Herbstgedichte

  • Ersteller Ersteller niwashi
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ich fahr niemals nach Hannover

niwashi, der überhaupt nicht suizidgefährdet ist ...
 
  • Nun, ich habe es ja auch ueberstanden und lebe noch - soweit ich weiss. So schlimm ist Hangover dann doch nicht zumindest nicht auf den ersten Blick.

    take care be good
     
    Warum trübe Gedanken, in sechs Wochen geht es schon wieder aufwärts.In keinem Monat ist es so schön gemütlich wie im November, draußen: Nebel, Regen, Wind. Drinnen: Wärme, Kakao und ein gutes Buch, oder wie heute Nachmittag ganz bestimmt bei mir, Kinder die dann naß reinkommen, Stinken wie ... naja wie nasse Kinder eben müffeln,brauchen dann Trinken und Essen und wenn sie ein wenig gespielt haben gehts wieder raus und alle Türen bleiben natürlich offen. Grüße von M

    (Kinder sind doch auch ein Gedicht)
     
  • Hi Mutt.
    Leider verbringe ich acht Stunden am Tag im Regen, Nebel und Wind. Danach bin ich natuerlich froh wenn ich mich vor den Kamin setze und betrachte den Lough Mask wie er von der Sonne beschienen rot erleuchtet und nach einigen Minuten in der Dunkelheit verschwindet.
    Abgesehen davon lebe ich nun schon laenger nicht mehr in Hangover

    take care be good
     
  • Herbstspaziergang

    Schweigend
    stapfen wir den Weg entlang,
    horchend
    auf der Vögel Sang.

    Überschüttet
    von der Bäume Blätter,
    losgelöst
    in Herbstes Wetter.

    Fröstelnd
    streben wir voran.
    Leise
    Deine Hand ich nahm.

    Wärmen
    wird sie mir das Herz.
    Friedvoll
    zieh`n wir gipfelwärts.

    von Maria Holschuh
     
  • ..nein, ist eine sehr schöne Stadt, mit sehr viel Grün.
    Allein die Herrenhäuser Gärten sind eine Reise wert.

    Liebe Grüße
    Petra, die schon oft durch Hannover geschlappt ist und auch gefahren
     
    Herbst will es werden allerwärts,
    Ob Astern auch und Georginen
    Im Garten glühn mit Freudenmienen,
    Sie tragen doch geheimen Schmerz.

    Die Abendberge träumen nun
    So gold und rot am blauen Bande,
    Als wär es rings im weiten Lande
    Um lauter Glanz und Lust zu tun.

    Auch meine Träume schmücken sich
    Und summen liebe Jugendweisen
    Und tun bekränzte Heimatreisen
    Und blicken still und feierlich.

    Und dennoch weiß mein tiefster Sinn:
    Von meines Lebens Sonnenzeiten
    Ist wieder eine im Entgleiten
    Und heute, morgen schon dahin.

    Hermann Hesse
     
    HUMPTY DUMPTY sat on a wall,
    Humpty Dumpty had a great fall.
    All the kings' horses,
    And all the kings' men.
    Had scrambled eggs,
    For breakfast again.
     
    In seiner stillen Klarheit
    liegt leises Sehnen nach Ruh,
    des Sommers Lüge wird Wahrheit;
    es geht dem ende zu.

    Ein zages Bangen erschüttert
    den Glauben aus spätes Glück
    und unsre Seele zittert
    vor fernen Frösten zurück.
     
  • @pere

    Wunderschön! Mir wärmt es richtig das Herz, wenn ich solche Zeilen lese!
    Danke!


    Tono,
    der so einen Herbstspaziergang auch mal wieder unternehmen muss
     
    ja Tono,
    und wenn ich die anderen Gedichte von ihr lese, könnt ich manchmal heulen....

    Petra, die Gedichte so gern mag
     
    Herbstgedanken
    Der Sommer geht auf Reisen,
    zum Abschied winken Aster
    und Herbstzeitlose, die Blätter
    wechseln aus Trauer die Farbe.

    Die Ernte bringt der Gärtner ein,
    gefüllt ist das Lager verschwenderisch,
    und mit Zucker weckt die Nachbarin
    den Sommer in Gläser und Flaschen ein.

    Welche Vorräte habe ich für den Winter?
    Träume, Melodien und Erinnerungen
    sind in meinen Regalen gelagert
    und Stille zum Trocknen aufgehängt.

    von Manfred Orlick
     
    Der Garten trauert,
    Kühl sinkt in die Blumen der Regen.
    Der Sommer schauert
    still seinem Ende entgegen.

    Golden tropft Blatt um Blatt
    Nieder vom hohen Akazienbaum.
    Sommer lächelt erstaunt und matt
    in den sterbenden Gartentraum.

    Lange noch bei den Rosen
    Bleibt er stehen, sehnt sich nach Ruh.
    Langsam tut er die großen,
    Müdgewordenen Augen zu.​
     
    Tschuldigung, habe noch vergessen:
    Das gerade zitierte Gedicht ist von Hermann Hesse und heißt eigentlich September.
    Ich bin aber der Meinung, dass es sehr schön hier rein paßt.
    Finde dieses Thema sowieso ganz klasse.
    Hätte gerne mehr davon.:cool:
     
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