Rasen: Neu anlegen vs. retten (Probleme mit Granulat)

Hobbygärtner01

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Hallo Liebe Community!

Ich soll mich um den Rasen einer Bekannten in deren Hobbygarten kümmern. Vor 3 Jahren hat ihr Gärtner eine Art Granulat (ich vermute: Lavastein/Bims/Basaltsplit) auf den Rasen aufgetragen und seither hat sie Probleme. Der Boden ist lehmig, aber nicht von Baumaschinen o.ä komprimiert. Ich nehme an, das Granulat sollte -ähnlich wie Sand - für mehr Luftigkeit und Durchlässigkeit sorgen. An der Oberfläche hat es aber dazu geführt, dass die Sonne jeden Samen und Rasen rund um die Steinchen verbrennt.

Im ersten Schritt habe ich den ganzen Rasen mit einem Werkstattsauger bearbeitet und die oberflächlichen Granulatkiesel entfernt. Fotos vom Zustand des Rasens lege ich bei. Das Foto mit Kieselsteinchen ist ein vorher Foto; oberflächlich sind jetzt alle entfernt. Ich schätze, dass der Rasen aktuell zu 40-50% noch lebt, 20% sind Unkraut und die restlichen 30%+ sind abgestorbenes, trockenes Gras bzw. einfach nur noch blanke Erde (dort wo das Granulat ganz an der Oberfläche war).

Mein Plan ist, im Frühling den Gärtner ein Herbizid gegen das Unkraut spritzen zu lassen. 2 Wochen später möchte ich sehr stark vertikutieren, danach eine 1cm Mischung aus Rasenerde + Sand gleichmässig aufbringen und walzen. Danach Rasensamen säen, mit 2mm Erde bedecken und leicht festwalzen und schliesslich 3-4 Wochen dauerfeucht halten.

Die Alternative wäre, den Rasen chemisch völlig abzutöten, dann mit der Gartenfräse zu arbeiten und im Frühling nochmal Herbizid gegen das neue Unkraut spritzen, danach planieren und Samen aussäen.

Den Grasoden abzutragen kommt nicht in Frage. Das wären mind. 3cm, die ich zuerst abtransportieren und dann mit Erde/Sand auffüllen müsste. Das sind bei 200qm mehr als 6m3 und die Menge möchte ich nicht mit Schubkarre transportieren. Die Chemiekeule kommt deswegen ins Spiel, weil ich bei noch lebendem Rasen die Grasnarbe mit einer einfachen 75kg Gartenfräse wahrscheinlich nicht umackern kann.

Mit Rasen habe ich bisher keine Erfahrung, aber meine bisherige Recherche lässt mich zur Sanierung tendieren (vs. Neugestaltung mit Chemie + Fräsen).

Habt Ihr bitte Ratschläge? Danke!

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  • Also ich finde, der Rasen sieht gar nicht so schlecht aus. Oder gibt es es noch schlimmere Stellen als die gezeigten?

    Dass du das Granulat (ich nenne es Kieselsteine - was für ein Blödsinn, diese zu verwenden!) heraus gestaubsaugt hast, war sehr gut so.

    Mein Vorschlag wäre möglichst ohne Chemie durch zu kommen. Ich würde nicht vertikutieren, sondern mit einem Moosrechen den Filz (er stammt vermutlich vom von der Trockenheit abgestorbenen Gras her) auszurechen, die nunmehr kahlen Stellen aufrauhen und wie von dir vorgeschlagen mit Rasenerde mit Samen auffüllen. Ich denke, diese Massnahmen genügen schon, um das Schadbild zu verbessern. Wenn du dann regelmässig düngst, drängst du das Unkraut zurück und hilfst den Graspflanzen sich durchzusetzen.
     
  • Wenn sich vorher niemand gekümmert hat, sollte sich das dann ändern? Unkraut kommt ohne Pflege, rasen geht ein ohne Wasser.

    Rasen kannst du jetzt säen. Der kommt noch. Im Frühjahr dann mit Kies ausgleichen.
     
    Ich würde nicht vertikutieren
    Warum nicht ? Jetzt ist natürlich die falsche Zeit, aber im April / Mai macht das bei älteren Rasenflächen durchaus Sinn.

    @Hobbygärtner01
    An der Oberfläche hat es aber dazu geführt, dass die Sonne jeden Samen und Rasen rund um die Steinchen verbrennt.
    Ich vermute aufgrund der Farbe, dass es sich um Bims handelt. Sind die Steinchen sehr leicht ? Bims kann alkalisch sein (z.B. pH 8). Dann wäre nicht unbedingt die Sonne für das Absterben verantwortlich.
     
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