Rhododendron als Hecke? Ja, Nein, Vielleicht?

WebBuddha

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29. März 2019
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Hallo zusammen,

ich gestalte gerade den Garten unserer Immobilie und habe mich hier schon über meinen zukünftigen Rasen eingelesen.
Nun aber bräuchte ich Rat zum Thema Hecke.
Mein Garten ist Eckig mit 80qm² und die Hecke soll zwei seiten in L-Form abdecken, insgesamt so knappe 20m.
Damit das ganze schön ausschaut und ich auch etwas für die Bienen und Schmetterlinge haben möchte, habe ich an eine Rhododendron Hecke (Weiß, Lachs, Lila Farbend) gedacht.
Im Rücken des Gartens wurde mir von der Gemeinde eine Kiesdrenage mit Vlies angelegt. Darauf, oder knapp dahinter müsste die Hecke gepflanzt werden.
Wird das ganze was, oder habt ihr evtl. noch ganz andere Tips für mich?
Braucht Ihr zur Beurteilung noch Bilder der aktuellen Wüstenlandschaft?
Die Lage des Gartens und durchweg sonnig.

Viele Grüße
WebBuddha
 

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  • Hallo von Neuling zu Neuling. ;)

    Bilder sind natürlich immer gut.
    Es gibt sehr schöne Rhododendron-Hecken.
    (Leider wird mir nicht erlaubt das Ergebnis der Google-Suche zu verlinken. *)

    Aber ich dachte, dass Rhodis eher Halbschatten wollen. Und einen eher sauren Boden. Wenn der nicht sowieso vorliegt und Du (sehr) viel von der Erde austauschen musst, wird das wohl ziemlich kompliziert.

    Bei eher lehmigem Boden würde ich mich an Deiner Stelle mal bei den (englischen) Rosenhecken umgucken.
    (*Dito ... ich hatte bei David Austin roses nach hedge roses geguckt, gibt schon ein paar ... ) Die Rhodis wären halt wintergrün.


    Nur mal in aller Kürze, was ich dazu meine, ich verstehe nicht wirklich etwas davon. :mad:
     
    Hallo "Neuling" ;-)
    Danke für deine Antwort.
    Also Immergrün sollte das ganze schon sein. Bezüglich der Pflanze habe ich gelesen das es auch sonnig sein darf, ich bin da aber auch nicht vom Fach.
    Die Rosen wachsen mir aber nicht hoch genug, so auf 170-180cm darf die Hecke dann schon kommen. Da schaffe ich mit den Rosen vermutlich nicht, auch wenn sie sehr schön sind.
    Ob das Erdreich sauer ist kann ich absolut nicht beurteilen, aktuell haben wir so knapp 40cm Mutterboden und darunter kommt dann Lehmboden.
    Ich werde heute Abend mal ein paar Fotos machen und hier anpinnen.
     
  • Gern geschehen ... :)

    Vielleicht lässt sich die Idee ja umsetzen, gibt bestimmt noch weitere Antworten von Leuten, die tatsächlich auch Ahnung vom Thema haben. *gg* Irgendwo habe ich mal gehört, dass sie nur anfangs sauren Boden wollen, später nehmen sie was anderes auch an. Viel Glück. Habe fertig. :giggle:


    Nachtrag: Ich habe jetzt mal ein wenig nachgelesen, es gibt offensichtlich trotzdem Sorten für sonnige Standorte (Yakushimanum, nachzulesen auf der Seite der Baumschule n.wgard.n. Die gehen schon bis anderthalb m oder sogar 1,8.)
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Nochmals Danke. Ich werde mir die auch mal genau ansehen. Bislang war ich wegen der Pflanzen nur auf h.ck.npflanz.ndir.kt am recherchieren.
    Eine endgültige Sorte hatte ich mir noch nicht ausgesucht. Preislich spielt die Baumschule ja schonmal ein einer anderen Liga ;-)
     
    Nochmals "keine Ursache", ich habe ja auch etwas gelernt.
    Wenn Du genügend Zeit hast, kannst Du sie ja selbst vermehren. Ich wollte nur mitteilen, dass es anscheinend für Deine Standortbedingungen gut geeignete Sorten gibt.
    Wusste ich auch nicht.

    Vielleicht hat die ja hier jemand? Gespannt auf weitere Antworten ...
     
  • Für eine Hecke, die den Insekten und Schmetterlingen hilft, möchte ich dir diesen Thread ans Herz legen - wir müssen das Rad ja nicht neu erfinden und Elkevogel hat sich für ihre Blühhecke sehr viele Gedanken gemacht.

    Hecke pflanzen - Bienennährgehölze - Hausgarten.net

    Wie wichtig ist dir, dass die Pflanzen Immergrün sind?

    Rhododendren sind jetzt nicht die klassischen Heckenpflanzen, ich weiß gar nicht, ob alle Arten sich so gut schneiden lassen, dass sie eine Hecke geben. Und ihre Blühtezeit ist relativ kurz. Wenn du wirklich den Insekten helfen willst, und auch selbst immer etwas Hübsches blühen haben möchtest, dann solltest du auf unterschiedliche Blühzeitpunkte achten und auch darauf, dass die Pflanzen Früchte entwickeln. Dann förderst du auch noch die Vögel, die nicht nur Insekten, sondern auch Beeren futtern können.

    Liebe Grüße, Pyromella
     
    Hallo Pyromella,
    den Thread habe ich bereits gesehen, aber die Hecke ist mir ein wenig zu "Wild". Den Tieren kommt es mit Sicherheit zugute, ist aber nichts für unseren Geschmack.

    Ich habe oben mal Bilder vom Garten angefügt.
     
    Ich habe mich auch schon gefragt, ob Dir die kurze Blütezeit der Rhodis reicht. Im Prinzip wäre das grüne Laubwerk nach der Blüte eine schöne Kulisse für Sommerblüher ... wenn man den Platz hat.

    *****************
    Nachtrag:

    @Pyromella: Er hat Lehm drunter, also kein saurer Boden.
     
    Nicht böse sein, aber aus diesen Baustellenbildern kann ich nicht schließen, was dein Stil ist.

    Wenn dir aber eine echte Wildhecke zu wild ist, dann musst du mal etwas genauer beschreiben, was du willst.
    Rhododendron in der Prallsonne auf wahrscheinlich nicht saurem Boden und dann noch zur Hecke geschnitten - ich fürchte, dass das nicht gut geht.
     
  • Meine Rhododendren haben sich in praller Sonne immer sehr wohl gefühlt, und ich kenne auch bei anderen Leuten (Verwandten und Freunden) mehrere Rhododendren, die es vollsonnig mögen.
    Ob wir alle Glück hatten und zufällig alle Sorten erwischt haben, denen es vollsonnig gefällt (Südseite) weiß ich nicht.

    Rhododendronerde habe ich meinen aber schon immer spendiert, oder zumindest normale Blumenerde/Pflanzerde und Rhododendronerde gemischt. Komplett unsaures Substrat würde ich ihnen lieber nicht zumuten, unterschiedliche Pflanzen haben unterschiedliche Ansprüche - und wenn man sie komplett ignoriert kann es vorkommen, dass nur ein anderer kleiner Störfaktor hinzukommen muss, und die geschwächte Pflanze, die damit beschäftigt war, sich an ihre nicht ganz passende Umgebung anzupassen, eingeht.


    Für einen 80qm kleinen Garten ist eine Blühhecke meiner Ansicht nach viel zu mächtig.
    Ich bin ein großer Fan blühender Pflanzen, ganz gleich ob Gehölze, Sträucher oder Stauden, aber für einen so kleinen Garten würde ich keine so ausladende Hecke wollen, da bleibt ja dann kein Platz mehr für anderes.

    Und natürlich ist es gut, den Tieren etwas Gutes zu tun - aber das kann man auf vielfältige Weise. Eine Buchenhecke (die m.E. ideal ist, wenn man nicht allzuviel Platz hat), tut den Tieren auch etwas Gutes, sie bietet
    a) Vögeln Nistplätze, sobald sie etwas eingewachsen ist und
    b) vielen Insekten ein zu Hause, auch im Winter, da sie über die Wintermonate ihr Laub behält (die Rotbuche auf jeden Fall, die Hainbuche leider nicht!)

    Zudem kann man ja, wenn man den Platz an der Hecke einspart, auch sehr viel blühendes in den Garten setzen - von Himbeeren (die blühen sehr früh und bieten den Bienchen so schön Nahrung, wenn noch nicht so viel anderes blüht) bis hin zu kleinen Blühsträuchern (wie z.B. kleinwüchsigen Schmetterlingsfliedern, die über mehrere Monate blühen) und unzähligen anderen Blühpflanzen und Stauden - für die dann noch Platz ist, wenn die Hecke nicht schon 2-3 m an Durchmesser einnimmt.

    Man kann auch mit einer schlankeren Hecke und vielen anderen blühenden Pflanzen einen kleinen Garten in eine insekten- und vogelfreundliche Oase verwandeln.
     
  • WebBuddha, wenn ich das richtig sehe, legst Du Rasenkanntensteine du die hecke soll hinter die Drainage. Auf der Drainage macht ja keinen Sinn, den dann erfüllt die Ihren Zweck nicht mehr.

    Hinter die Drainage ist auf jeden fall nicht genug Platz für eine Hecke den da kommt ja schon der Zaun und man sollte schon von beiden Seiten schneiden können.

    Ich bezweifle das Rhododendron die richtige Wahl sind, die vertragen den ständigen Schnitt nicht oder gibt es inzwischen Sorten dafür?

    Bei der Länge würde ich mir gut überlegen was sich kaufe, den sonst kauft man noch mal.
     
    Ich bin über folgende Sorte "gestolpert". Dies ist eine Züchtung die auch zur Hecke dient inkarho_d*/dufth*ck*/
    Mit dem Zaun kann ich mich auch nicht wirklich anfreunden, aber er ist nunmal da wo er ist.
    Eine Rotbuchenhecke wollte ich definitiv nicht haben, die sagt mir einfach nicht zu.
    Optisch fände ich auch Schilf schön, aber da blüht leider nicht viel, ist im Winter braun, und nichts für Insekten.

    Bezüglich der Drainage, wenn ich den Kies noch weiter abtrage und mit Erde Auffülle, würde es vom Abstand zum Zaun schon reichen, oder? Die Gemeinde hat uns da Unmengen an Kies hingeworfen.
     
    Ich kenne die hier gepriesene Sorte nicht, aber mich macht bei der Seite misstrauisch, dass es so grundlegende Informationen wie den vollständigen lateinischen Namen der Pflanzen, Standortansprüche etc fehlen oder so gut versteckt sind, dass ich sie jetzt nicht gefunden habe. (Und nein, ich möchte auf einer Seite, die mich nur mit "Kaufen Sie unser Produkt, weil wir toll sind" traktiert, nicht mehr Zeit Zeit verbringen.)
     
    Die Pflanzen gibt es hier bei einem regionalen Gartencenter, ich will da die Tage nochmal hin und mich über die Pflanzen informieren.
     
    Hallo WebBuddha,

    Inkarhos sind auf kalktolerante Unterlagen veredelt und deshalb relativ unempfindlich, was das Substrat angeht.
    Natürlich gedeihen bei entsprechender großzügiger Wasserversorgung Rhodos auch in der vollen Sonne.
    Deine favorisierte Pflanze ist sicher eine gute Wahl.
     
    WebBudda, die Drainage ist wohl nicht umsonst da und wie viel man da wieder weg nehmen kann, das wird Dir sicher nur die Gemeinde sagen können. Schön gemacht ist die Drainage sicher nicht.
    Ob das Stück noch zu Deinem Grundstück gehört weiß ich nicht, aber die Rhododendron da rein zu pflanzen, ich weiß nicht.
    Ich habe mal über die Inkarhos Züchtungen nach gelesen, die sind robuster, das stimmt. Aber so unbeschwert wie es auf der Seite beschrieben wird, dann auch wieder nicht.
    Ich hoffe das regional Gartencenter kann gut beraten, oft ist es ja leider nicht so.
     
    Webbuddha, die Rotbuchenhecke mag Geschmackssache sein (es gibt ja auch andere Alternativen), und Rhododendren sind wunderschön, aber wird so eine Rhododendronhecke für einen kleinen Garten nicht sehr ausladend?
    Richtig schmal wird man selbst schnittverträglichen Rhododendron eher nicht halten können, oder doch?
     
    Lauren, erst wenn ich hier in 5 Jahren tolle Bilder einer Rhododendrenhecke sehe, dann glaube ich daran, das die eine tolle Heckenpflanze sind. Ich lasse mich also gerne eines besseren belehren.
    Ansonsten werden die sicher so aussehen, wie man es oft vor Häusern sieht, wo Forsythie, Weigelie und Flieder streng in Form gehalten werden und fast nie blühen und eigentlich nur traurig aussehen.
     
    Forsythien können trotz strengeren Schnitts tatsächlich üppig blühen (kenne hier mehrere Hecken) und auch Flieder lässt sich, wenn man ihn richtig schneidet (nicht ringsum wie Rotbuche sondern immer das 3-jährige Holz rausnehmen) gut als kleine, üppig blühende Hecke halten. Auch da kenne ich in meiner unmittelbaren Umgebung sehr schöne Beispiele. (Für den falschen Schnitt, den du beschreibst, beim Flieder allerdings leider auch, da blüht tatsächlich nichts.)
    Aber beim Rhododendron kann ich es mir tatsächlich auch nicht so recht vorstellen, der wird doch eine gewisse Breite brauchen, um sich gut zu entwickeln... (bestimmt zeigt Pit uns gleich wieder Bilder seiner beeindruckend perfekten Bonsais ;))
    - wobei ja nach wie vor die Frage ist ob Webbuddha die Gartenfläche so wichtig ist?
    Es gibt genügend Leute, denen in erster Linie die Terrasse und ein Grünstreifen ringsum wichtig ist, und wo die äußere Bepflanzung sehr hoch und üppig sein darf. Ist ja letztlich eine Geschmacksfrage, und nicht jeder Gartenbesitzer hat Lust und Zeit, unzählige Beete anzulegen, und manchem geht die Privatsphäre auch vor.

    Mich würde nur sehr interessieren wie robust solche unkomplizierten Rhododenronsorten tatsächlich sind - im Vergleich zu herkömmlichen, meist eher unverwüstlichen Heckenpflanzen?
     
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