Tomaten sehen nicht gut aus

Vielleicht spielt auch die Nährstoffversorgung eine Rolle.
Sie spielt eine entscheidende Rolle. Bei mir hat in diesem Jahr unter demselben Kunstlicht in stärker gedüngter Erde nicht eine einzige Pflanze Ödem bekommen.
Dafür haben zwei Pflanzen im GWH - die einzigen, die in viel zu kleinen Töpfen stehen und mangelernährt sind - welche. Sonst keine Pflanze.
MarcVillet konnte diesen Effekt letztes Jahr auch beobachten. Er war dabei seine gesamte Anzucht zu verlieren. Setzte auf meinen Rat alles in Floragard um - und alle Pflanzen erhalten sich schnell. (Es muss natürlich nicht Floragard sein. Das ist nur eine der Erden mit der besten Düngung, die ich selbst gerne als Notfallerde verwende. Grundsätzlich tut es auch jede andere gut gedüngte Erde oder jeder gute Dünger, klar.)
 
  • Ich hatte gelesen, ass Ödeme mit Wasserüberschuss in den Blättern zu tun haben sollen.

    Das könnte z.B. dann sein, wenn die Wurzeln recht warm sind und die Bläter von hoher Luftfeuchte oder kühlen Temperauren umgeben sind, so dass die Pflanze das Wasser weder über Guttation noch Verdunstung los wird.

    ???

    Das hier sieht mir eher nach Wassermangel in den Blättern aus. Vom ersten Eindruck her hätte ich auf einen Hitzeschaden getippt, aber das passt nicht zur Beschreibung.
     
    Ich hatte gelesen, ass Ödeme mit Wasserüberschuss in den Blättern zu tun haben sollen.
    Ich denke dass diese unausgeglichene Wasserversorgung in erster Linie mit physiologischen Nährstoffungleichgewichten + Licht + Temperatur zusammenhängt. Gut gedüngt kann ich meine beleuchten und gießen wie ich will - keinerlei Ödeme. Nährstoffmangel (nicht nur aber besonders unter Kunstlicht) + unausgewogenes Gießen - sofort Ödembildung.
     
  • Ich glaube da muss noch ein bisschen mehr dran sein. Auch sortenspezifische Anfälligkeiten konnte ich dieses Jahr beobachten. Die Dancing Green Fingers hat durch die Bank bei allen kleinen Pflänzchen Ödeme entwickelt nach dem pikieren. Alle in eben der Erde die du auch nutzt @Taxus Baccata, an verschiedenen Stellen aufgestellt aber alle unter Kunstlicht. Den Nachzügler hatte ich dann ans Fenster ohne Zusatzbeleuchtung gestellt. Der hat keine Ödeme entwickelt.
     
  • Das ist komisch, @panthera. Ich beobachte das jetzt seit einigen Jahren mit etlichen Sorten und auch verschiedensten Lampen... und verschiedenen Substraten.
    Wobei ich denke - wenn es mit der Flüssigkeit/Feuchtigkeit/Beleuchtung arg falsch läuft, mag sein dass das dann als Ursache ausreicht. Bei mir tut es das definitiv nicht... ich gieße jetzt so wie immer. Das ging mit schwach gedüngter Erde aber bei einigen Sorten ziemlich schief.
    Sicher sind mehrere Parameter beteiligt. Aber wenn der Rahmen grob passt, kommt ein einzelner nicht ganz so zum Tragen.
     
    Gewässert habe ich ja größtenteils über die Untersetzer, also haben alle anderen auf dem gleichen Untersetzer das gleiche Wasser bekommen und die anderen Sorten haben größtenteils nichts.
    Bei der Gold Nugget hatte ich nur 2 Setzlinge deswegen fand ich die nicht repräsentativ aber bei der Dancing Green Fingers waren es 6? oder so, also schon auffällig.
     
  • Der Teilnehmer sollte vielleicht noch mehr Bilder einstellen zur weiteren Diagnostik. So bleibt alles spekulativ. Obwohl ich meine, dass auf dem ersten Bild die typischen Pusteln zu sehen sind.
     
    Mehr Bilder wären auf jeden Fall hilfreich! 👍

    @panthera es stimmt auf jeden Fall, dass verschiedene Sorten verschieden anfällig sind/unterschiedliche Bedürfnisse haben.
    Vielleicht gilt das ja sogar für die Parameter Nährstoffe/Wasser/Licht - ich habe ja viel bei den russischen Sorten gestöbert. Und die Russen nehmen es mit dem Hobby-Gartenbau sehr viel genauer als die Deutschen - man findet da viel mehr und detailliertere Infos (auch Fachinformationen) zu sämtlichen Sorten.
    Habe da auch von Sorten gelesen, die mit besonders wenig Licht auskommen - andere kommen mit besonders wenig Wärme aus... Manche vielleicht sogar besser mit weniger Nährstoffen. Die Genetik spielt da ganz sicher eine große Rolle.
     
    Ne, die sind seit mehreren Wochen in Tomatenerde. Nach der Anzucht (17.03.) in Anzuchterde hab ich die dann in Töpfe mit Tomatenerde gestellt (10.04.).
    Bis vor wenigen Tagen im Haus unter Pflanzlampen bei etwa 18 Grad gehalten.
    Die komischen Blätter sind schon drinnen entstanden.
    Anzuchterde ist nährstoffarm, das passt für Kräuter und Salat, um zuviel Nitrat im Gemüse zu vermeiden. Tomaten brauchen eher von Anfang an genug Nährstoffe. Das würde anfänglich gelbliche Blätter erklären. Aber das sollte sich durch das Umtopfen in nährstoffreiche Erde eigentlich erholen.

    Genug Licht ist da, nicht zu kalt, nicht vertrocknet, ... Shit Happens könnte man sagen, solange der Rest der Pflanze gesund ist, mach die Blätter ab und hab Geduld. Tomaten sind auch nur Pflanzen, die haben ab und an mal ein Problem und haben kaputte Blätter. Ob der Gesamtzustand der Pflanze nun beunruhigend ist, wer weiß. Bisher spekulieren wir anhand des Fotos eines einzigen Blattes...
     
    So, jetzt bin ich wieder anwesend. Leider gehöre ich zur arbeitenden Kaste und konnte erst jetzt Bilder machen.
    Auf den Bildern habe ich einige Details eingefangen. Insbesondere die pflanzenkronen sehen bei den meisten gut aus.

    Was meint ihr zu den Bildern?

    Danke und Gruß
     

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  • Täuscht es auf den Fotos oder haben die Blattstiele eine etwas seltsame Farbe/sehen angegriffen aus..?
     
    Moin,

    och naja, die Pflanzen sehen aus als hätten sie ein wenig Stress durch die Anpassung an die Nährstoffverhältnisse.
    Mangel oder Überschuss einzelner Nähstoffkomponenten kann auch kurzfristig entstehen obwohl alles ausreichend vorhanden ist, z. B. wenn die Pflanzen nach dem Umtopfen noch nicht ausreichend Versorgungswurzeln entwickelt haben oder wenn ein Nährstoff welcher leicht aufgenommen werden kann dadurch das Gleichgewicht etwas verschiebt und so die Aufnahme eines anderen erschwert usw.
    Einige Blätter zeigen ansatzweise solche Probleme an, manche haben etwas Ödembildung, vor allem an dem abgestorbenen Blatt lässt sich (da wo das erste und zweite Zeigefingerglied aneinandergrenzen) eine deutliche meschanische Beschädigung erkennen, der Blattstiel könnte zwischen zwei Topfrändern abgeklemmt worden sein...
    Um es abzukürzen, ich sehe auf den Bildern weder Ungeziefer, noch Pilzrasen, wären es meine Pflanzen würde ich sie so oft es geht an die frische Luft stellen und wenn sie in der Umstellungsphase ein paar Federn, bzw. Blätter lassen... na denn ist das halt so, sie werden genug neue Blätter bilden, spätestens nach dem Auspflanzen sollte sich das alles verwachsen.
    Sofern sich keine weiteren Probleme entwickeln oder die vorhandenen sich verschlimmern muss man sich keine großen Sorgen machen - und sonst bitte wieder melden, ich bin gerne bereit nach Lösungen zu suchen.

    LG Conya
     
    So richtig eindeutig ist das Schadbild nicht. Es ist auch immer etwas schwierig, so im Nachinein eine Ursache auszumachen, wenn aktuell eigentlich längst alles wieder in Ordnung ist. Ich könnte mir vorstellen, dass die Pflanze in der Anzuchterde schon halb am verhungern war, einzelne Blätter zum Abwurf vorbereitet hat und da die Nährstoffe rausgezogen hat und der Umzug in frische Erde das auch nicht mehr rechtzeitig gerettet hat.

    Sei's drum, wenn die frischen Triebe jetzt gut aussehen, passt das. Vielleicht hat die Pflanze etwas Zeit verloren durch die unterbrochene Wachstumsphase, aber das wars auch.
     
    So, jetzt bin ich wieder anwesend. Leider gehöre ich zur arbeitenden Kaste und konnte erst jetzt Bilder machen.
    Auf den Bildern habe ich einige Details eingefangen. Insbesondere die pflanzenkronen sehen bei den meisten gut aus.

    Was meint ihr zu den Bildern?

    Danke und Gruß

    Nimm ne richtige Gartenerde und nicht dieses komische nährstoffarme Substrat, düng diese auf mit einem schnell verfügbaren N-Dünger (notfalls auch mit dem eigenen Urin, in dem ja auch ordentlich was an Harnstoff drin ist), nimm vor allem nen deutlich größeren Topf (mind. 10 Liter) und schneid an der Pflanze das ganze verwelkte/angewelkte Zeug weg.
    So blass wie die sind, stellst Du sie erstmal für 2-3 Tage in den Halbschatten, auch wenn gesunde, gut durchgegrünte Pflanzen auch deutlich mehr Sonne vertragen. Aber deine müssen ja erstmal wieder durchgrünen.
     
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