Langzeitdüngerkügelchen

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im Vest/Kölsche Enklave
Hallo,

beim ausräumen der alten Erde in den Pflanzkübeln ist mir aufgefallen das
der Langzeitdünger (Kügelchen) sich gar nicht aufgelöst hat.

Tante Wiki meint nur Lapidar:
Wiki schrieb:
Als Langzeitdünger dient CaNaPO4 * CaSiO4. Dieses ist nicht wasserlöslich und wird durch organische Säuren von den Wurzeln gelöst.

Scheint also normal zu sein, nur finde ich das irgendwie Blöde das die Kugeln
jetzt immer mal wieder nach oben kommen, habe die alte Erde in Beete
untergebuddelt.
Und müssten nicht doch einige Kugeln wenigstens so halb angefressen sein?
Kommt doch sonst kein Nährstoff in den Boden, oder?

Jedenfalls werde ich diese Saison auf Flüssigdünger Umsteigen
 
  • Flüssigdünger könnte evtl. auf Dauer teuer werden. Zumindest bei mir. Wie wäre es vielleicht mit einem Feststoffdünger, den man aber im Gießwasser auflösen kann!?

    Und ich selber werfe mal 'ne Frage in den Raum: Welche Rolle spielt Schwefel!? Ich hab jetzt schon mehrere Flaschen Mineraldünger in den Händen gehabt, bei allen hat Schwefel gefehlt. Nehme ich dann z.B. den Compo Tomaten-Langzeitdünger, dann enthält der 7% Schwefel. Also eine ganz schön beachtliche Menge. Tomaten scheinen davon also eine ganze Menge zu benötigen!?

    Grüßle, Michi
     
    ja, günstiger ist der Feste schon...

    habe gerade mal nach dem Schwefelgehalt geschaut

    Feststoff (Compo Gartenlangzeitdünger) 7% Schwefel, 5,9% Wasserlöslich
    Flüssger Kopfdünger (Aldi) 1% Schwefel

    naja, erhebliche Unterschiede, jetzt müssen wir nur herausfinden was der
    Schwefel bewirkt bzw. für die Gemüsepflanzen tut
     
  • habe in dem Düngen in 5 Schritten pdf das gefunden:

    Schwefel (S)
    Dynamik im Boden
    Der Großteil des Schwefels ist in der
    organischen Bodensubstanz gebunden. Seine
    Freisetzung erfolgt, analog zu Stickstoff, durch
    den Humusabbau. Darüber hinaus enthalten
    gartenbauliche Kalium- und Magnesiumdünger
    Schwefel in Form von Sulfat. Eine weitere
    Schwefelquelle war in vergangenen Jahren
    der „saure Regen“: Die Luft enthielt aus der
    Verbrennung fossiler Brennstoffe entstandenes
    Schwefeldioxid, welches mit dem Regenwasser
    als Schwefelsäure in den Boden gelangte.
    Inzwischen wurden die Schwefelemissionen
    allerdings stark reduziert. Unabhängig von
    seiner Herkunft reagiert elementarer Schwefel
    mit Wasser und Sauerstoff ebenfalls zu
    Schwefelsäure, welche den pH-Wert des Bodens
    absenkt.
    Funktion in der Pflanze
    Schwefel wird vor allem für den Aufbau von
    Eiweiß benötigt. Mangel äußert sich in flächig
    vergilbten jungen Blättern, ist aber angesichts der
    Einträge durch K- und Mg-Dünger sowie Humus
    (s.o.) unwahrscheinlich.
    Zu hohe Schwefelmengen schädigen die Pflanze
    nicht.
     
  • Okay, demnach scheint S schon ziemlich wichtig sein. Und mineralischer Flüssigdünger deckt womöglich nicht ausreichend den Bedarf!?

    Grüßle, Michi
     
    ...beim ausräumen der alten Erde in den Pflanzkübeln ist mir aufgefallen das der Langzeitdünger (Kügelchen) sich gar nicht aufgelöst hat.
    Eine irrige Annahme, die oft zu lesen ist.:grins:

    Die Hülle des Depotdüngers, das sogenannte Kunstharzkorn, ist relativ lange formstabil, schwer abbaubar und beeinhaltet letztendlich nur noch Wasser. So entsteht der Eindruck, der Dünger hätte sich nicht aufgelöst.;)
     
  • södele,

    gerade mal ein paar Kügelchen gesucht und untersucht,
    einige sind hohl und lassen sich plattdrücken,
    andere sind fest und wenn man sie zerschneidet dann
    ist drinnen eine blaue pulverige Masse.

    also sind alle Klarheiten Beseitigt :D
     
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