Massiver Verticillium-Befall

Was soll es sonst sein, warum die Pflanzen sterben? Also irgendein Pilz zumindest ist am Werk.
Echten Mehltau kenne ich. Das würde ich am Borretsch ausschließen. So sah er zu keinem Zeitpunkt aus.

Jetzt ist es dunkel. Morgen schneide ich dann eine Pflanze auf. Ich werde mich von einigen Pflanzen auch trennen, so schwer es auch fällt. Damit sie den Rest nicht anstecken.

Der Pilz ist eh im Boden. Ich ziehe bei mir nichts. Manche schaffen es dennoch Früchte reif zu bekommen. Aber ich habe mein Problem ja ausschließlich an den Tomaten. Dennoch können über 500 Pflanzen dem Pilz Wirtspflanze sein. Ich mache mir keinen Kopp mehr. Kann da eh nichts machen außer aufgeben.
@Taxus Baccata es ist wirklich ein anstrengendes Jahr. Eine Bekannte von uns hat einen großen Garten und ist quasi Selbstversorgerin. Sie hat gesagt, dass sie dieses Jahr kaum Ernte haben wird. Es wächst einfach alles nicht so gut. Es gab auch einfach zu viele Faktoren, die die Pflanzen immer wieder geschwächt haben. Natürlich sind sie jetzt total empfindlich.

Ich kann nur auf eine Ernte der Tomaten hoffen. Der Rest stirbt langsam ab. Nächstes Jahr wird sicherlich besser. Aktuell hat mich die Lust und Muße verlassen.
Ich drücke Dir von Herzen die Daumen, dass die Tomaten verschont bleiben. Denn die sind dagegen nun ja auch nicht immun.
 
  • Der Pilz ist eh im Boden. Ich ziehe bei mir nichts.
    Pflanzen, die ziemlich darnieder sind, würde ich schon eher ziehen. Ganz unabhängig davon, um was es sich handelt (meine jetzt nicht speziell Tomaten)
    Es stimmt zwar, dass der Pilz eh überall ist, aber die Pflanzen die verrotten und faulen und Beläge haben, sind gute "Sporenlager" und tragen zur noch intensiveren Verbreitung bei.

    Es ist wirklich ein Jammer dieses Jahr.
    Hier ist es interessanterweise auch so, dass sämtliches sich nicht so gut entwickelt wie sonst - ganz instinktiv habe ich neben den Tomaten die übrige Gemüseanzucht auf ein Minimum beschränkt.

    Sogar ich habe hier bereits schießenden Mangold, habe ich gestern gesehen - obwohl ich ihn spät gezogen und gesetzt habe. (Er kann unmöglich gedacht haben dass nochmal Winter wäre)

    Stauden, die sonst ab Mitte August blühen, blühen jetzt schon. :fragend:

    Es ist alles irgendwie seltsam verschoben und verdreht.

    So richtig glaube ich auch noch nicht an eine kräftige Tomatenernte, auch wenn derzeit noch alles gut aussieht.

    Hier wurde inzwischen zum ersten Mal seit einem Jahr wieder mit gekauftem Tomatenpassata gekocht, und alle haben sich bitterlich beschwert: das Aroma fehlt. Stimmt leider...

    Ich hoffe daher, dass sich mein Gefühl bezüglich der Tomatenernte nicht bewahrheitet...

    @Tomiflora ich drücke dir ganz fest die Daumen.
    Und die Beobachtungen deiner Freundin, die sich über den Garten selbst versorgt, kann ich leider nur bestätigen. Es ist ein verdammt komisches Jahr zum Gärtnern.
     
    Pflanzen, die ziemlich darnieder sind, würde ich schon eher ziehen. Ganz unabhängig davon, um was es sich handelt (meine jetzt nicht speziell Tomaten)
    Es stimmt zwar, dass der Pilz eh überall ist, aber die Pflanzen die verrotten und faulen und Beläge haben, sind gute "Sporenlager" und tragen zur noch intensiveren Verbreitung bei.
    Naja, gut vielleicht kann man das nicht verallgemeinern. Bei mir macht es keinen Sinn.

    Es ist wirklich ein Jammer dieses Jahr.
    Hier ist es interessanterweise auch so, dass sämtliches sich nicht so gut entwickelt wie sonst - ganz instinktiv habe ich neben den Tomaten die übrige Gemüseanzucht auf ein Minimum beschränkt.
    Hier wächst es nicht schlecht. Ist ja erst Juni.
     
  • Ich kann das komische Jahr nur bestätigen. Selbst hier in Kroatien.
    Rostpilz am Knoblauch, bei uns am Haus und 100 m weiter auf unserem 2. Grundstück. Alle Pflanzen wachsen sehr unterschiedlich, ein Broccoli blüht, einer bekommt schöne Köpfe, einer wächst kaum und dem 4. fehlten die Wurzeln. Spinat wächst fast gar nicht, Mangold um so besser. Insekten ohne Ende und Arten die ich noch nie gesehen habe. An einer Stelle ist der Spinat garnicht gekeimt, die Erbsen danach aber auch nicht!
    Es gibt kaum Kirschen in der Nachbarschaft, die Walnüsse fallen mit großen schwarzen Flecken vom Baum (wird der Rakija wohl auch ausfallen). Kartoffeln sehen überall vertrocknet aus, sind sehr klein und teilweise matschig. Junge Bäume werden von Insekten besiedelt. Fast jede Pflanzenart hat irgendwelche Probleme.
    Komisch ist auch das alles was in Töpfen und Kübeln gepflanzt ist wunderbar und gleichmäßig wächst.
    Ich wünsche uns allen trotz der vielen Probleme noch eine gute Ernte.

    LG Mate
     
  • @Mate Kroate das sind sehr interessante Beobachtungen (wenn auch teilweise traurig :traurig:), vielen Dank dass du sie mit uns teilst.
    Ich finde das Jahr auch einfach "komisch".
    Es ist nicht, dass "alles nichts wird" (s. meine Stauden, die einfach 6-8 Wochen früher blühen) es ist eben genau wie du sagst - es verhält sich alles einfach anders als sonst. Und manches, das eigentlich sonst zuverlässig klappt, klappt nicht. Ich kann mich tatsächlich nicht an ein vergleichbares Jahr erinnern.
     
    Hmmm....bei mir ist's auch anders als sonst - alles wächst, blüht und wuchert extrem, Pflanzen wachsen zu Größen, die ich nicht gewohnt bin....1,5 m hoher Salbei, Glockenblumen in Augenhöhe....
    Allerdings kann ich nur von meinen Stauden sprechen, Gemüse hab ich nicht. Die Kräuter in den Töpfen und die Kübelpflanzen sind ganz normal.
     
  • Mir kommt da gerade ein Gedanke!?
    Es ist Länderübergreifend?, Luft oder Wasser kommen in Frage.
    Durch einen dummen Fehler werden/wurden unsere Kübelpflanzen nicht/kaum mit Regenwasser gegossen.
    Wie sieht es bei euch aus?

    LG Mate
     
    @Kapernstrauch das ist interessant. Hier sind auch ein paar Stauden größer als ich es kenne.
    Meine Schwiegermutter sagt immer, dass in dem Jahr als der Fallout von Tschernobyl hier niederging alles anders war und ganz komisch wucherte. Da wir zu der Zeit Kleinkinder waren, erinnere ich mich aber nicht daran.
    Ob es evtl. mit dem Krieg zusammenhängt? Da soll auch einiges in der Luft sein. Vielleicht geht hier ja irgendwas nieder... wer weiß.
     
    Also, nein, das glaube ich nicht - bei uns hat es einfach viel aber regelmäßig geregnet und extreme Kälte gab es auch nicht.
    Zu Zeiten von Tschernobyl ist mir auch nichts ungewöhnliches aufgefallen ( und ich war kein Kind mehr 😉)
     
  • Zu Zeiten von Tschernobyl ist mir auch nichts ungewöhnliches aufgefallen ( und ich war kein Kind mehr 😉)
    Der Großteil des Fallouts ist damals in unserer Region runter gekommen, das war messbar und wurde hier offiziell gemessen und veröffentlicht.
    Meine Schwiegermutter ist keine esoterische Spinnerin, eher ein sehr unaufmerksamer Mensch, dem sonst sehr wenig auffällt.
    Andere Leute haben diese Beobachtung auch bestätigt.

    Hier hat es seit der große Regen aufgehört hat kaum noch geregnet. Und dass die Ukraine durch den Krieg vergiftet und verseucht ist, ist leider eine Tatsache. Nachbarländer haben deswegen bereits die Einfuhr von Erzeugnissen gestoppt.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Also, nein, das glaube ich nicht - bei uns hat es einfach viel aber regelmäßig geregnet und extreme Kälte gab es auch nicht.
    Zu Zeiten von Tschernobyl ist mir auch nichts ungewöhnliches aufgefallen ( und ich war kein Kind mehr 😉)
    Geregnet hat es hier auch seeehr viel, extreme Kälte haben wir hier aber immer sehr selten. Ich tippe auf den Regen. Durch was oder woher die bösen Sachen kommen???
    Vielleicht kann man mal eine Umfrage starten wer Probleme mit Kübel - oder Beetpflanzen hat. Gießen mit Regenwasser oder Leitungswasser......
    Wohnt in welcher Region/Land......

    LG Mate
     
    Hier eine verwelkte Aubergine aufgeschnitten
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    Sieht erstaunlich normal aus. Aber in den Blättern scheint das Wasser nicht anzukommen.

    Heute sahen auch die Tomaten gestresst aus. Haben sich alle total eingerollt und manche hingen schlapp runter. Dabei war heute bewölkt. Ich habe geharkt und gewässert ausgiebig. Ich hoffe, es kommt kein Gießverbot.

    Habe mit Schachtelhalmextrakt gegossen und das gröbste an befallenen Pflanzen entfernt bzw. zurückgeschnitten. Mein Kürbis hat nun nur noch 2 Blätter. Hoffentlich schafft er das. Er hat ja schon Blüten angesetzt.

    Morgen koche ich Knoblauchsud. Angesichts der sich sicher bald ausbreitenden BF sicherlich nicht verkehrt, die Pflanzen etwas zu stärken.
     
    Hier eine verwelkte Aubergine aufgeschnitten
    Anhang anzeigen 744782

    Anhang anzeigen 744783

    Sieht erstaunlich normal aus. Aber in den Blättern scheint das Wasser nicht anzukommen.
    Man sieht, dass das wasserführende Gewebe beginnt, sich braun zu färben.
    Heute sahen auch die Tomaten gestresst aus. Haben sich alle total eingerollt und manche hingen schlapp runter. Dabei war heute bewölkt. Ich habe geharkt und gewässert ausgiebig. Ich hoffe, es kommt kein Gießverbot.

    Habe mit Schachtelhalmextrakt gegossen und das gröbste an befallenen Pflanzen entfernt bzw. zurückgeschnitten. Mein Kürbis hat nun nur noch 2 Blätter. Hoffentlich schafft er das. Er hat ja schon Blüten angesetzt.

    Morgen koche ich Knoblauchsud. Angesichts der sich sicher bald ausbreitenden BF sicherlich nicht verkehrt, die Pflanzen etwas zu stärken.
    Ich würde es Dir wünschen, dass das klappt. Aber meiner Erfahrung nach, verschlimmert mehr zu gießen die Sache noch.
     
    Was für ein furchtbares Thema 🙈
    Mir schwant für diese Saison auch noch Übles.

    Tomiflora ich drücke dir so fest die Daumen, dass deine Tomaten durchhalten und dass du von den anderen Pflanzen noch etwas hast.

    Ich drücke uns allen die Daumen, dass die Pflanzen einigermaßen durchhalten.

    Hier regnet es gerade. Offenbar seit Stunden und wahrscheinlich noch für paar Stunden. Einerseits ist das natürlich super - andererseits... bin ich gespannt wie es danach hier mit den Pilzen weitergeht...
     
    Danke @Tubi und @Taxus Baccata Wenn ich das so Revue passieren lasse, dann hätte ich eventuell weniger Pflanzen setzen sollen. Der Boden ist noch schlecht aufbereitet. Ich dachte, ich mache mir nicht die Mühe wie letztes Jahr. Da habe ich große Löcher gebuddelt und viel gute Erde reingemacht. Dieses Jahr dachte ich, die müssen eben mit dem klar kommen, was da ist. Der harte Lehmboden ist schwer zu durchdringen bei Trockenheit, wahrscheinlich sind die Pflanzen dadurch geschwächt.

    Was bleibt, ist die Erkenntnis, mehr auf resistente Sorten und Arten zu setzen, da unsere Bedingungen extremer werden.
     
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