Hilfe mit Klee im Rasen

pez33

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01. Aug. 2019
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Hallo liebe rasenprofis,

ich habe ein grundstück mit ca. 300qm. Der boden ist ziemlich lehmig. Gemäht wird mit rasenroboter.

Bis jetzt habe ich über jahre die rasenpflege nicht so ernst genommen (auch aus unwissenheit heraus). Also nie vertikutiert, selten (und wenn dann mit billig dünger) gedüngt und auch nie gesandet oder frische erde drauf. So nach und nach haben sich bei uns im rasen (welch wunder) weißklee und schafgarbe breit gemacht, sodass über große teile fast kein rasen mehr übrig ist.

Mittlerweile haben wir zwei kleinkinder, und die bienen im klee ein echtes problem. Außerdem hätte ich gerne mehr rasen als klee in der wiese ;)

Jetzt meine frage an die profis. Wie kann ich klee und schafgarbe in den griff kriegen?

Ist eine neuanlage unausweichlich? Wenn ja, wie funktioniert das?

Können die unkräuter durch regelmäßiges vertikutieren, sand, erde, nachsaat, düngen und wässern nach und nach zurück gedrängt werden?

Unkrautvernichter kommt für mich auf keinen fall in frage (ganz besonders wegen der kids).

Wie würdet ihr so ein Projekt angehen?

Vielen Dank für eure Hilfe

Schöne Grüße
 
  • Hallo Pez,

    willkommen im Forum. Klee und besonders Schafgarbe mögen mageren Boden. Mit Düngen solltest du sie schon mal zurückdrängen können.

    Liebe Grüße, Pyromella, die weitere Beratung lieber den Rasenprofis überlässt.
     
    Genau. Und lieber nicht vertikutieren, damit verbreitest du den Klee nur noch mehr. Regelmässiges Düngen hilft hier am meisten. Also ca. alle 4 - 6 Wochen düngen, im Herbst einen Herbstdünger ausbringen.
     
  • So mache ich das auch, Wasserlinse, und nach und nach verzeichne ich Erfolg.
    Und Du hast auch darin Recht: Die beste Methode, Weißklee zu verbreiten, ist Vertikutieren.
     
  • Hui vielen dank für eure tipps...

    Ich wollte mal versuchen richtig rabiat zu vertikutieren und durch nachsäen wieder rasen rein zu bekommen. Vor allem, weil man so im www oft liest, dass weißem klee relativ gut mit vertikutieren beizukommen wäre...

    Aber nachdem nun schon 3 foren-urgesteine davon abraten, werd ich mal meine finger davon lassen...

    Düngt ihr also auch im hochsommer?

    Denkt ihr, der lehmboden ist problematisch für rasen? Beim anlegen habe ich schon so ca. 4-5cm humus aufgebracht. Allerdings nie sand. Vermutlich wäre regelmäßig sand aufbringen auch nicht schlecht oder?

    Wie schnell denkt ihr, sieht man erfolg? In einer saison? In jahren?

    Danke für eure Hilfe!

    Schöne Grüße
     
    Ich dünge von Beginn der Vegetationsperiode (ja nach Wetter schon ab März) alle sechs Wochen, die letzte Düngung im Herbst ist dann kaliumbetonter Herbstdünger...

    Erfolge sieht man teilweise schon nach wenigen Tagen...
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Hui vielen dank für eure tipps...

    Ich wollte mal versuchen richtig rabiat zu vertikutieren und durch nachsäen wieder rasen rein zu bekommen. Vor allem, weil man so im www oft liest, dass weißem klee relativ gut mit vertikutieren beizukommen wäre...

    Aber nachdem nun schon 3 foren-urgesteine davon abraten, werd ich mal meine finger davon lassen...

    Düngt ihr also auch im hochsommer?

    Denkt ihr, der lehmboden ist problematisch für rasen? Beim anlegen habe ich schon so ca. 4-5cm humus aufgebracht. Allerdings nie sand. Vermutlich wäre regelmäßig sand aufbringen auch nicht schlecht oder?

    Wie schnell denkt ihr, sieht man erfolg? In einer saison? In jahren?

    Danke für eure Hilfe!

    Schöne Grüße
    Besser wie zu vertikutieren wäre es mit der Lüfterwalze den ja einige Vertikutierer mit sich bringen zu arbeiten. Sie durchkämmt den Rasen und richtet zb. den Klee auf, den man anschließend abmähen sollte, was den Klee auf dauer schwächt. Auch reiner Stickstoffdünger stärkt den Rasen und schwächt den Klee.Auch Hornmehl soll helfen den Klee Biologisch zu verdrängen.
    Düngen sollte man alle 4-6 Wochen, am besten organisch (bzw. organsich-mineralisch) und im herbst dann Herbstrasendünger.
    Bei Lehmboden würde ich empfehlen ein Kompost Quarzsand (verhältnis 70 zu 30)gemisch in den Rasen einzuarbeiten.Und auch Mulchen verbessert die Bodenstruktur, dann muss man aber mind. 2 mal die Woche mähen und Geduld solllte man ann auch mitbringen, denn das ist das wichtigste beim Gärtnern.
     
    Ich hatte bereits erwähnt, dass ich keinen Rasen im Sinne der Monokultur bestimmter Gräser besitze, sondern durchaus niedrig wachsende "Gäste" dulde, die den Grasflächen etwas Farbe und Lebhaftigkeit verleihen, wie Gänseblümchen, Ehrenpreis oder Scharbockskraut.
    Mein Mähroboter ist so eingestellt, dass er die niedrig wachsenden "Beipflanzen" verschont, und damit leider auch den Weißklee.
    Um ihn im Zaum zu halten dünge ich trotz des Robotereinsatzes mindestens 5 X pro Jahr und wie Fiveline beschreibt zum Abschluss mit einem kaliumbetonten Herbstdünger.
    Unter Wetterverhältnissen, die das Gras keimen und wachsen lassen, wird mit dem Dünger jeweils auch Grassamen ausgebracht.
    Die Kleeflächen nehmen langsam, aber mit Kontinuität ab.
    Heuer habe ich noch etwas beobachtet:
    Die regelmäßig kurz geschnittenen Gräser (4 cm) werden trotz erneuter Verbrennungsschäden angesichts der Dürre besser mit der Sonnenglut fertig als der Weißklee. Ich nehme an, dass sie durch den Roboterschnitt zu tieferer Wurzelbildung angeregt wurden.
     
    vielen dank für eure anregungen...

    wir mögen es eigenltlich nicht ungern, ein paar gänseblümchen usw. bei uns zu haben. muss nicht unbedingt ein englischer rasen sein. aber nur mehr klee und schafgarbe und damit einhergehend auch dementsprechend viele bienen ist auch nicht gerade das, was wir uns unter wiese vorstellen :)

    also dann werd ich mal das mit dem regelmäßigen düngen ausprobieren.

    bzgl. kompost/quarzsandgemisch... wieviel nimmt man da in etwa? und wie oft macht man sowas? einmal im jahr? oder öfter?

    schöne grüße peter
     
    vielen dank für eure anregungen...



    bzgl. kompost/quarzsandgemisch... wieviel nimmt man da in etwa? und wie oft macht man sowas? einmal im jahr? oder öfter?

    schöne grüße peter
    Die Menge und die häufigkeit ist natürlich immer abhänging vom Zustand des Bodens bzw. Rasens. Ich nehme zum Verteilen immer einen Besen und verteile den Kompost/Sand dünn im Rasen, er soll ja schließlich nicht erstickt werden.
     
  • Mal sehen wo ich sand und humus organisieren kann...

    Sand denk ich hol ich mir aus dem Kieswerk... Aber den humus... Da muss ich noch kreativ werden... Der kostet bei uns bei der gemeinde ca. 34€/m3. Auch nicht gerade günstig...
     
  • Das mit der Lüfterwalze ist einleuchtend, Kantenstecher!
    Ich werde mir solch ein Gerät zunächst ausleihen und ganz sicher ausprobieren.(y)(y)
     
    Jop stimmt... Klingt einleuchtend...

    Was haltet ihr von diesem aerifizieren? Also Löcher in den Boden stanzen und mit sand auffüllen? Irgendwie mega aufwändig...
     
    Was haltet ihr von diesem aerifizieren?
    Peter,
    hab ich mal versucht, weil mein Boden sehr verdichtet war, aber durch Dauerfeuchtigkeit.
    Dadurch hatte ich extrem viel Moos . Schattenseite am Waldrand.
    Hab wie eine Bekloppte Löcher in meinen Rasen gebohrt, und gehofft, es wird trockener.
    Hat nix genützt. Mittlerweile behalte ich einfach mein Moos, ist schön weich beim Barfußlaufen,
    und duch die Schattenlage auch immergrün. ;)
     
    Recht so, Anne!
    Moos habe ich zwar nicht mehr seit Robby's Machtergreifung, aber ich reiße mir auch kein Bein mehr raus, wenn die Natur es anders will als ich. Sie ist sowieso in der Übermacht.:grinsend:
    Und ich bin GsD noch "flexibel".
     
    Aerifizieren bringt nur der drainage was. Sprich wenn wasser auf dem Rasen stehen bleibt und nicht richtig versickert. Bei lehmhaltigen Böden kann das sinnvoll sein. Aber dann mit einem bezinbetriebenen gerät und nicht per hand das dauert sonst Tage.

    Weissklee ist oft ein Anzeiger für Stickstoffmangel sprich Düngermangel. Je nach dem wie groß die Flächen mit Weissklee sind, sollte man überlegen diesen einfach abzuschälen etwas Rasenerde drauf und neuen Rasensamen sähen.

    Wenn die ganze Fläche betroffen ist und nur noch sehr wenig rasen übrig ist, würde ich warscheinlich eine Regeneration machen. Sehr niedrig mähen, extrem tief vertikutieren bist nurnoch wüste übrig ist und dann
    starterdünger oder organischen Dünger, rasensamen und mit einer 1cm dicken Schicht Rasengrund (Erde Sand Gemisch) abdecken und dann die nächsten 3-4 Wochen Dauerfeucht halten.

    Durch regelmäßiges Düngen (wirklich alle 4-6Wochen) wirst du damit die vielen Beikräuter in den Griff bekommen.
     
    Die regelmäßig kurz geschnittenen Gräser (4 cm) werden trotz erneuter Verbrennungsschäden angesichts der Dürre besser mit der Sonnenglut fertig als der Weißklee. Ich nehme an, dass sie durch den Roboterschnitt zu tieferer Wurzelbildung angeregt wurden.
    Nicht unbedingt deswegen, sondern weil dann die unteren Teile der Grashalme nicht mehr beschattet werden und sich so an die Sonne gewöhnen. Der Rasen wurzelt dann tiefer, wenn er nicht so oft gewässert wird.
     
    Das leuchtet auch ein, Wasserlinse!
    Normal reichen meine 2,5 Kubikmeter gesammeltes Regenwasser für Gießen und die größte Not auf den Wiesen aus, nur aber 2018 und 2019 nicht. Und Garten mit Leitungswasser zu sprengen habe ich mir abgewöhnt, denn wir haben die höchsten Wasser- und Abwasserpreise von Deutschland.
    Momentan sind die noch nicht vernarbten Wiesenflächen von 2018 noch nicht wieder restlos geheilt bzw. neu geschädigt, aber ich bin überzeugt, sie kommen wieder.
     
    Nein... Stehwasser hab ich keines....

    @merls: wie schält man klee ab? Wird das händisch gemacht? Oder gibt es da effektivere wege?

    Wäre so eine regeneration mit einem handelsüblichen vertikutierer möglich oder sind die zu schwach für so eine Aktion?
     
    Abschälen bedeutet eine gewisse Höhe der Fläche zu entfernen und dort dann mittels Humus etc, eine neue Rasenfläche anzulegen.
     
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