Problem mit Gärtnerei

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24. Mai 2011
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Hallo liebes Forum!

Ich bin neu und würde gerne einen schönen Garten herzeigen, kann ich aber leider nicht, denn ein Gärtner hat den Rasen erneuert und gutes Geld dafür genommen.

Nun sieht er schlimmer aus als vorher und ein Niveauausgleich hat auch nicht wirklich stattgefunden. Der Gärtner meint, wir können das Ergebnis nicht beurteilen (und war ziemlich unfreundlich) und ist sich sicher das alles OK ist. Naja es gibt ein paar Bilder. Ich würde nur gerne wissen wie ihr das seht, und ob der Rasen nach einer Erneuerung vor 6 Wochen so aussehen soll.
Das Angebot lautet so:

Kann Ihnen nach der heutigen Besichtigung folgendes anbieten
~120 m² Rasenerneuerung mit Niveauausgleich Euro 946,-
inkl. Arbeit, Rasenerde, Loretta Rasensamen, Transport- / Entsorgungskosten
und MwSt

lg Sabine
 

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  • laut DIN 18917 muß ein Deckungsgrad von über 80% vorliegen um einen abnahmefähigen Zustand zu erreichen. 50% hat er nicht mal erreicht! Zudem ist fraglich ob er sich für Anwuchs- und Fertigstellungspflege verantwortlich zeichnet;

    ich empfehle evt. mit einem Gutachter zu drohen (Kosten trägt der Verurteilte in einem Prozeßverfahren), dann wird er sich melden und die mangelhafte Ausführung ausbessern;

    ich rate von einem Preisnachlaß in diesem Falle ab!

    niwashi was shocked als er die Bilder sah ...
     
    Örks... das ist ja heftig!!! Wo wohnst du denn???

    Wir haben im April 2007 exakt die gleiche Fläche neu anlegen lassen. Zuerst wurde der alte Rasen abgefräst, dann hat der Gute anderthalb Tage lang die Reste ausgeharkt und alles auf ein Niveau gebracht. Anschließend wurde Rasensaat gemischt mit Bodenaktivator und ich glaube auch Kalk ausgebracht und angewalzt.

    Er hat mir außerdem noch den vollen Kompostkasten geleert und den Inhalt mitgenommen, sowie 1m³ Füllsand gebracht und bei der Anlage eines geschwungenen Weges geholfen, viele Tipps zur Obstbaumpflege gegeben und kassierte am 4. Tag nach getaner Arbeit unglaubliche...











    ... 420€!

    Herzliches Beileid... Deinem Gärtner würd ich ordentlich was husten!!!
     
  • Bundestarif ...

    niwashi denkt an einen Rechenfehler, denn das verrechnet er schon für einen Vormittag ...
     
  • ich meine, sparen tut jeder gern, aber 420,00 euro für 4 tage arbeit, macht 105,00 euro abzüglich umsatzsteuer, einkommensteuer, krankenkasse, rente, usw. usf. - das kann und wird nicht reell sein und vernichtet arbeitsplätze....
    ich bin zwar in einer völlig anderen branche, aber wenn ich nicht auf 120,00 euro absolues minimum/stunde (!) komme, haben ich, meine angestellte, mein bürovermieter, das finanzamt usw. usf. ein ernstes problem.... und das in der ostdeutschen provinz
     
    Naja, ich bin in der Baubranche tätig, und der Stundenverrechnungssatz für einen Facharbeiter liegt unter 50 Euro/Stunde. Und der Diplomingenieur (TH/TU) lag gemäß HOAI bis vor kurzer Zeit bei maximal 59,- Euro/Stunde. Jetzt kann man üblicherweise um 70,- Euro/Stunde verrechnen. Leider das falsche studiert... ;-)

    Zum Thema: ein Problem bei Dir wird sein, dass das Angebot sehr ungenau ist, d.h. die zu erbringenden Leistungen kaum nachvollziehbar sind. Von Düngen ("Starter") z.B. oder Fertigstellungspflege steht nix drin.

    Wir hatten Garten (Rasen/Büsche/Eibenhecke), Terrasse, Pflaster, Zaun, etc. von einem Gartengestalter erledigen lassen. Es gab ein exaktes Leistungsverzeichnis. Er hat dann bei der Abrechnung versucht, mit "allen bekannten Tricks" mehr Geld herauszuholen, u.a. durch "Schummeln" beim Aufmaß.

    Er verklagte uns, 2 Jahre schrieben sich die Anwälte hin und her, und es gab einen Prozeß, der 83:17 [%] für uns ausging. Die 17% für ihn resultierten u.a. daraus, dass einige Dinge nicht mehr feststellbar waren, und das Gericht daher von "halbe-halbe" ausging.

    D.h. Gerichts- und Gutachterkosten wurden auch im Verhältnis 83:17 aufgeteilt.

    Der Spass hat uns letztendlich die gleiche Summe gekostet, die er von uns nachgefordert hatte (nur er hat nun ein kräftiges Minus gemacht).

    Aber die 2 Jahre Schreiberei und Rumärgerei, Gutachterbesuche, Ortstermine im Garten waren sehr anstrengend, das möchte ich nicht nochmal haben.


    Was ich damit sagen will: ich sehe in Deinem Fall keinen Sinn, einen (teuren) Gutachter zu beauftragen und dem bereits verlorenen Geld weiteres hinterherzuwerfen.

    Allenfalls würde ich versuchen, mich bei der Innung (gibt es sowas für Landschaftsgärtner?) zu beschweren.

    Erste (für Dich kostenlose) Schritte wären, den Gärtner (schriftlich) zur Nachbesserung aufzufordern. Bietet er einen Preisnachlass an, würde ich den "sofort" akzeptieren und in Zukunft eine andere Firma wählen. Das erspart ggf. eine Menge Ärger und Stress.

    Bist Du mit Deinem Gärtner dann irgendwann "fertig", würde ich das machen, was hier immer wieder empfohlen wird: selbst nachsäen (mit gutem Saatgut -> vgl. Rasenbloggers EMpfehlungen, kein "Berliner Tiergarten" aus dem Baumarkt), alle 6...8 Wochen organisch-mineralisch düngen und ausreichend Wässern (d.h. den Rasensprenger 2 Stunden am Stück laufen lasen).

    Viel Erfolg.

    Grüße

    jof
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Ich würde nur gerne wissen wie ihr das seht, und ob der Rasen nach einer Erneuerung vor 6 Wochen so aussehen soll.
    Das sieht ja wirklich grausam aus...:confused:

    Was habt Ihr denn in den sechs Wochen an Pflege gemacht. Es war ja extrem trocken, wie oft und wie lange habt Ihr die Fläche besprengt?
    Weißt Du ob ein Starterdünger dabei war bzw. habt Ihr gedüngt?
     
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