Rasen ausgedünnt - Nachsäen oder warten ?

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Mein Rasen ist nach zweimaligem vertikutieren (September 2013 und April 2014), dem aerifizieren mit einer Maschine und dem Besanden ziemlich ausgedünnt (siehe Bild). Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich nachsäen oder einfach, düngen, wässern und abwarten soll. Was meint Ihr?

Hier ein Bild vom aktuellen Status des Rasens:
 

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  • im April vertikutieren ist totaler Käse, weil die Bodentemperaturen noch nicht so weit sind, dass sich das Gras schnell regenerieren kann!
    warum überhaupt nach 7 Monaten schon wieder? War der Vertikutierer im Angebot?
    und dann noch Aerifizieren?
    hast wenigstens davor gedüngt?
    zumindest scheint das Bodenleben zu funktionieren ... die Regenwürmer machen Party

    n.
     

  • Welchen kannst Du mir empfehlen? Am liebsten einen, der diese kleinen Filmkügelchen hat, denn die lassen sich am besten und absolut staubfrei streuen. Zudem sollte er noch einen hohen Stickstoffanteil haben.


    nicht unter 5cm tief mähen


    Dann mache ich das schon seit Jahren falsch. Ich habe immer im Internet gelesen, dass bei einem Rasen mit meiner individuellen Beanspruchung 3-3,5 cm am besten wären.

    im April vertikutieren ist totaler Käse, weil die Bodentemperaturen noch nicht so weit sind, dass sich das Gras schnell regenerieren kann!
    warum überhaupt nach 7 Monaten schon wieder?

    Weil ich gelesen hatte, dass man vor dem Aerifizieren vertikutieren sollte. Deshalb habe ich sowohl am Ende der letzten, als auch am Anfang dieser Saison vertikutiert.
     
  • Bei dem ganzen Sand brauchst dich nicht wundern des die ganzen Regenwürmer durch die Decke gehen :d
     
    Langzeitdünger:Compo,Substral,Eurogreen.Aldi Park kommt ebenfalls von Compo.
    Die meisten haben um 20% Stickstoff gemantelt oder aus 3-4 Harnstoffarten,die nacheinander wirken.Meist 3 Monate aber auch (teuer)bis7 Monate.

    Mähen:Einige hochwertige spezielle Rasenmischungen vertragen sogar die Kürzung auf unter 3cm,jedoch für den Preis der sehr intensiven Pflege.
    Es besteht jedoch eine Abhängigkeit der Blattmenge zur Wurzellänge.
    Die Blätter müssen möglichst viel Sonnenlicht einfangen,sonst funktioniert der ganze Stoffwechsel nicht richtig.Daher kommt die Energie.
    Im Schatten müssen die Blätter noch länger sein,um die geringere Stahlungsintensität durch eine größere"Kollektorfläche" auszugleichen.sonst kommen selbst Spezial-Schattengräser wie poa supina an ihre Grenzen.
    Eine dicke Grasdecke verdrängt Unkraut und liefert eine dicke Isolationsschicht vor der sommerlichen Sonneneinstrahlung-weniger nutzlose Wasserverdunstung,mehr Taubildung bei extremer Hitze.
    Quäl den Rasen nicht ständig.Du brauchst eigentlich nur:Schleuderdüngerstreuer,Regner und einen Rasenmäher. Robbi ist am besten. Vertikutieren nur bei viel abgestobenem Rasenfilz durch Pilze. Meist nur alle 2-3 Jahre erforderlich.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Ein weiteres Problem in dem Zusammenhang ist die Ermittlung der tatsächlichen Mähhöhe. Die Angaben auf dem Rasenmäher (in der Regel 1-5) entsprechen nicht den tatsächlichen Mähhöhen. Zudem regelt das jeder Rasenmäherhersteller anders. Und dann kommt noch hinzu, dass man bei Husqvarna zum Beispiel zwei unterschiedliche Messer (Fangmesser & Mulchmesser) nutzen kann. Wenn der Rasenmäher auf der Pflasterung steht, kann ich zwar die Höhe des unteren Gehäuserandes nachmessen, aber sehe ja nicht das Messer, welches in der Regel dann noch etwas höher im Gehäuse hängt.
     
    Nach dem frischen mähen eine Pappe auf den Rasen legen und mit Zollstock bis auf den festen Boden messen. Bei Moos oder Mulch die freie Halmlänge messen. Nur wo die Sonne hinkommt, findet Assimilation statt.
     
    Nach dem frischen mähen eine Pappe auf den Rasen legen und mit Zollstock bis auf den festen Boden messen.

    Aber bei dem Messverfahren findet die Krümmung der Rasenhalme keine Berücksichtigung, sondern wirklich nur der Unterschied zwischen Rasenoberfläche und Boden / Grasnarbe. Ist das so gewollt, bzw. sollen es dann trotzdem noch 5 cm sein? Nur weil ich vermute, dass der langgezogene Halm dann bestimmt mehr als 5 cm (6 - 6,5 cm) hat.

    Ich hatte jetzt mal für meinen Rasenmäher versucht die Schnitthöhe zu ermitteln. Dazu habe ich den Rasenmäher auf eine glatte Betonoberfläche gestellt und die Differenz zwischen dem Betonboden und der Unterkante des Mähdecks ermittelt. Danach habe ich dann den Rasenmäher auf die Seite gelegt und die Differenz zwischen der Klinge des Mähmessers und der Unterkante des Mähdecks gemessen. Diese beiden Werte addiert, ergibt dann die Differenz zwischen Klinge und Betonboden. In meinem Fall:

    Stufe 2: 3,7 cm
    Stufe 3: 4,4 cm

    Aber vermutlich ist die Idee mit der Pape doch besser, weil der Rasen ja wirklich nicht kerzengerade nach oben steht, sondern die Halme unterschiedliche Krümmungen aufweisen.
     
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