Das überrascht mich ehrlich gesagt sehr, dass Du sie so lange am Leben erhältst, obwohl Du konsequent den Neutrieb entfernst.
Nun habe ich gesehen, dass Du im Mai 20 auf einige Fragen keine Antwort bekommen hast. Ich hole das mal nach, auch, wenn Du die Antworten bereits anderweitig erhalten hast.
Wollläuse und Schildläuse entstehen an Kakteen oft bei zu warmer Überwinterung. Wandern die Pflanzen dann nach draußen, verschwinden die Tiere teilweise oder man muss etwas nachhelfen. Besser wäre natürlich, wenn sie sich erst gar nicht etablieren.
Du brauchst sie drau0en nicht regengeschützt aufstellen.
Ganz wichtig ist aber, dass Wasser schnell und problemlos abfließen kann. Es sollten also genügend Abzugslöcher im Topf sein und den Topf besser nicht in einen Übertopf stellen.
Eigentlich sollte die Opuntie bereits blühfähig sein.
Dazu braucht sie aber eine kalte Überwinterung. Gleichzeitige Trockenheit fördert die Blütenbildung normalerweise. Wie tief die Temperaturen bei Deiner Art sein dürfen, kann ich im Moment nicht sagen.
Durch die neuen Triebe wächst die Pflanze, auch in die Höhe. Ob das regelmäßige Entfernen der Triebe die Blütenbildung verhindert, kann ich nicht ausschließen. Die Blüten bilden sich bei vielen Opuntien zusammen mit den neuen Trieben im Frühjahr.
Der gelbe Belag, der nicht so leicht abzukratzen ist, kann der Beginn der "Verkorkung" sein, die bei älteren Opuntien-Trieben normal ist. Man sieht das bereits am Wurzelhals Deiner Pflanze.
Schildläuse sind jedenfalls leicht mit dem Fingernagel zu entfernen. Den gelben Belag würde ich weiter beobachten, aber nicht mit Gewalt entfernen.
Zusammengefasst würde ich die Pflanze wenigstens bis zum erste Nachtfrost draußen lassen und dann nahezu trocken und hell bei knapp über 0° C überwintern. Wenn die Art genauer bekannt ist (O. engelmannii könnte hinkommen), kann sie ggfs. auch ganz draußen bleiben.