief die Temperaturen bei Deiner Art sein dürfen, kann ich im Moment nicht sagen.

    Durch die neuen Triebe wächst die Pflanze, auch in die Höhe. Ob das regelmäßige Entfernen der Triebe die Blütenbildung verhindert, kann ich nicht ausschließen. Die Blüten bilden sich bei vielen Opuntien zusammen mit den neuen Trieben im Frühjahr.

    Der gelbe Belag, der nicht so leicht abzukratzen ist, kann der Beginn der "Verkorkung" sein, die bei älteren Opuntien-Trieben normal ist. Man sieht das bereits am Wurzelhals Deiner Pflanze.
    Schildläuse sind jedenfalls leicht mit dem Fingernagel zu entfernen. Den gelben Belag würde ich weiter beobachten, aber nicht mit Gewalt entfernen.

    Zusammengefasst würde ich die Pflanze wenigstens bis zum erste Nachtfrost draußen lassen und dann nahezu trocken und hell bei knapp über 0° C überwintern. Wenn die Art genauer bekannt ist (O. engelmannii könnte hinkommen), kann sie ggfs. auch ganz draußen bleiben.
     
  • Hallo Jörg, wieder einmal herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort!

    Die Opuntie steht seit einigen Jahren komplett draußen. Im Sommer lasse ich sie auch im Regen stehen. Im vergangenen Jahr ist es aber leider passiert, dass sie ein paar Wochen im wassergefüllten Topf stand.
    Diesen Winter gab es zusätzlich einen Standortwechsel. Von der Hausterrasse hin zum Gartenhaus, wo sie ebenfalls regengeschützt, aber weniger sonnig gestanden hat.

    Ich werde dann einen wasserdurchlässigen Topf besorgen! Neue Erde und Dünger braucht sie nicht?

    Danke!
     
    Dann hast Du die Winterhärte ja bereits herausgefunden. (y)

    Im vergangenen Jahr ist es aber leider passiert, dass sie ein paar Wochen im wassergefüllten Topf stand.
    Da hast Du aber Glück gehabt, dass sie das überlebt hat. ;)

    Frisches Substrat ist sicher von Vorteil, ein etwas größerer Topf evt. auch. Du könntest ihn ja kaufen und beim Umtopfen entscheiden, ob er nötig ist.
    Beim Pflanzsubstrat möchte ich Dir wenigstens Kakteenerde empfehlen. Sie ist zwar nicht so optimal wie mineralisches Substrat, aber besser als normale Blumenerde. Aber das weißt Du vielleicht.

    Wäre noch zu klären, warum die Opuntia trotz kalter Überwinterung nicht blüht.
    Du kannst Dich nicht dazu durchringen, den jährlichen Neutrieb wachsen zu lassen ?
     
    Nochmals Danke, Jörg!
    Ich schaue mal nach mineralischem Substrat oder kann ich das aktuelle Substrat mit Dünger pimpen?

    Tatsächlich finde ich die kreisrunde Form des untersten Blattes alleinstehend sehr schön, aber in den letzten 3 Jahren habe ich die Glieder mal wachsen lassen, eben um zu schauen, ob sie dann blüht. Irgendwelche Tiere haben auch an einzelnen Blättern geknabbert, sodass ich diese dann auch abgeschnitten habe. Und jetzt eben der Schildlausbefall...

    Vielleicht ein guter Moment für einen Neustart :-)
     
    Gerne geissbock, es macht Spaß, mit Dir zu fachsimpeln. :D

    Das alte Substrat mit Dünger zu "pimpen", ist prinzipiell eine gewisse Zeit lang möglich.
    Allerdings dürfte das Substrat im Verkaufstopf zu einem Großteil aus Humus bestehen, der sich im Laufe der Zeit zersetzt und dann immer weniger für ein gesundes Kakteenwachstum geeignet ist.

    Die Blüten erscheinen bei Opuntien oft an den im Vorjahr gebildeten Trieben.
    Angehängt ein Beispiel einer winterharten Opuntia howeyi.


    Opuntia howeyi.webp
     
  • Auf jeden Fall macht es natürlich absolut Sinn, sich das aktuelle Substrat mal anzuschauen und ganz oder teilweise auszutauschen. Ich suche mal nach alten Bauhandschuhen, die den Stacheln gewachsen sind und werde dann eine neue Mischung unterarbeiten. Ein dezenter Einsatz von meinem Wurm-Tee trägt dann ja vielleicht auch noch etwas zum Blüherfolg bei.

    Nochmals Danke :-)
     
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