Rosmarinstecklinge bewurzeln

Platero

Foren-Urgestein
Registriert
29. Jan. 2021
Beiträge
6.599
Ort
Im Hessenland
Hallo,
Ich wollte eine Buxhecke, die durch den Zünsler gemordet worden ist, durch eine Rosmarinhecke ersetzen. Eine Pflanze, die Stecklingsmaterial liefern könnte, ist vorhanden.
Allerdings brauche ich ziemlich viele, so dass ich den möglichen Ausfall gering halten möchte…
Was ist die beste Methode? Sand? Kräutererde? Und wann?
Vielen Dank für euren, wie immer, hilfreichen Input! ☺️
 
  • Hallo Platero,

    eine seht gute Idee !

    Mein Vorschlag:
    - Juni / Juli ist eine gute Zeit
    - diesjähriges Holz
    - ca. 10 cm lang oder länger, wenn unten schon ausgereift
    - den Teil entblättern, der im Substrat steckt
    - Kräutererde, kann mit 10-20 % Sand abgemagert werden
    - hohe Luftfeuchtigkeit
    - ab ca. 35° C lüften

    Wenn alles klappt, kannst Du im kommenden Frühjahr umtopfen.

    In der Baumschule hatten wir im Folientunnel bei Ziergehölzen Anwachsquoten von 90 % und mehr.
    Das wird man zu Hause vermutlich nicht hinbekommen, daher besser mehr stecken, als Du vermutlich brauchst.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Vielen Dank, @JoergK! Dann mache ich das so, wie du gesagt hast. Ich berichte dann ggf. über Erfolg oder Misserfolg.
    Nur mit der „gespannten Luft“ muss ich noch überlegen, wie ich das bewerkstellige. Am Besten wohl mit Holzstäben und einer durchsichtigen Plastiktüte.
     
  • Ich würde meinen, dass Du durchaus schon im April/Mai Deine Stecklinge stecken kannst.

    Ich mache dass immer mit Salbei. Im April, wenn ich Salbei zurückschneide, stecke ich
    die abschnittenen Teile in Blumentöpfe, immer schön feucht halten. Kann später, wenn richtig bewurzelt, ins Freiland. Klappt gut.
    Sind auch mal ein schönes Geschenk.
    Genauso wird es mit Rosmarin gehen.

    Gehe ich richtig in der Annahme, dass die Rosmarinhecke nur eine niedrige Hecke werden soll? Oder wohnst Du in einer Gegend, wo der Rosmarin bis 1m hoch wird?
    Bei uns wird Rosmarin nur 30-40 cm hoch und ist nicht sehr winterhart.
     
    Die jetzige Buxhecke ist auch nur 20-30 cm hoch und ist eher symbolische Abgrenzung zum Fußweg, als „Sichtschutz“.
    Wo ich wohne, wird Rosmarin durchaus 1m und mehr, wenn man ihn lässt 😉. Er neigt dann allerdings dazu, auseinander zu fallen.
    Im hessischen Bergland wird er wohl eher nicht so hoch, die Winter sind durchaus einen „Ticken“ härter. Ich denke aber, dass die Winterhärte ausreichend sein wird. Und wenn nicht, ist ja nichts verloren, außer ein wenig Mühe. IMG_1757.webp
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Meine Stecklinge habe ich dieses Jahr ganz klassisch in ein Glas mit Wasser gestellt und als sie unten Wurzeln bekommen haben, habe ich sie in normale Erde gesetzt und feucht gehalten.

    Du kannst den Buchs auch durch Bloombux ersetzten.
    Das sind kleine Rhododendren, die auch mit Sonne zurecht kommen und sehr schnittverträglich sind. Die fallen nicht auseinander und haben sehr schöne Blüten
    20260523_200937.webp

    Die 3. vorgestellte Pflanze
     
  • Ich hab einen ausrangierten Blumenkasten ca.80 cm, da hab ich schon Stecklinge
    von Lavendel, Euonymus, Salbei, Rosmarin etc. gezogen.
    Das steht bei mir das ganze Jahr unbeachtet dann unterm Ilex, bei Bedarf gibt’s mal ein Gießkanne und werden das Jahr drauf dann ausgepflanzt.
     
  • Meine Stecklinge habe ich dieses Jahr ganz klassisch in ein Glas mit Wasser gestellt
    Vor 2 Wochen hab ich ca 70 Rosmarinstecklinge in Wasser gestellt. Jetzt haben nahezu Alle schon kleine Wurzeln! 😍
    Völlig problemlos, ohne erhöhte Luftfeuchtigkeit oder andere Extras! Selbst als unbemerkt ein Becher mal umgefallen war und die trocken standen, hat es ihnen nichts ausgemacht.
    Danke für den Tipp, @Knuffel! Bei so holzigem Stecklingsmaterial wie Rosmarin hätte ich es wohl eher in Sand/Erde versucht. Auf die Idee mit Wasser wär ich nie gekommen!
     
    Ich hatte auch überlegt, ob ich meine Beete mit Rosmarin einzäune. Wie groß hast du die Pflanzen geplant im Beet? 🤔
     
    Ich hatte auch überlegt, ob ich meine Beete mit Rosmarin einzäune. Wie groß hast du die Pflanzen geplant im Beet? 🤔
    „Geplant“ ist eine kleine Hecke von ungefähr 30-40 cm. So in der Art, wie in den Barockgärten die Gemüsebeete mit Buchs eingefasst sind (waren). Kommt ein bisschen drauf an, wie dicht ich die Pflanzen unten herum bekomme, wie sie sich entwickeln, wie oft ich zum Schnitt dort bis, usw. Wenn sich das gut macht und schön dicht bis unten hin wird, eventuell auch etwas mehr.
    Die Vermehrung ging völlig problemlos und die Pflänzchen sind nun seit 4 Wochen in einem Blumenkasten mit Erde. Scheinen gut angegangen zu sein, Ausfälle bisher: 1 von 70! 😇
     
    Sehr cool! Das hatte ich auch vor und war nur noch auf der Suche nach der passenden Pflanze :) Ich klebe zwischen Rosmarin und Edelgammander fest, aber Rosmarin hat halt einfach diese hübsche Eigenwilligkeit :D

    Vllt mache ich mit! Ich hatte ein paar Stecklinge wild in die Erde gesteckt (und vergessen) und in Töpfen gesetzt (und vergessen) und die haben auch alle überlebt, selbst diese heissen Tage. Aber warum nicht gleich 70................ :love:
     
    Naja, ich war überrascht, dass wirklich alle Stecklinge gewurzelt haben. Und ich muss ja auch ein paar Meter damit zu kriegen!
    Die Wahl fiel bei mir auf Rosmarin, weil ich das a) im Süden oft gesehen habe, ich die Pflanze als völlig „Pflegefrei „ erlebe, wenn einmal etabliert und ausgepflanzt und c) ich in den Garten, wo das hin soll, nicht einen müden Euro investieren will/kann/darf.
    Es soll nicht heißen, dass sie die aller-geeignetste Heckenpflanze ist, die man finden kann….
     
  • Zurück
    Oben Unten