Hilfe bei Gestaltung vom Vorgarten

TIh

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29. Sep. 2017
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Hallo,
benötigen ein paar Tipps zur Gestaltung von unserem Vorgarten.
Evtl. kleiner Baum, sehr naturnah soll er nachher sein.
Kann uns jemand Ratschläge geben?
 

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  • Willkommen hier.

    Sag mal was zu deinem Vorgarten.
    Insbesondere Licht (Ausrichtung) Bodenbeschaffenheit und Größe der Fläche.

    Kleiner Baum? Die werden ja alle mehr oder weniger groß (da ist es auch wichtig die Breite der Fläche zu wissen!)

    Ich vermute du hast nicht so viel Erfahrung?
    Wie sieht das mit der Zeit und dem Pflegeziel aus?
     
    Hallo,
    mit deiner Vermutung liegst du richtig.
    Der Vorgarten ist nach Osten ausgerichtet.
    Der kleine Baum darf auch ruhig etwas größer werden. Der Boden ist hier sehr Lehmartig, wenn du das meinst. Wenn es nachher einfach zu pflegen ist, könnte ich mir vorstellen auch viel Zeit damit zu investieren.
    Danke schon einmal.
     
  • Meine Wahl würde natürlich auf einen Obstbaum fallen.

    Alle anderen Bäume haben eben nur eine sehr begrenzte Blütezeit, während der Obstbaum nach der Blüte mit den Früchten immer noch eine Augenweide ist.
    Mein Tipp ist weg von den Klassikern - Wie wäre es mit der Quitte.
    Äpfel Birne und Kirschen kann man günstig erwerben aber Quitten gibt es seltenerer.
    Der wohl optisch schönste Obstbaum ist aus meiner Sicht der Pfirsich (wenn es bei euch nicht zu kalt ist). Pfirsich ist aber sehr problematisch wegen der Kräuselkrankheit. Spritzen ist hier ein Muss.

    Obstbäume haben ferner den Vorteil, dass bei der Auswahl Buschbaum auf schwachwachsender Unterlage diese auch langjährig klein bleiben.

    Ein angeblich recht unproblematischer Obstbaum ist die eher unbekannte Paupau (Indianerbanane). Ich hab drei davon. Das langsame Wachstum erfordert aber Geduld. Ich würde mich ferner auch nicht zu sehr auf die neueren selbstfertilen Sorten verlassen und lieber 2 verschiedene Sorten der Paupau setzen. Ferner haben heimische Insekten bisweilen Probleme mit unbekannten Blüten und so ist eine Handbestäubung von vielen Beistzern empfohlen (Meine sind noch zu klein um Erfahrungen diesbezüglich zu geben)

    Bei der Westlage sollten die heimischen Obstsorten noch problemlos ausreifen können.

    Häufig kommt der Lebensbaum bzw. die Thuja zum Einsatz VOR DER ICH WARNEN WILL. Diese Bäume wachsen rasant und können gerne auch 30 m. hoch werden und so dicht dass man im sommer Licht anmachen muss. Also niemals in die Nähe von Fenstern.

    Grundsätzlich haben es schon viele bedauert einen "Hausbaum" zu setzen, weil diese meist zu starkwachsende Züchtungen gepflanzt hatten, so konnten wir unserer Thuja noch im ersten Stock oben die Zweige schütteln.

    Also achte darauf dass der Baum auch dauerhaft klein bleibt das erleichtert auch die Pflege und gegebenfalls die Ernte.

    Flieder ist in Vorgärten auch gerne gesehen aber ich würde dringend abraten, denn Flieder hat nur eine sehr kurze Blühphase und dies zu einer Jahreszeit wo man noch eher weniger im Garten sitzen will.

    Alternativ zum Flieder ist der Sommerflieder der recht lange blüht, pflegeleicht ist und ene wahre Augenweide ist.
     
    Wenn du es lieber etwas exotischer und spektakulärer magst, dann wäre die Bananenstaude noch eine Option.

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    Die "winterharten" Banaen musa basjo (links im Bild) kann mit mittlerem Winterschutz überwintert werden.

    Der riesige Vorteil der Bananenstaude ist das extreme Wachstum der Pflanze.

    Die oben im Bild abgebildeten Bananen waren letztes Jahr 10cm hoch jetzt über 2 m.
    Ab 4-5 m. ist Schluss mit dem WAchstum, dann kommt eine spektakuläre Blüte und bestenfalls sogar Früchte (aber eher ungeniesbar) und danach stribt die Pflanze ab und man beginnt von Neuem.

    Wenn du dich dafür entscheiden willst geb ich Dir noch weitere Tipps dazu.
     
  • Für eine naturnahe Bepflanzung wäre ein Zierapfel, z.B. die Sorte Evereste oder ein Hahnendorn schön.
    Beide Pflanzen gibt es in Buschform oder als Hochstamm.
    Beide blühen im Frühjahr schön und haben im Herbst leuchtende Früchte.
    Fahre mal in eine Baumschule und sieh dir die Pflanzen vor Ort an.
    Da lohnt sich auch eine weitere Fahrt.
     
    Hallo TIh !

    Bei Klimazone 5 b dürfte es der Indianerbanane zu kalt werden. Was sagst Du zu einer Vogelbeere,wäre was für die Vögel, die wächst locker, schlank noch oben und wird nicht so hoch und ist licht, also nicht zu dicht, oder noch Blutpflaume. Da gibt es auch essbare. Dann gibts auch Felsenbirne als Baum,wird auch nicht zu groß die Krone. Davon haben wir in unserer neuen Friedhofsanlage jetzt mehrere gepflanzt bekommen.

    lg. elis
     
    Die Asimina Triloba / Paupau (Indianerbanane) ist winterhart bis 4b (-31 Grad) die kann man auf dem Feldberg pflanzen;). Sie stammt aus Nordamerika und wächst bis hoch zu den Grenzen von Kanada.
    Wer im Garten keine Pfirsiche zum reifen bringt hat mit der Asimina Triloba eine echte Alternative für die etwas andere Frucht, die dem Pfirisch sicherlich ähnlicher ist als der Banane.

    Ferner ist sie ein ausgesprochener Tiefwurzler. Dies kann / muss aber nicht ideal für einen Hausbaum sein. Ideal weil die Gefahr dass Hausleitungen angeriffen werden minimal ist, problematisch weil manchmal Häuser auf Schutt aufgebaut werden oder auf Fels was dann das Wachstum der Asimina erschwert.

    Mit etwas Glück kann man bei pflanzenspezl jetzt noch Früchte bekommen, um diese ungewohnte Frucht mal selbst zu verkosten.
    Ich finde aber dass die ungewöhnlichen und großen Blätter der Asimina ihr einen etwas exostischen Scharm verleihen.
     
    Ich werfe eine kanadische Felsenbirne in den Raum (Amelanchier canadensis).

    Im Frühjahr mit faszinierenden kleinblättrigen Blüten, später mit dunkelroten, fast bläulichen Früchten (Sehr schmackhaft wenn die Vögel was übriglassen) und im Herbst ein farbenfrohes Wechselkleid.
     
  • Felsenbirne ist raumhaft schön, aber schmackhaft????? Nee bitte nicht.
    Gehört nicht umsont zum Kernobst und in den kleinen Beeren auch noch ein Kerngehäse mit vernaschen muss dann wirklich nicht sein.
    Aonsten schon essbar aber normale Himbeeren Erdbeeren etc sind mindestens so gut.

    Die wichtigsten Früchte für den Garten sind für mich Pfirsich und Erdbeeren bedingt auh Birnen. Alles andere kann man auch im Supermarkt kaufen aber die drei Früchte, kann man nur selber anbgebaut vernaschen.

    Ach ja Pflaumen natürlich auch noch, die wässrigen japanischen Pflaumen im Supermarkt sind nur gut zum kompostieren.

    Wenn er bei euch wächst (warm und sonnig genug) eine Pfirsich als Buschbaum.

    Optisch eine Augenweide und zum vernaschen geniale Früchte.

    P1090818.webp

    Das ist eine selten Sorte namens Melred mit tief roten Blüten.

    Problem mit Pfirsich ist, dass er gegen Kräuselkrankheit gespritzt werden muss. Ohne geht nicht. Ist aber nur einmal spritzen vor der Blüte.

    Leider hat mein Baum oben nicht überlebt wieso und warum weiß ich nicht. Im Frühjahr nachdem dieses Bild gemacht wurde nicht mehr ausgetrieben.
     
  • Es ist ein Hochgenuss diese Früchte zu verspeisen.
    Süß-herb einfach vorzüglich.
    Eingekocht, passiert und mit 3:1 Gelierzucker bearbeitet eine wahre Offenbarung als Brotaufstrich.
     
    Es ist ein Hochgenuss diese Früchte zu verspeisen.
    Süß-herb einfach vorzüglich.
    Eingekocht, passiert und mit 3:1 Gelierzucker bearbeitet eine wahre Offenbarung als Brotaufstrich.


    Ich mag die Früchte auch gerne Roh - von einem Kerngehäuse habe ich nie etwas störend wahrgenommen. Und ob der Baum nun trägt oder nicht: Ein Baum, der im Frühjahr und im Herbst noch einmal traumhaft schön aussieht, ist selten.

    Mir fällt sonst - allerding nicht nahrhaft - nur noch die Zaubernuss ein. Blüht sehr früh und lange zu einer Zeit, in der man sich nach Farbe sehnt, ist da auch schon erster Insektenmagnet, und bekommt im Herbst eine sehr schöne Färbung. Die Zaubernuss ist allerding eher ein Strauch, wirklich hoch wird sie nur sehr langsam.

    Auch schön, aber für einen Vorgarten in der Höhe grenzwertig, wäre eine Eberesche. Blüht schön und ist mit den roten Früchten sowohl Zierde als auch Vogelfutter.
     
    Offenbar sind die Geschmäcker verschieden, dennoch denke ich dass ein Kleingarten wichtigeres braucht als eine Felsenbirne.

    Dennoch stimmt es dass diese zu jeder Jahreszeit schön ist und somit auch im Kleingraten eine Berechtigung hat.

    Hab mal nach Bildern gesucht meiner kleinen Felsenbirne.
    Der Strauch wird aber gut und gerne 3-4m. hoch und bis zu 2m. breit.

    Eine Option wäre die Sorte Ballerina. Bleibt etwas schlanker und hat besonders große Früchte.

    Hier mal Bilder von meinem Zwerg:
    Felsenbirne.webp Beeren Felsenbirne.webp
     
    Es ist zwar schade, wenn sich Threadersteller nicht mehr melden, aber da hier so viele Leute mitlesen, helfen die Antworten mit Sicherheit immer irgendjemandem, selbst wenn es unregistrierte Gäste sind. :)

    Bei einer Vorgartengröße von 3x7 Metern würde ich ebenfalls dringend dazu raten, nur begrenzt wüchsiges oder extrem schnittverträgliches zu setzen.
    Das Entfernen großer Bäume, Baumstümpfe und Wurzeln ist sehr (Kosten)aufwendig, wenn man es sich nach einigen Jahren anders überlegen sollte und/oder der Baum krank wird.

    Die Auswahl an kleinwüchsigen Obstbäumen und kompaktwüchsigen Ziersträuchern ist sehr groß, und es gibt auch vereinzelt kompaktwüchsige Bäume wie den Kugelahorn (um nur ein Beispiel zu nennen), die sich für solche Standorte und Zwecke sehr gut eignen.

    Schmetterlingsflieder, der bereits genannt wurde, ist auch immer eine schöne Wahl. Ich kenne sehr viele Flächen, wo er sich in Massen wild angesiedelt hat und eine tolle Weide für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten bietet. Bei mir im Garten lässt er sich sehr schön in die übrige Bepflanzung integerieren.

    Bei der Felsenbirne bin ich etwas zwiespältig. Ich möchte mir zwar auch eine kaufen, aber der Zieraspekt steht für mich selbst eher im Hintergrund.
    Derzeit wohnen wir in einer Art Parksiedlung, und um uns herum gibt es zig Felsenbirnen, die vor ca. 10 Jahren gepflanzt worden sind. Keine davon ist eine "Augenweide".
    Mich fasziniert ja alles, das Früchte trägt - aber ich denke bis eine neu gesetzte Felsenbirne an die tollen Bilder im Internet heranreicht, dürften schon recht viele Jahre vergehen, oder täusche ich mich? :confused:
    Ich lasse mich sehr gerne eines besseren belehren, und falls jemand einen Tipp für eine kompaktwüchsige Felsenbirne hat, die schon nach kurzer Zeit zur Augenweide wird, immer her damit. ;)


    Letztlich ist die Frage aber doch auch, was man möchte: Einen schnellen Effekt?
    Oder eine Anlage, die sich ganz langsam entwickelt?
    Beides hat meiner Ansicht nach seine Berechtigung.
     
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