Trauermücken im Hochbeet - wie am besten bekämpfen?

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Oberbayern
Hallo liebe Gartler,

ich hab grad festgestellt, daß ich Trauermücken im Hoochbeet mit meinen Kräutern und Salat habe. Soll bzw. muß ich sie bekämpfen oder erledigt sich das von alleine, wenn es wärmer wird? Und wenn bekämpfen, mit was am besten?

Danke und LG, Shantay
 
  • Übers warme Wetter freuen sich Trauermücken ungemein. In der Regel sind sie
    ungefährlich, nur in wirklich Massen leiden die Pflanzen. Einfach gezielter gießen
    und die Kulturfläche an sich trockener halten. Denn Trockenheit mögen die
    Trauermücken nun garnicht.
    Wenn das Beet unbestellt, also leer ist, richtig schön antrocknen lassen.
    Achja, hohe organische Masse in der Erde fördert den Trauermückenbefall.
     
    Hallo liebe Gartler,

    ich hab grad festgestellt, daß ich Trauermücken im Hoochbeet mit meinen Kräutern und Salat habe. Soll bzw. muß ich sie bekämpfen oder erledigt sich das von alleine, wenn es wärmer wird? Und wenn bekämpfen, mit was am besten?

    Danke und LG, Shantay
    Die machen draußen nichts. Ich bin da generell etwas entspannter als andere. Ich habe auch immer in der Anzucht welche. Mir ist noch nie irgendwas kaputt gegangen.
     
  • Im organischen Substrat ist es zwar üblicher diese vorzufinden, aber mir ist es letztes Jahr gelungen diese Viecher in ausschließlich minerlischen Substrat mit Lavendel und Rosmarin zu bekommen.
    Das ist wirklich massiv gewesen. Als der Topf während der warmen Monate auf dem Balkon stand ist das nicht so sehr aufgefallen. Als der aber Richtung Herbst reingeholt wurde, gings erst richtig los.
    Von Innen waren die Fenster _jeden Tag_ voll von denen. Auch sonst flogen die innerhalb der Zimmer herum.
    Jeden Tag aufs Neue, egal wie viele man davon erledigt hat.
    Einstellige Temperaturen wie im Winter im Treppenhaus haben kein eliminierenden Effekt gehabt.
    Wurde der Topf wieder normalen Temperaturen ausgesetzt ging es nach und nach aus dem Boden von vorne los.
    Eine Vollkatastrophe die ich so nicht nochmal erleben möchte.
    Das Problem an der Sache ist, die Generation der Erwachsenen die da Tag täglich herumfliegt, legt die Saat in den Boden woraus sich in Endlosschleife neue Larven bilden und dann schnell austreiben.
    Kälte verlangsamt den Prozess zwar etwas, bereinigt ihn aber nicht.
    Du kannst mit einer Kombination aus sog. Gelbstickern + Gießmittel arbeiten. Hersteller sind bspw. Neudorff und Substral. Bezugsquellen bspw. dein lokaler Bauhaus oder Hornbach.
    Ich würde mich aber vorher informieren, ob empfindliche Pflanzen möglicherweise Schäden vom Gießmittelzusatz bekommen könnten.
    Bei Pflanzen die ausschließlich draußen stehen, nunja das kann man so oder so sehen.
    Die Frage ist wie man dazu steht, dass logischerweise auch benachbarte Pflanzen davon kontaminiert werden.
    Würde man bspw. einen Topfbefall mit organischen Substrat haben, und auch nur Ansatzweise ein Umtopfen der Pflanzen mit kontaminierten Substrat, oder Wurzelwerk vollziehen, nimmt man die Larven mit.
    Weniger gießen in der Hoffnung dass die schon irgendwie sterben ist ein Trugschluss.
    Deine Pflanzen vertrocknen schon viel früher.
    Im kontaminierten Boden halten sich die Larven auch mit ein Quentchen Rest Feuchtigkeit, und der Kreislauf beginnt wieder massiv von vorne sobald wieder mehr Feuchtigkeit da ist.
    Beim Austopfen kann man auch sehr schön sehen dass sich die Larven auch gerne in der Nähe des Wurzelballens wo es länger feucht ist, konzentrieren.
    Organisches Substrat würde ich komplett wegschmeissen, alles so gut wie möglich von alter Erde befreien, und das Wurzelwerk gründlich spülen, mit Tuch abtrocknen und prüfen.
    Bei mineralischen Substrat habe ich herausgefunden, dass es gesichert wiederverwertbar ist, isf. das Substrat bei 250°C für 1-2h in den Ofen gelegt wird, bis auch das letzte Quentchen Feuchtigkeit raus ist.
    Umso feuchter das mineralische Substrat desto länger. Es muss am Ende steif trocken ohne Restfeuchtigkeit aus dem Ofen kommen.
    Damit werden alle Larven abgetötet und treiben def. nicht wieder aus.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Wenn das Beet unbestellt, also leer ist, richtig schön antrocknen lassen.

    Das ist auch meine Erfahrung.

    Trockenheit, auch episodisch, wirkt bei mir auch in Töpfen und Kübeln, die ja auch ab und zu gewässert werden müssen, um die Pflanzen am Leben zu erhalten.

    Ich habe auch im Winter in der Wohnung keine Trauermücken. Wenn überhaupt selten mal in den Aussaaten, weil die gleichmäßiger feucht gehalten werden müssen. Nach dem Auspflanzen verschwinden die Mücken in kurzer Zeit.
     
    Danke Euch! Mein Beet ist frisch bepflanzt mit lauter Jungpflanzen (Salat und Kräuter). Mit Chemie möchte ich dort nicht arbeiten, ich habe mir Nematoden gegen Trauermücken bestellt. Hab damit ganz gute Erfahrungen gemacht bei der Bekämpfung vom Dickmaulrüssler.

    VG, Shantay
     
  • Ich hatte einmal im Topf meiner Palme Trauermücken, als die Kollegen es zu gut gemeint haben in Gießvertretung. Habe gelbtaffeln eingesteckt. Dick Sand in den Untersetzer, dick Sand auf die Erdoberfläche. Gießen eingestellt.
    Nach ein paar Wochen war der Spuk vorbei.
     
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