Rasen: Neu anlegen vs. retten (Probleme mit Granulat)

Ja, das Gefühl habe ich auch, @SebDob!
Wenn der Rasen vor 3 Jahren vom Gärtner angelegt/nachbearbeitet wurde, gehört schon einiges dazu, ihn so runter zu reiten. Und Schuld sind eher nicht die Bimssteinchen.
Ich hoffe für dich, dass Deine Bekannte mehr als nur eine Bekannte ist. Denn was jetzt nicht ist, wird nachdem du Dich abgebuckelt hast, erst Recht nicht sein…..
 
  • Ich bin eben der vermutlich beste Neffe der Welt :sneaky:.

    Das Pipe System von Gardena ist nichts anderes als ein modulares, für Einsteiger leicht zu verstehendes unterirdisches Verlegerohr. Laut User Feedback ist das schon dick genung, um bei der Installation bocking zu sein, also dickere Wände möchte ich vermeiden. Mir gefällt der modulare, plug&play Aufbau mit der Möglichkeit, "Steckdosen" für Wasser im ganzen Garten zu setzten und damit lange Schläuche auf dem Rasen zu vermeiden.

    Mit Wettervorhersage und Bodensensoren werde ich nicht arbeiten. Ich werde einen möglichst einfachen Bewässerungscomputer einbauen, den ich ihr zu Beginn. einstelle und bei Bedarf während der Saison anpasse.

    KI ist nicht meine Wahl, aber wenn man so wie ich mit dem Thema Rasen bei Null anfängt, bleiben einem nur KI, Blogs und Foren. Gerade zum Thema Fräsen fand ich fast ausschliesslich Produkttests, aber keine Diksussion ob Fräsen oder Sanierung besser ist. Das Problem bei den Bimssteinchen war vielleicht, dass man nicht ausreichend neue Erde darübergelegt hat. Tiefer eingearbeitet sollten sie sehr gut sein, um lehmigen Boden aufzulockern.
     
  • Hat Deine Tante denn einen Brunnen oder bspw. einen großen IBC-Tank im Garten der mit Regenwasser gefüllt wird?
    Nein, es handelt sich um eine Hobbygartenanlage mit regulärem Wasseranschluss. Die Verbauchskosten für Wasser spielen keine grosse Rolle und mit einem geeigneten Samen und besserer Bewässerung sollte sich der Verbauch auch in Grenzen halten. Der Wasserdruck ist sehr gut mit unter 12 Sek. für 10l.
     
  • mit einem geeigneten Samen
    Wir haben eine Trockenrasen-Mischung. (RSM 2.2, wenn ich mich recht erinnere).
    Ehrlicherweise muss man sagen, dass auch der im Sommer braun wird, wenn GAR nicht bewässert wird, aber solange es wenigstens ab und zu mal regnet, braucht er keine zusätzliche Bewässerung und bleibt deutlich länger grün, als die Sport-und Spielrasen in den Nachbargärten.
    4 Monate kein Tropfen, wie dieses Jahr, das packt der ohne Bewässerung wenigstens ab-und zu mal, auch nicht.
     
  • Wie sieht es am Wohnort Deiner Tante eigentlich mit den rechtlichen Vorgaben zur Rasenbewässerung gerade mit Frischwasser aus?
    Es handelt sich um eine Anlage ausschliesslich für Hobbygärtner. Da ist der Wasserverbrauch für den Garten die Norm und jede andere Verwendung die Ausnahme. Ich denke nicht, dass es hier rechtliche Probleme gibt. Aber zum Umweltschutz und in Hinblick auf zukünftige Torckenperioden wo es vielleicht mal zu Rationierungen kommen kann, werde ich Samen verwenden, der wenig Wasser benötigt und ein System zu Bewässerung, das möglichst effizient arbeitet.
     
    Ich weiß nicht, wo du gärtnerst. Aber hier in Rhein-Main ist Wasser-Rationierung im Sommer mittlerweile eher die Regel, als die Ausnahme. Also dann, wenn man es eigentlich am nötigsten bräuchte. Ganz klar, zuallererst wird die Rasenbewässerung untersagt, sowie „Gebäudereiningung“ (also z.B. Terassen kärchern oder Ähnliches). Poolbefüllung sowieso.
    Die nächste Stufe ruft dann explizit dazu auf, unrechtmäßige Trinkwassernutzung in größeren Mengen zu melden. Also kann dich jeder Nachbar, dem der grüne Rasen ins Auge sticht, verpetzen…..
    Irgendwo dazwischen geht der Weg!
     
    Das Pipe System von Gardena ist nichts anderes als ein modulares, für Einsteiger leicht zu verstehendes unterirdisches Verlegerohr. Laut User Feedback ist das schon dick genung, um bei der Installation bocking zu sein, also dickere Wände möchte ich vermeiden. Mir gefällt der modulare, plug&play Aufbau mit der Möglichkeit, "Steckdosen" für Wasser im ganzen Garten zu setzten und damit lange Schläuche auf dem Rasen zu vermeiden.


    Ja das meine ich 🤣🤣🤣 mach mal, ich bin raus ✌️
     
    Gerade zum Thema Fräsen fand ich fast ausschliesslich Produkttests, aber keine Diksussion ob Fräsen oder Sanierung besser ist.
    Das ist eigentlich ganz einfach:
    Fräsen = Neuanlage (Aussaat oder Rollrasen) = viel Arbeit + höhere Kosten = sehr gutes Ergebnis
    Tief vertikutieren = Sanierung (Nachsaat) = weniger Arbeit + geringere Kosten = gutes Ergebnis.
    Die Frage ist also, welches Ergebnis gewünscht ist und wie viel Aufwand und Kosten dafür eingesetzt werden sollen.

    Wofür man sich auch entscheidet, wichtig ist anschließend ein Mindestmaß an regelmäßiger Pflege, wie auch schon von anderen Mitgliedern angesprochen.
    Wird hier geschlampt, lohnt eine Neuanlage nicht wirklich. Andererseits kann ein sanierter und dann regelmäßig gepflegter Rasen sehr schön aussehen.

    Das Problem bei den Bimssteinchen war vielleicht, dass man nicht ausreichend neue Erde darübergelegt hat. Tiefer eingearbeitet sollten sie sehr gut sein, um lehmigen Boden aufzulockern.
    Du schreibst es selber. Nur draufkippen und verteilen ohne Einarbeitung magert den Lehmboden nicht ab.
     
  • Das stimmt, @Monster1. Wenn ich mir die Fotos in #1 ansehe, erkenne ich aber nur lebenden und abgestorbenen Rasen.
    Vielleicht gibt die Fotoauswahl die Unkräuter auch nicht richtig wieder. Das kann man ja erst mal klären, bevor man sich für eine Methode entscheidet.
     
    Ja, es geht um eine Rasensaat. Zeitdruck gibt es aber keinen. Falls der Bestandsrasen bei der Sanierung abstirbt, kann ich im April auch ganz. neu aussäen.

    Ich habe es jetzt durchgerechnet und werde der Besitzering zwei Varianten präsentieren: a) Umfräsen mit 30% Sandanteil oder b) mit dem Rasenspecht manuell ärifizieren auf 10% Sandanteil. Manuell ärifizieren ist zwar viel Arbeit, aber man kann das zeitlich aufteilen und hat nicht den Druck mit Mietgeräten und exponiertem Sand. Dann kann ich auch Sandsäcke kaufen, anstatt mit den Big Bags zu hantieren.
     
    @Monster1 und @Linserich: Ja, das ist richtig. Ich habe mich 2 Wochen ziemlich in die Recherche reingehängt und mittlerweile selbst den Überblick verloren. Ich wollte keine Unordnung hier schaffen.

    @Frau B aus C: Ja, es geht um eine Rasensaat, aber ohne Zeitdruck. Wir planen die Aussat erst im April/Mai, dann aber richtig.

    Mittlerweile habe ich der Besitzerin auch beide Varianten präsentiert und sie hat sich für die einfache Version (für sie, nicht mich) entschieden:

    Anstatt zu Fräsen und massiv Sand einzuarbeiten, werde ich mit dem Rasenspecht manuell ärifizieren und so um die 10% Sand einbringen. Der Vorteil ist, dass man keinen Zeitdruck mit schwerem Gerät und Grosslieferungen Sand hat und das über meherer Tage verteilen kann. Falls das Wetter für den Sand zu feucht wird, mache ich im Frühling fertig.

    Soviel ich weiss, habe die meisten User hier die Fräsvariante gewählt und die ist ganz gut dokumentiert. Ich werde mal versuchen, die Alternative umzusetzen und die Fotos hier einzustellen.

    175qm macht bei 200 Stichen pro qm... o_O
     
    Noch mal eine kurze Rückmeldung zum Boden:

    Bodentyp​

    Typischer Pseudogley aus Deckenlehm
    Kein guter Boden für die meisten Pflanzen. Rasen reagiert auf Staunässe oft mit Lückenbildung und verstärktem Beikrautwuchs.

    Dennoch hat der Pseudogley auch einen Vorteil: Seine Staunässe ist bedingt durch die geringe Korngröße und lässt sich durch Bodenverbesserungsmaßnahmen (Abmagern) beseitigen.
    Beim grundwasserbeeinflussten Gley ist das nicht so einfach.

    Liest sich für mich als Laien doch wie ein Problem mit Durchlässigkeit und Staunässe, wo Sand eine gute Lösung wäre.
    (y)
    Die Bodenverdichtung / Staunässe nimmt in der Tiefe zu (lehmiger Schluff -> schluffiger Lehm -> lehmiger Ton).

    Für einen schönen Rasen - insbesondere den "Englischen Rasen" (Du sprachst mal davon) - ist Staunässe Gift. Strebt man einen gleichmäßigen und dichten Rasen an, muss die Bodenverdichtung tief beseitigt werden. Dann steht bei viel Niederschlag das Stauwasser nicht im Wurzelbereich der Gräser.

    Nachtrag:
    Ich habe in der Berechnung vergessen, dass ja auch der Basisboden schon einen bestimmten Anteil Sand enthalten muss. Lehmiger Schluff scheint so um die 10% Sand zu enthalten. Damit bräuchte man dann 10 Prozentpunkte weniger, also nur 20% zufügen um 30% Zielwet zu erreichen. Oder man kann tiefer fräsen...
    Dazu müsste man wissen, welche Körnung der Sand im Boden hat. Ist es überwiegend Feinsand, ist die Drainagewirkung gering bis unbedeutend.
    Klarheit bietet nur eine Korngrößenanalyse.
     
    Noch mal eine kurze Rückmeldung zum Boden:


    Kein guter Boden für die meisten Pflanzen. Rasen reagiert auf Staunässe oft mit Lückenbildung und verstärktem Beikrautwuchs.

    Dennoch hat der Pseudogley auch einen Vorteil: Seine Staunässe ist bedingt durch die geringe Korngröße und lässt sich durch Bodenverbesserungsmaßnahmen (Abmagern) beseitigen.
    Beim grundwasserbeeinflussten Gley ist das nicht so einfach.


    (y)
    Die Bodenverdichtung / Staunässe nimmt in der Tiefe zu (lehmiger Schluff -> schluffiger Lehm -> lehmiger Ton).

    Für einen schönen Rasen - insbesondere den "Englischen Rasen" (Du sprachst mal davon) - ist Staunässe Gift. Strebt man einen gleichmäßigen und dichten Rasen an, muss die Bodenverdichtung tief beseitigt werden. Dann steht bei viel Niederschlag das Stauwasser nicht im Wurzelbereich der Gräser.


    Dazu müsste man wissen, welche Körnung der Sand im Boden hat. Ist es überwiegend Feinsand, ist die Drainagewirkung gering bis unbedeutend.
    Klarheit bietet nur eine Korngrößenanalyse.
    Danke. Der Anspruch auf schönen Rasen ist für meine Tante nicht mehr so hoch.

    Ich war nochmal vor Ort und habe ein paar Aufnahmen gemacht. Ich denke, es ist ein sehr harter, lehmiger Tonboden. In der Vergangenheit stand gleich um die Ecke auch eine Tongrube.

    Merkwürdigerweise gibt es im Garten ein kleines 2qm Stück mit intaktem Rasen (siehe Fotos). Das Gras dort ist sehr grob, aber doch grün und dicht und das würde ihr auch schon reichen. Sonne und Boden sind vergleichbar, nur die Bewässerung könnte besser sein, da in unmittelbarer Nähe der Wasserhahn steht. Vor vielen Jahren wurde nur dieses kleine Stück als Rollrasen verlegt. Und dort wurden auch nicht die angesprochenen, problematischen Kieselchen verteilt.

    Nach Schneiden und Vertikutieren sind wieder eine Menge winziger Kieselchen oberflächlich sichtbar. Die hatte ich schon mühsam abgesaugt, aber unter dem Restgras sind immer noch viele versteckt. Diese hatte der Gärtner vor 3 Jahren anscheinend nur oberflächlich zur Bodenlockerung aufgetragen.

    Der Boden ist komplett vertrocknet. Mit dem Schraubenzieher komme ich 5-7cm Tief. Nach 15 Minuten sehr oberflächlicher Bewässerung mit dem Schlauch sieht man bereits etwas Wasser stehen und bei Betreten ist der Boden vom Geräsch matschig. Ich habe mich mal bei den Nachbarn umgesehen: da hat niemand einen schönen Rasen, aber der meiner Tante ist eine Liga für sich.

    Nach der weiteren Untersuchung und den ernüchternden Ergebnissen bin ich wieder am Anfang. Der Boden scheint so hart, dass ich mit manuellem Ärifizieren und Sand nicht weit kommen werde. Und den grösseren Bodenaustausch (Grassoden + 30/30/30 Mix mit Bestand + Quarzsand + Kompost) scheut die Tante noch. Ich spreche nochmal mit einem Gärtner. Vielleicht leihe ich eine Ärifiziermaschine (damit sollte ich auf 5-10% Sand auf 4cm kommen) und säe dann eine sehr einfache Rasensorte an. Jetzt bewässere ich mal langsam und täglich. Im aktuellen Zustand kann ich weder ärifizieren noch fräsen.
     

    Anhänge

    • Foto 9_Aktuell_Kiesel.webp
      Foto 9_Aktuell_Kiesel.webp
      879 KB · Aufrufe: 12
    • Foto 8_Boden_Querschnitt_e.webp
      Foto 8_Boden_Querschnitt_e.webp
      1,1 MB · Aufrufe: 12
    • Foto 11_Aktuell (nach 15 Min Gardena Regner).webp
      Foto 11_Aktuell (nach 15 Min Gardena Regner).webp
      1,4 MB · Aufrufe: 11
    • Foto 10_Bodenstruktur.webp
      Foto 10_Bodenstruktur.webp
      615,3 KB · Aufrufe: 11
    • Foto 6_Boden_Querschnitt_b.webp
      Foto 6_Boden_Querschnitt_b.webp
      1 MB · Aufrufe: 13
    • Foto 4_Aktuell.webp
      Foto 4_Aktuell.webp
      1,4 MB · Aufrufe: 13
    • Foto 12_Akzeptables Ziel_a.webp
      Foto 12_Akzeptables Ziel_a.webp
      1,2 MB · Aufrufe: 13
    • Foto 13_Akzeptables Ziel_b.webp
      Foto 13_Akzeptables Ziel_b.webp
      1,3 MB · Aufrufe: 12
    • Foto 7_Boden_Querschnitt_c.webp
      Foto 7_Boden_Querschnitt_c.webp
      747,5 KB · Aufrufe: 12
    • Foto 5_Boden_Querschnitt_a.webp
      Foto 5_Boden_Querschnitt_a.webp
      1,1 MB · Aufrufe: 12
    Dass du mit dem Schraubenzieher oder Spaten nicht tief einstechen kannst, ist bei trockenem Lehmboden völlig normal. Da reicht auch kein oberflächliches Wässern. Das Phänomen kennen hier alle, die mit lehmigem Boden „gesegnet“ sind. Ich auch.
    Wir können unseren Garten nur bearbeiten, wenn es ausgiebig geregnet hat. Direkt danach auch nicht, weil alles klebt.
    Das optimale Zeitfenster ist 2-3 Tage nach starkem Regen.
    Und, was soll ich sagen, unserem Rasen ist das komplett egal. Seit 50 Jahren.
    Du musst mit der Natur arbeiten, nicht gegen sie! Den Boden jetzt mit Trinkwasser (!) aufzuweichen, bloß weil du jetzt grade mal Lust zu hast, ist kompletter Irrsinn! Du hast aktuell ja noch nicht mal die Maschinen da oder einen Plan, wie du vorgehen willst. Lass den Unfug!

    Aber du bist schon wieder im falschen Thread gelandet…..

    P.S: wenn ich an der Leiter vorbei peile, seh ich beim Nachbarn ein Stück ganz netten Rasen. Geht also! 😉
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Zurück
    Oben Unten