Als Historikerin tu ich mich hier doch etwas schwer. In meinem Studium - schon lange her - wurde mir/uns vor allem vermittelt: Geschichte studieren ist wichtig, um aus der Geschichte zu lernen, was bedeutet: Schreckliches zu verhindern. Aber gerade am Beispiel Japan und dem Umgang mit der Atomkraft zweifle ich an dieser Prämisse. Ganz simpel auf den Nenner gebracht: Wie kann ein Volk, das so schreckliche Erfahrungen mit den Auswirkungen der Atombombe gemacht hat, so voll auf Atomkraft zur Energieversorgung setzen - um all ihre Gefahren wissend? (Ich weiß Bescheid um die Rohstofflage Japans!!)
Hab heut irgendwie mitbekommen, dass sich unter Fukushima Erdspalten aufgetan hätten und Kommentare dazu: dann ist das Problem ja gelöst, wenn alles in die Tiefe abrutscht.
[OT: Das gleiche Problem beschäftigt mich übrigens bei Israel (Palästina)!]
maryrose