Unabhängige Wandertour?

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Irgendwo in Deutschland
Hallo zusammen!

Mein Freund und ich möchten dieses Jahr gerne eine Wandertour machen (durch den Harz z.b.). Also 3-5 Tage von Etappe zu Etappe. Leider habe ich den Eindruck, dass es keine unabhängigen Wandertouren gibt?!
Alles, was ich finde, sind Touren, wo die Etappen vorgegeben sind, die man am Tag zu bewältigen hat. Das ganze läuft dann über einen Pauschalpreis, wo die übernachtungen enthalten sind. Teilweise sind diese Etappen dann auch ziemlich kurz (12-15km) und man ist dann aber leider festgelegt und kann nicht weiter, sondern muss in dem "Wanderrhythmus" bleiben.
Ich habe mir das eigentlich eher als kleines "Abenteuer" vorgestellt. Man reist mit dem Zug oder Auto an, macht sich auf den Weg und sieht dann, wo man eine Übernachtungsmöglichkeit findet (dachte an sowas wie Jugendherbergen).
Ist sowas heutzutage noch möglich? Und wenn ja, wie und wo?



Liebe Grüße, Nimmersatt:o
 
  • Saar-Hunsrück-Steig

    Wo Du übernachtest, ob Du die vorgeschlagenen Etappen einhältst, bleibt ja Dir überlassen. Außerhalb der Hauptferienzeiten bekommt man an der Strecke eigentlich immer eine Pension/Hotel ohne Reservierung. Jugendherbergen gibt es dort allerdings nicht so viele.
     
  • Thale, Wernigerode, Schierke und Quedlinburg haben Jugendherbergen im ehemaligen Osten. Den westlichen Teil des Harzes kenne ich leider nicht.
    Aber es gibt auch viele Pensionen und Gasthäuser, die Unterkunft anbieten, natürlich außer den Hotels.
    Aber Strecken von 15km im Harz die haben es mitunter auch in sich. Schließlich geht es bergauf und bergab und verweilen und schauen möchte man ja auch. Schließlich ist man ja nicht auf der Flucht.:confused:
     
  • Hallo!

    So ganz ohne Planung würde ich nicht drauf losmaschieren........es sei denn, du übernachtest im Wald in einem Zelt.(Habe ich selber schon in Schweden gemacht:grins:, da ist so etwas erlaubt.)
    In den Jugendherbergen muß man häufig vorher buchen und die Anreisezeit angeben, so das man doch wieder an Zeiten gebunden ist.
    In Hotels und Pensionen findest du warscheinlich immer ein freies Zimmer, besonders in der Nebensaison.
    Ich würde gerne dort einmal wandern http://www.eifelsteig.de/

    LG Luise
     
    http://www.fernwege.de/d/hermannsweg/etappen/index.html

    es gibt gar nicht so wahnsinnig viele Hotels auf dem Hermannsweg im Teutoburger Wald. Er ist eine Wanderung auf jeden Fall wert. Hat von Anfang bis Ende ca. 140km und 4300hm durch das stetige auf und ab. Man läuft größtenteils über "Singletrails" (ich habe die Wanderung mit dem MTB gemacht). Ich würde im Vorfeld die paar Hotels die in Frage kommen anrufen und nachfragen, ob ein Zimmer frei ist...am Ende des Tages schaut man halt, wo das nächstgelegene Hotel/Pension ist und schlägt zu.
    Die von mir verlinkte Seite enthält noch mehr Fernwanderwege, die sich sicherlich genau so bewandern lassen.

    Im Harz würde ich die östliche Seite bevorzugen. Standort Ilsenburg als Start...man wandert dort allerdings größtenteils auf "Forstautobahnen"

    Viel Spaß - und berichte, wie Du es nun anstellen wirst! Sabine
     
  • Ich habe die Tour vom Harzer Hexenstieg (ab Wenigerode) jetzt auch entdeckt und auf der Route gibt es tatsächlich sehr viele Pensionen und Herbergen. Und mit nem "bummelzug" gehts dann sogar zurück nach Wenigerode ;)
    Das ganze müsste man dann noch finanziell genauer abchecken. Ich bin Studentin, er Azubi, dicke haben wir es also lange nicht;)
    Aber vielleicht lassen wir uns ja auch von einer Route außerhalb des Harzes begeistern.
    Zeitraum wäre vermutlich irgendwann im August bis Anfang September.
     
    Ich werfe dann mal den Hermannsweg, über den Höhenzug des Teutoburger Waldes, ins Rennen. Haben wir schon mehrmals als Mountainbiketour gemacht, auch mal im Winter mit Schnee, ist aber natürlich eigentlich eine Wanderstrecke.

    Jugendherbergen gibt es entlang der Strecke in Tecklenburg, Bielefeld, Oerlinghausen, Detmold und Horn - Bad Meinberg, von dort Rückfahrt mit der Westfalenbahn zum Ausgangspunkt Hörstel möglich, ansonsten überall auch günstige Pensionen, die sich teilweise dezidiert an Wanderer richten.

    Harz ist natürlich auch wunderbar, hier gibt es abseits der Wanderermassenpisten zum Brocken und einer Handvoll anderer Ziele riesig viel zu entdecken, erstaunlicherweise trifft man dort selbst an sommerlichen Wochenenden oft stundenlang keine Menschenseele.
     
    Je nachdem, wie weit Eure evtl. Anfahrt wäre, kann ich auch Eifel/Hohes Venn unbedingt empfehlen.

    Der Fernwanderweg Eifelsteig bietet vor allem in seinem Kernbereich (Nationalpark Eifel / Vulkaneifel) auf weiten Strecken auch Wildnis- bzw. Abenteuerfeeling. Ich empfehle, sich nicht immer sklavisch an die Streckenvorgabe zu halten, sondern je nach Interesse auch kleinere Abstecher zu interessanten Zielen in der Nähe zu machen.

    Infos, um auf den Geschmack zu kommen, z.B. hier:
    http://www.naturpark-hohesvenn-eifel.de/
    http://www.nationalpark-eifel.de/
    http://www.eifelsteig.de/
    http://www.mullerthal-trail.lu/

    Als Ergänzung oder Variante bietet sich auch die Einbeziehung des Hohen Venns im deutschsprachigen Teil Belgiens an, ein riesiges urtümliches Wald- und Hochmoorgebiet. Statt den Eifelsteig in Aachen zu starten, würde ich empfehlen, von Eupen, kurz hinter Aachen durchs belgische Hohe Venn zu wanderen, hier sind Haus Ternell und Naturschutzzentrum Botrange evtl. Orientierungspunkte. Über Kalterherberg und Monschau stößt man dann auf den "offiziellen" Eifelsteig. Statt des letzten Abschnitts bis Trier empfehle ich, ab Kloster Himmerod nach Westen Richtung Bitburg bzw. weiter nach Luxemburg zu wandern. Grenzübergang wäre dann Bollendorf (JH). Dann eine einzigartige Tagesetappe durch die sogenannte Luxemburgische Schweiz bis zur JH nach Beaufort oder Echternach.

    Ach, was erzähle ich überhaupt…

    Der Weg ist das Ziel!
     
  • Eine unabhängige Wandertour?

    Das geht schon, aber unabhängig bedeutet eben sich auf das Abenteuer einzulassen. Da kann man nichts vorausbuchen. Eine Karte, Kompass,Rucksack, Schlafsack, Biwaksack, Isomatte, Kocher mit Minimalküchenausrüstung, Klamoten und Verpflegung und los gehts.
    Wenn man Glück hat findet man am Abend ein Quartier, wenn nicht dann bleibt einem nur das wilde Übernachten im Wald oder Schutzhütten. Das ist zwar in Deutschland nicht erlaubt, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen das es meist geduldet wird. Natürlich sollte man sich dementsprechend verhalten, also kein Feuer anmachen, keine verbotenen Gebiete betreten (Nationalpark), Camp erst kurz vor der Dunkelheit einrichten und bei "wilden" Übernachtungen im Wald "Deckung" suchen. Allerdings hat man bei letzteren meist eine unruhige Nacht, deshalb sind feste Übernachtungsmöglichkeiten wie Pensionen, Hotels und Campingplätze vorzuziehen. Da ist man auch auf der sicheren Seite.

    LG Blitz
     
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