Neue Anzuchtmethode

Registriert
10. Feb. 2013
Beiträge
81
Ort
Kärnten
Hallo Ihr Lieben!

Bald ist es wieder soweit, meine ersten Samen wandern wieder in die Erde:-)
Da ich aber letztes Jahr beim Pikieren einige zerstört habe möchte ich dieses Jahr folgendes ausprobieren, ich glaub ich habe hier im Forum mal davon gelesen, vielleicht hat jemand von Euch Experten das schon mal probiert und will davon berichten. Also: Pflanzgefäß unten schon mit Blumenerde füllen und die oberste Schicht mit Aussaaterde füllen. Ich denke so an ca. 7 cm Blumenerde und 5 cm Aussaaterde. Was sagt ihr dazu? Ich glaube so müßte ich bis zum Auspflanzen ins Freie nur einmal umtopfen und hätte so schon kompaktere Pflanzen und auch Wurzeln und könnte so weniger kaputtmachen. Wie hört sich dieser Gedankengang für Euch an?

  • :eek:

LG Doris
 
  • Mache ich seit vielen Jahren so, mit meiner selbstgemischten Erde, denn mit nur gekaufter Aussaaterde verhungern die Pflanzen. Allerdings gebe ich noch Quarzsand in das Kistchen (gute Wurzelbildung!), u. obendrauf zum Samen feingemahlene Holzkohle,(in einer slten Kaffeemühle gemashlen), die die Fäulnisbakterien bindet.
    Dannkommt noch feinkrümelige, unkrautfreie Aussaaterde dünn darüber, u. ab in die Wärme.:cool:Eisenkraut
     
    diese neue anzuchtmethode werde ich in diesem jahr ausprobieren, zwar nicht mit allen pflanzen, eher als experiment mit einigen wenigen pflanzen, wird sicher viel arbeit dadurch erspart. :)
    lg. aloevera
     
  • Mir ist nicht ganz klar, was diese Schichtung brigen soll. Die Wurzel wächst nach unten und hat nach drei Tagen die nährstoffreiche Blumenerde erreicht. Damit ist die Auflage aus Anzuchterde für die Katz'.
     
  • Hallo Titel!

    Kann es echt sein dass die Wurzeln nach 3 Tagen 5 cm Aussaaterde durchwandert haben?

    Vielen Dank Eisenkraut für deine Antwort!


    Lg:o
     
  • Falls Du das pikieren sparen möchtest, zieh halt einfach alle in einzelnen Töpfen an. Je nach Sorte geht das bestimmt auch in normaler Blumenerde.

    Ich zieh meine Tomaten in kleinen Plastik Schnapsbecherchen ( 4cl) vor. Da braucht man hinterher nichts vereinzeln, aber trotzdem kann man platzsparend reichlich Samen in Reserve säen. Die Becher kosten fast nichts, sind wiederverwendbar und man kann die Feuchtigkeit gut sehen, so dass es nicht zu nass ist. Ich giesse dann mit so einer kleinen Plastik Laborflasche. Wenn die Wurzel anfängt, unten im Kreis zu wachsen, topfe ich in 7x7 oder 9x9 um, dann schon in normale Blumenerde.
     
    Mache ich genauso wie Ralph. Wahlweise kann man zunächst Anzuchterde für die Schnapsbecher verwenden, und dann im Anschluss in Blumenerde umtopfen. Oder gleich Von Anfang an Blumenerde verwenden.

    Grüßle, Michi
     
    Bei Tomaten, Paprika, Gurken und anderen Starkzehrern wie zum beispiel Kohl braucht man keine Anzuchterde.

    Anzuchterde verwende ich bei

    • Blumen
    • Salate
    • Kräuter
    • Erdbeeren
    Aber selbst dort kann man zumeist mit Normalerde ebensfalls gute Anzuchtergebnisse erzielen.


    Ansonsten mache ich es seit Jahren wie oben beschrieben.


    Unten Gartenerde / Kompost oben gekaufte Billigerde. Vorallem früher als ich noch den großen Garten hatte wäre das anderst kaum zu schaffen.


    Pikkiert hatte ich früher erst bei der Aussaat, allerdings hat diese Methode den Nachteil dass die Pflanzen nicht ganz so schnell wachsen.


    Hiermals einige Bilder von 2013 und 2012
    Anzuchten_Lauch.webp Anzuchten-TomatenGurken.webp Anzucht2.webp


    Selbst Karotten hatte ich vorgezogen, weil die Schnecken mir immer alles wegfrassen
    Karotten Anzucht.webp


    Radischen bleiben bis zur Ernte in den Balkonkästen

    Anziehen tu ich noch heute im Mini GWH
    Dabei handelt es sich um die Plastikboxen in denen man an der Gemüsetheke Obst und Gemüse kauft. Die Plastiktüte darüber stammt ebenfalls von der Gemüsetheke.
    Bis die Samen gekeimt sind wird die Tüte oben zugeknotet. Nach dem Keimen bleibt diese offen und dient quasi als Untersetzer, damit das Gießwasser nicht auslaufen kann.
    Anzucht_Tuete.webp minifrühbeet.webp Tomaten_klein.webp


    6 Tomaten blieben in einem Becher bis zum auspflanzen bis zu einer größe von 20 cm. Einige hatte in dem Becker sogar bereits geblüht.

    Tomaten_gross.webp


    Zusatz - VORTEIL: Erhebliche Platzersparnis an der Fensterbanl
     
  • Das Problem - das keines ist

    Wenn die Pflanzen größer werden, dann wachsen die wurzeln ineinander und sind kaum noch zu trennen.
    Tatsächlich hab ich diese dann mit gewalt auseinadergerissen und dabei sind viele Wurzeln abgerissen.

    Das Abreißen der Wurzeln bewirkte sicherlich einen kurzfristigen Wachstumsstop, tatsächlich haben sich die Wurzeln danach jedoch besser verzweigt und wir hatten jedes Jahr traumhafte Tomatenschwämmen.

    Hier ein Besipiel vom Kopfsalat

    1. Zeitversetztes Ansäen
    Kopfsalat_Nachwuchs.webp

    2. Pikkieren
    Kopf2.webp Kopf3.webp
    Pik1.webp pik2.webp pik3.webp pik4.webp pik5.webp pik6.webp
    P1040266.webp

    Kopfsalat.webp Kopfsalat nah.webp
     

    Anhänge

    • Kopf1.webp
      Kopf1.webp
      117,4 KB · Aufrufe: 104
  • Falls Du das pikieren sparen möchtest, zieh halt einfach alle in einzelnen Töpfen an. Je nach Sorte geht das bestimmt auch in normaler Blumenerde.

    Ich zieh meine Tomaten in kleinen Plastik Schnapsbecherchen ( 4cl) vor.

    Ich nehme Jogurtbecher, 125 ml. Die fallen bei mir sowieso als Müll an, und sind damit kostenneutral.

    oben_von_rechts.webp

    PS: Ich nehme auch für die Anzucht normale Blumenerde. Ist nicht Ideal, und ich überlege, ob ich für einiges abgemagerte Erde nehmen sollte, funktioniert im Allgemeinen aber auch.
     
    Vielen lieben Dank für Eure Berichte und Mühen. Werde dann heuer ein bißchen experimentieren und euch dann berichten!:pa:
    GlG Doris
     
    Hallo Doris,
    2 - 3 Löcher in den Joghurtbechern bitte nicht vergessen:grins:
    Geht wie am Fließband mit Kerze und alter Stricknadel.

    Bei Tomaten (und anderem, was sich gern "tiefer legen" lässt wie Kürbis, Sonnenblumen) klappt es auch so sehr gut:
    Becher nur max. 1/3 mit Anzuchterde (oder einem Mix aus Anzucht- u. Pflanzerde) füllen, Keimling wachsen lassen und immer mal wieder teelöffelweise Pflanzerde nachfüllen, so dass der Stiel immer bis kurz vor dem Blattansatz in der Erde steckt.
    Das spart einiges an Pikier-/Umpflanzzeitzeit :D

    Eine andere Variante sich das pikieren (und vor allem endlos erscheinende Wartezeiten bis zur Keimung-grins) zu ersparen ist Keimbeutel/-dose.
    Klappt sehr gut bei Tomaten und beinahe allen größeren Samen:
    1 Blatt Küchenrolle/Tempo zum schmalen Streifen falten, anfeuchten, in Stücke schneiden (z.B. 3 x 3 cm).
    Auf jedes Stück 2 - 4 Samen einer Sorte legen und in einem kleinen Zip-Beutel mit Distanzhalter wie Strohalm oder auf einem Plastiklöffel im Beutel oder s.u. versenken.
    Ab in Richtung Heizung: max. 23° und innerhalb weniger Tage keimen die Samen, die sich dann in Bechern wie oben beschrieben gezielt versenken lassen.
    Statt Beutel tun es auch z.B. Frischkäsebecher mit transparentem Deckel, Schälchen mit Frischhaltefolie oder die Schalen von Fertigsalat vom Discounter.
    Wichtig ist, das die Beschriftung eindeutig bleibt:grins:

    Hier gibt es auch noch Infos dazu:
    http://www.hausgarten.net/gartenfor...utel-methode-was-bedeutet-das-denn-genau.html

    Liebe Grüße
    Elkevogel (die Fragen gern beantwortet und schon die ersten Tomatenkeimbeutel plant - nächste Woche geht es los)
     
  • Zurück
    Oben Unten