Hilfe mit Klee im Rasen

  • Ich mach das mit dem Wolf-Garten - Bügeljäter HO-M 15

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  • Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen!
    Ich bevorzuge bei feuchtem Untergrund das Ausreißen von Hand.
    Ich bin zwar in dem Alter, in dem man beim Schuhe binden gleich herumschaut, was man noch machen könnte, wenn man einmal unten ist,
    aber was sind 30 qm?? Und sie bestehen ja nicht nur aus Klee-"nestern"!
    Da lohnt sich schon mal das "Rutschen auf den Knien", und anschließend weiß man auch, welche Fläche von einer einzigen Kleepflanze bedeckt wird, und dass das machbar ist.
    Was ich niemals empfehlen würde, ist Vertikutieren, denn so sauber kriegt man die zerteilten Kleepflanzen nicht aus der Wiese, dass man den Weißklee nicht extrem vermehrt.
     
  • Pfuh... Also 300qm händisch mit so nem dings durchzuarbeiten braucht viel geduld :D

    Spiele momentan ein bisschen mit dem gedanken zumindest teilweise wie merls beschrieben hat den rasen zu regenerieren... Da ist wirklich kaum mehr rasen übrig.

    Den rest (ca. Die Hälfte) werde ich vorerst versuchen mit der düngermethode zu retten und wie empfohlen dort das vertikutieren bleiben lassen...

    Versuche grad mal abzuschätzen, wie und wo ich die materialien herbekomme...
     
  • Ach ja... Noch eine Frage...

    So eine regeneration... Wann ist der beste Zeitpunkt dafür? Kann man sowas auch im Herbst (September / Oktober) machen? Oder besser im Frühjahr?
     
    Oh, Pardon, Fiveline.
    Ich meinte auch 300 qmtr. Vielleicht bin ich zu alt, um so große Zahlen richtig schreiben zu können.:D
    Aber ich bleibe bei der Aussage.
    Und ich weiß, wovon ich rede. Um den dominierenden Löwenzahn stark zu reduzieren, habe ich ihn vor 4 Jahren von Hand auf meinen ebenfalls rund 300 qmtr Wiese ausgestochen. Dadurch habe ich nur noch gelbe Spotlichter an den Rändern, die allerdings nicht samen dürfen. Wenn ich Zugang habe, dann ist es Anflug von außen und wird rigoros ausgestochen.
    Mit meinem Weißklee bin ich lange nicht so weit, weil ich die Düngemethode eben doch vorziehe.
    Aber ehrlich, ich spüre auch meine 78 Jahre.:unsure:
     
    Und wenn die Tretmühle zuviel wird und nichts brachte:

    WeedEx. Nach 14 Tagen darf sogar ganz offiziell wieder Milchvieh weiden.

    WeedEx steht dabei synonym für alle Mittel auf Basis von 2,4-D, Dicamba, Mecoprop und MCPA. Gibt es unter mindestens 4 Namen zu kaufen,
     
  • Ich werde nicht müde, neue User darauf hinzuweisen, dass man auf Gifte verzichten (bzw. zumindest für den Hausgebrauch endlich verbieten) sollte, da die schädlichen Auswirkungen für die Umwelt enorm sind...

    Und ich werde auch nicht müde darauf hinzuweisen, dass man (eigene Erfahrung!) mit wirklich wenig körperlicher Arbeit und viel Pflege den Klee auch ohne Gift (bis auf kleine Stellen, da muss man dann ein bisschen händisch nacharbeiten) aus dem Rasen bekommt.
     
  • Hallo...

    gift ist definitiv ausgeschlossen. Wir haben zwei kleinkinder, die da rumtollen. Da kommt sowas gar nicht in frage. Dann lieber etwas mehr aufwand.

    Apropos aufwand... Werde nun doch die gesamte rasenfläche regenerieren. Das ganze werde ich mitte September angehen.

    Bin mir nur noch nicht sicher bzgl. bodenverbesserung. Wie dick sollte in etwa die humus/sand schicht sein?
    Ist ein humus/sand gemisch inkl. dünger in ordnung, oder muss unbedingt kompost rein?

    Danke für eure hilfe!
    Schöne grüße peter
     
    Humus/Sand mit Dünger ist genausogut wie mit Kompost. Das macht keinen Großen unterschied.
    Mitte September ist die beste Zeit für eine Regeneration. Das Unkraut wächst kaum noch und dem Rasen ist es nach dem warmen Sommer gerade recht das der Boden noch schon aufgewärmt ist. Ich habe im Septermber die besten Erfahrungen mit einer Neuanlage/Regeneration gemacht.

    Ich würde die Schicht nicht zu dick wählen, ausser du willst Unebenheiten ausgleichen.
    In dem Fall erst Ausgleichen, dann Nachsähen und oben drauf nochmal eine hauchdünne Schicht gegen das austrocknen.

    Zum Regenerieren solltest du jedoch etwa 3-4 Wochen vor der geplanten Neueinsaat den PH Wert messen und entsprechend auf etwa PH6,5 aufkalken.

    Dann kurz mähen, vertikutieren, nachsähen und eine etwa 1cm Dicke schicht Humus/Sand/Kompost oder (Dünger)
    Gemisch aufbringen und anwalzen. Dann wie immer dauernd feucht halten damit die Samen nicht austrocknen.
    Ist die Schicht viel dicker schaffen es viele Samen nicht zu keimen oder die kleinen Rasentriebe schaffen es nicht rechtzeitig ans Licht. Bei 3cm wirds schon wirklich eng und eher ungleichmäßig.

    Lieber nochmal im Frühjahr nach dem 2-3mal mähen eine dünne Schicht gesiebten Feinkompost mit Sand aufbringen und einrechen.
     
    Ui... Vielen Dank für die ausführliche Antwort!!!

    Wie ist denn das optimale mischungsverhältnis?? Da liest man ja alle möglichen Varianten... Ist ein mischverhältnis 2/3 humus 1/3 sand in Ordnung?

    Vielen Dank für die Hilfe!
     
    Das kommt auf den Boden an.
    Je sandiger desto weniger Sand und mehr Humus.
    Lehmiger Boden Mehr Sand weniger Humus.

    Sand sorgt für bessere Drainage mit der Zeit, wichtig für lehmigen Boden damit das Wasser nicht drauf stehen bleibt.

    Humus/Kompost sorgt für bessere Wasserspeicherfähigkeit wichtig für sandige Böden damit das Wasser nicht einfach nur versickert sondern auch in den oberen Schichten zum Teil gehalten wird. Oder aber um Nachsaat feucht zu halten.

    Da du nach eigener Aussage ziemlich lehmigen Boden hast, würde ich eher Richtung halb und halb gehen, und im Frühjahr besanden und dann eine dünne Schicht gesiebten Kompost auftragen und gut einrechen.

    Das Besanden kannst du mehrmals im Jahr machen. Gewaschenen Rheinsand 0-2mm kaufen, möglichst trocken
    auf der Fläche mittel Streuwagen verteilen und einrechen. Nach 2 Wochen ist der nicht mehr zu sehen und hat sich in den Boden gewaschen. Damit bekommt man über die Jahre den lehmigen Boden lockerer.
     
    Sounds like a plan!!

    Danke danke danke!

    Dann werd ich mal material organisieren und vertikutierer reservieren :)
     
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