Ich glaube, die Begrifflichkeiten "Rasen" und "Wiese" werden hier oft durcheinander gebracht.
Ein Rasen bezeichnet eine Vegetationsdecke aus Gräsern, die durch Wurzeln und Ausläufer mit der Tragschicht verbunden ist und nicht landwirtschaftlich genutzt wird. Es sind künstlich angelegte Flächen zu Repräsentationszwecken und/oder für die Freizeitgestaltung, wie Sport und Spiel. Es wird hier gewollt auf Nutzgräser verzichtet. Ziel des Rasens ist eine hohe Dichte, eine große Gleichförmigkeit, eine Feinblättrigkeit und eine Schnittglätte. Es wird also alles dafür getan, eine in sich geschlossene, aus der Rasenmischung hervorgehende, homogene Fläche zu erzeugen.
Bei der Wiese hingegen handelt es sich um landwirtschaftliches Grünland das im Gegensatz zum Rasen als reines Zweckland gesehen wird und daher aus Grassorten besteht, die schnell wachsen und bestenfalls anspruchs- und pfegeaufwandlos sind. Dabei besteht der Unterschied zur Weide, dass die Wiese nicht durch das Abgrasen durch Nutzvieh, sondern nur durch Abmähen zur Erzeugung von Heu gebraucht wird. Daher ist es vollkommen egal, ob oben genannten Merkmale eines Rasens zutreffen. Reines Nutzland.
Daher wächst auf Deiner Wiese vermutlich auch Giersch feiveline.