Hilfe, Tomatenpflanze stirbt ):

  • Es gibt Fälle, da läuft es halt eben nicht immer so wie es sein sollte. Dass es bis Saisonende einem nicht vergönnt war Samen zu gewinnen.

    Natürlich "muss" man nicht mit biegen und brechen von jeder angebauten Sorte Samen gewinnen müssen. Die Wiederbeschaffung einer Sorte aus einer anderen Bezugsquelle (Shop, Samenarchiv, Genbank, Foren, ...) ist meist für die meisten Sorten weitaus weniger aufwendig, als der winterliche Anbau. Allerweltssorten wie Green Zebra, Berner Rose, o.ä. würden es nie für mich ins Haus schaffen.

    Aber dann gibt es noch die absoluten Raritäten oder Pflanzen die weltweit einmalig sind (= Mutation, Eigenzüchtung). Das sind Fälle wo eine Wiederbeschaffung von Saatgut unmöglich ist oder mit einem so extremen Aufwand verbunden, dass man sich lieber ein Steckling der betreffenden Pflanze/Sorte ins Haus holt.

    Und: Tomaten tragen grundsätzlich auch im Winter im Haus. Das hab ich bereits in meinem ersten Tomaten-Jahr bewiesen und dann all die Jahre darauf. Bis ich dann umgezogen bin. In meiner Kellerwohnung ist es nun zu dunkel für sowas. Wiegesagt: Es geht, verlangt aber besonderes Feingefühl.

    Grüßle, Michi
     
    Letztlich machen die Profis, die uns ganzjährig mit Tomaten versorgen im Gewächshaus nichts anderes. Nur mit mehr Aufwand und Technik.
     
  • Na machbar ist es auf jeden Fall, aber ansehnlich ist es nicht.

    Ich spreche aber auch nur von den verglasten Lodgias. Obwohl es dort natürlich viel wärmer als draußen ist, ist es dort keineswegs warm genug für die Tomate und diese hängt gerade so an ihren Leben. Meist sind die Tomaten halb welk und trocken und der Rest des Laubes ist mit gelben Flecken bedeckt und von Spinmilben oder anderen Ungeziefer stark befallen. Ob man davon noch irgendwelche brauchbare Früchte ernten kann weiß ich nicht.

    Ansonsten ist die Idee das ganze Jahr hinweg zu ernten natürlich genial und machbar muss es sein, denn bei uns gibt es ganzjährig Tomaten aus Holland zu haben und in Holland gibts nicht mal im Sommer das passende Wetter für Tomatenanbau, also müssen die Tomaten unter Kunstlicht wachsen.

    Ich wollte schon immer einen Wintergarten haben, aber ich glaube wenn ich einen hätte, würde ich dort eher Zitrusfrüchte, Bananen und ähnliches unterbringen. Eventuell vllt Paprikas, aber da bin ich mir nicht sicher, ob das zum Ambiente passen täte.
     
  • Wir hatten bereits Tomaten für die Winterernte ausgesät, allerdings die kleine Sorte "Red Robin". Das funktionierte bei uns an der Südseite mit bodentiefen Fenstern ohne Kunstlicht wunderbar. Bei vier Pflanzen kommt auch eine ordentliche Portion zusammen. Geschmacklich keine Freilandtomaten, säuerlicher, aber mit diesen knusprigen Wintercocktailtomaten aus dem Supermarkt können die es locker aufnehmen.

    Im Frühsommer pflanzten wir diese Tomaten in das Gartenbeet und alle Pflanzen hingen ein zweites Mal voll:

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    Geiztrieb mit ins Haus nehmen haben wir auch probiert, bei einer Olympischen Flamme. Ging auch, jedoch würde ich das nur mehr im Notfall machen, da irgendwann diese kleinen weißen Fliegen überhand nahmen.
     
    Ich hatte von 2013 auf 2014 einen Geiztrieb überwintert, da es mir nicht gelungen war, von der Sorte (Royal Hillbilly) verhütete Samen zu gewinnen. Das hat ausgezeichnet ohne Kunstlicht (und ohne Fliegen) geklappt und die Früchte haben sogar besser geschmeckt als jetzt im Sommer. Aber es war eine eher kleinwüchsige Sorte (ca. 90 cm hoch). Bei großen Stabtomaten würde ich das nicht machen.
     
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