Genau deshalb wollte ich ja da Produkt verlinken bzw nennen - aber ich darf nicht. Daher: auf der Verpackung steht: "Organisch-mineralischer NPK-Dünger 5-8-12(3 )mit Langzeitwirkung. " Ist der falsch? Ist hier Stickstoff vorhanden? Ich kann mit den Angaben noch nichts anfangen wenn ich ehrlich bin
Ansonsten war deine Anleitung sehr hilfreich, ich werde mich dieses Jahr mehr damit auseinandersetzen und mehr düngen.
Vielen Dank an alle
Ein 5-8-12-Dünger ist entweder für den sonstigen Gartenbau, oder es ist ein Rasen-Herbstdünger. Ein Dünger für Frühjahr oder Sommer hat deutlich mehr Stickstoff. Ich nutze einen 15-10-10-Dünger von Agrar-Online, einfach weil er günstig ist. Die Zahlen geben in Prozenten den Anteil an Stickstoff, Phosphor und Kalium an. Du brauchst im Frühjahr und Sommer viel Stickstoff, im Frühjahr etwas Phosphor. Kalium kann man das ganze Jahr zuführen, meist gibt es im Herbst noch mal eine ordentliche Ladung weil das die Winterhärte erhöht.
Was die nötigen Mengen angeht: Mit Volldüngern (wo alles dreies drin ist) reicht es für Rasen, sich um den nötigen Stickstoff zu kümmern. Gebrauchsrasen braucht etwa 15-24g Stickstoff pro qm und Jahr, davon sollte der Löwenanteil im Frühjahr und Sommer kommen. Im Herbst, ab ca. Oktober, keinen oder nur noch minimal Stickstoff. Dann ist der Dünger geeignet den Du oben hattest, da er noch mal Kalium liefert. Ich persönlich dünge im Oktober/November nur noch mit Patentkali (Kalium+Magnesium), da ich Mulche und so noch etwas Stickstoff kommt. Patentkali liefert das was nötig ist, kostet nicht viel und ist sogar in der Biolandwirtschaft zugelassen.
Organisch-mineralisch heißt, dass Teile des Düngers erst durch Bakterien, Pilze, Insekten und Regenwürmer verarbeitet werden müssen bevor sie pflanzenverfügbar sind. Das sind Dünger die im Frühjahr und im Sommer bei Trockenheit nicht richtig funktionieren, einfach weil die Bodenlebewesen noch nicht viel tun. Für das Frühjahr ist ein rein mineralischer Dünger optimal. Man sollte sich auch nicht einbilden dass man den Pflanzen mit den biologischen Abfallstoffen in organischem Dünger was besonders gutes tut. Die Graswurzeln können ihre Nährstoffe nur in wassergelöster Form als Salz aufnehmen. Das sind genau die Stoffe, die sich im mineralischen Dünger finden. Der organische Abfall (Knochenmehl, Hühnerkot, Rinderhörner, Pflanzenreste, alles schön geshreddert) kommt durch eine lange Kette von chemischen Prozessen, und am Ende stehen als Zerfallsprodukte die gleichen mineralischen Salze.
Die Rasengesellschaft rät von organischem Dünger insgesamt ab, bzw. nur als Phosphorquelle. Insbesondere als Stickstoffquelle ist das für Rasen (anders als für andere Pflanzen) keine leistungsfähige Lösung. Die Gräser bekommen nur soviel Stickstoff, wie die Regenwürmer verstoffwechseln können. Haben die nach Frost oder Trockenperioden keine Aktivität, hungert der Rasen.