Pilze direkt auf Waldboden anbauen?

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18. Aug. 2010
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Hallo liebe Forengemeinde!

Es war nicht so leicht, das passende Unterforum zu finden; habe mich also für die Ess-Ecke entschieden. Wenn das falsch ist, bitte ich um Nachsicht. :)

Meine Frage ist: Kann mir jemand sagen, ob ich Pilze auch direkt im Waldboden anpflanzen kann, ohne großartige Holzstämme oder Strohballen anzuimpfen?
Es handelt sich um einen schönen Mischwald mit Eschen, Buchen, Eichen, Fichten etc. Sollte da der Boden an sich nicht schon Nährwert genug haben?

Welche Pilze wären geeignet und wie macht man das?
Soweit ich weiß, kann man ja Stein- und Maronenpilze nicht züchten, oder?

Vielen Dank für eure Hilfe!
Katharina
 
  • Hallo Katherina,
    ich hab es selbst noch nicht ausprobiert aber in einer Gartensendung gesehen das man verschiedene Pilzkulturen für draußen bestellen kann ,auch Steinpilze.
    Sie wurden dórt auch draußen auf Waldboden ausgesät, allerdings erstmal auf einem Stück alten Baumstumpf, weil da das Substrat wohl einfacher auszusäen war damit es von Regen nicht weggeschwemmt wird bis es angewachsen ist.
    Der Hobbygärtner sagte das sie sich dann nachher ganz von alleiné weiter vermehren, die bilden ja unterirdisch solche riesen Geflechte.
    Probiers doch einfach mal aus....
     
    Katharina,
    wie dicht ist Dein Wald ?
    Meiner ist durch das Blätterdach so dicht, daß kaum noch Regen unten ankommt.
    Außerdem besteht der Waldboden nur noch aus einer ca. 50 cm dicken Laubschicht.
    Es ist also immer Knochentrocken ! Keine Chance mehr auf Pilze .
     
  • Hallo hallo!

    Danke für eure netten Antworten!

    @jolantha:
    Also mein "Wald" (500m²) hat eine kleine Lichtung; zumindest da prasselt der Regen schön runter. Da müsste es eigentlich ganz gut gehen; bzw. auch sonst sind die Bäume nicht sooo dicht. Vielleicht, weil es ein bunter Mischwald ist?

    @Stupsi/alle:
    Ich habe mal bei ein paar Händlern für Pilzkulturen angefragt. Jetzt fühl ich mich zwar ein bisschen mies, weil mir alle extrem freundlich und ausführlich geantwortet haben, und ich eigentlich bei dem kaufen wollte, der sich am meisten Mühe gibt. ;)
    Jedenfalls scheint man sich in der Branche auch nicht einig zu sein. Einer rät mir vom Waldboden ab, wegen Schnecken, ein anderer empfiehlt Wald-Champignons in genau der Konstellation, die mir vorschwebt.
    Außerdem schneiden wir am Wocheende die unteren Äste unserer Eichen. Einer sagt, da gingen Austernseitlinge gut, Shiitake seien zu kompliziert, allerdings müssten die Eichenäste mind. 10 Wochen liegen. Ein anderer meint, Shiitake seien ganz easy und Frischholz wäre am besten, weil sich dann kein Fremdpilz einniste...
    Ich werde also quer durch den Kräutergarten experimentieren!

    Falls sich was zeigt, erzähl ich euch von meinen Ergebnissen!

    Liebe Grüße
     
  • Hallo,

    wachsen denn in deinem "Wald" schon irgendwelche Pilze?

    Grüße
    Stefan
     
    Dann experimentier mal und berichte uns, das interessiert mich auch.
    Viel Erfolg!!!
     
  • Hallo Stefan!

    Ich nehm es stark an, bei dem Boden, kann es aber nicht sagen, da wir das Grundstück erst im Dezember bei dickem Schnee gekauft haben. :)

    Liebe Grüße


    P.S.: Ach ja, bzgl. der 500m²: Es ist natürlich ein vieeel größerer Wald, aber uns gehören eben nur die 500m², die an unseren Garten angrenzen. Also nahtlos übergehend ist da schon eine ausgwogene Flora daheim. ;)
     
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