Ja, wie sehr sich invasive Pflanzen durchsetzen können, ist von Region zu Region wohl sehr unterschiedlich.
Schmetterlingsflieder habe ich auch im Garten und konnte noch nie eine Vermehrung beobachten. Deshalb hatte ich mich auch gefragt, was daran invasiv sein soll. Irgendwann stieß ich bei Youtube auf ein Video aus Großbritannien, wo es darum ging, wie sich die Art dort entlang der Bahnlinien ausbreitet. Donnerwetter! Das Zeug überwuchert da alles und kommt sogar in mehreren Metern Höhe aus den Klinkerfugen.
Von der Goldrute gab es hier mal ein paar größere Bestände, die aber nach einigen Jahren zusammengebrochen sind. Auch das Drüsige Springkraut war hier mal allgegenwärtig. Dessen Bestände haben sich aber auch allmählich auf kleinere Gruppen am Rande von Sümpfen reduziert.
Kirschlorbeer friert hier zum Glück regelmäßig kaputt.
Der Japanische Staudenknöterich tritt hier an Stellen auf, wo Gartenabfälle wild entsorgt wurden. Ein Aussamen konnte ich noch nicht beobachten. Riesenbärenklau habe ich hier in der näheren Umgebung noch nicht gesehen.
Was, wie geschrieben, eine echte Plage ist, sind die Traubenkirschen. Sie wuchern wie verrückt und breiten sich durch Versamung enorm aus. Wenn man hier von einem Schwarm Stare überflogen wird, hört man kurz danach die Kerne auf dem Boden klicken. Die Wälder sehen teilweise schlimm aus, weil von den Pflanzen alles abgewürgt wird, was nachwachsen will. Eine Bekämpfung wurde vor ein paar Jahren vom Forst versucht, aber selbst der Einsatz von Glyphosat hat nur sehr kurz Erfolge gebracht.