Erziehung Weinrebe im zweiten Wuchsjahr

Die Weinrebe wächst und gedeiht.

Ein wenig Sorgen machen mir die teilweise rötlich/bräunlich werdenden Blätter.

Ich habe heute mit organischem Dünger (7-3-7) nachgedüngt. Leider hatte ich das im Juni vergessen. Der ph-Wert liegt bei leicht sauer bis neutral (Neudorf Bodenproben).

Liebe Grüße
 

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  • Bei manchen Wein-Sorten ist es normal, wenn einige Blätter schon im Sommer so eine Art Herbstfärbung zeigen.
    Wenn der überwiegende Teil grün bleibt, ist alles OK.
     
    Dann bin ich beruhigt und werde weiter beobachten :).

    Allerdings hatte die Weinrebe vor einem Jahr keine Herbstfärbung (s. #15)
     
  • Ich habe eine Tropfbewässerung mit Tonkegel. Mit anderen Worten, bei zu geringer Feuchtigkeit wird automatisch nachgetropft.

    Die nebenstehende Rose gieße ich eher seltener, aber intensiver. Hin und wieder bekommt die Weinrebe dann auch eine Sonderration ab.

    Ich werde die Bewässerung in den nächsten Tagen mit Fingerprobe kontrollieren um sicher zu gehen :).
     
    Hallo @pflanzli

    Deine Rebe wächst ja sehr schön und ordentlich.

    Wie @JoergK bereits erwähnt hat, kann die Färbung der Blätter von der Trockenheit herrühren.

    Schliesslich ist die Öffnung im Boden ja ziemlich knapp bemessen und die Rebe noch jung. Da muss sie erst noch richtig lange Wurzeln bilden, mit denen sie dann aus tieferen Schichten Wasser zapfen kann. Giesse sie also ordentlich weiter, aber übertreibs nicht. Sie soll ja nicht zu sehr verwöhnt werden, sonst wurzelt sie nicht so tief.

    Die Fingerprobe reicht meist nicht, da der Finger meist nur ca. 5 cm tief reicht. Wenn du kannst, besorge dir einen günstigen Feuchtigkeitsmesser, der etwas tiefer reicht.

    Noch ein Tipp: mit einer Mulchschicht aus Rasenschnitt auf der Erde verhinderst du eine übermässige Verdunstung und gibst ihr gleichzeitig eine Gründüngung.

    Eine letzte Düngergabe mit Kalium kannst du ihr dann Ende August geben. Kalium hilft beim Ausreifen der Früchte und vermindert angeblich auch Frostschäden durch das verbesserte Ausreifen der Verholzung.
     
  • Vielen Dank für Eure Antworten.

    Mein Feuchtigkeitsmesser zeigt den Boden eher zu feucht als zu trocken an. Ich werde weiter beobachten. Ich habe die Tropfbewässerung entfernt und gieße wieder mit Gießkanne.

    Die Düngergabe mit Kalium eher 7-3-7 oder Spezialdünger mit 7-?-40 ?
     
    Wenn der Boden feucht genug ist, dann ist es ja gut.

    Wenn schon, denn schon, nimm den Spezialdünger, aber nicht zuviel, da du ja nur über eine kleine Fläche die Nährstoffe zufügen kannst. Lieber zweimal die halbe Menge eine Woche auseinander geben.

    Der richtige Zeitpunkt ist Ende August. Du hast ja gerade kürzlich Dünger gegeben.
     
  • Noch eine Empfehlung.....

    Nach Anfang / Mitte August bringe ich bei Gehölzen keinen Mineraldünger mit Stickstoff mehr aus.
    Sonst kann es in einem warmen Herbst passieren, dass die Gehölze lange wachsen und das Holz vor dem Winter nicht mehr ausreifen kann und verfriert.

    Besser wäre Ende August / Anfang September ein P-K-Dünger, wie z.B. Phosphatkali oder Thomasphosphat oder sogar ein P-K-Mg-Dünger, wie z.B. Thomaskali.

    Besonders Kali unterstützt die Frosthärte.
     
  • Hallo Zusammen,
    die Weinrebe hat sicherlich im letzten Winter wieder einige Frostschäden mitbekommen. Das Ausmaß kann ich derzeit aber noch nicht richtig einschätzen.

    Momentan sind aber vielleicht Schneidemaßnahmen sinnvoll.

    Hier das aktuelle Foto und ein Foto aus dem Aug 2025. Wir hatten einen tollen Ertrag. Ich hoffe, dass die Rebe das vertragen hat.
     

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    Hallo @pflanzli

    Das sieht doch richtig gut aus!

    Ja, ein klein wenig würde ich jetzt auch wieder schneiden, damit die Rebe weiter treibt.

    Ich gehe immer noch davon aus, dass du die obersten Triebe entlang der weissen Holzwand haben möchtest?

    Mein Schnitt-Tipp wäre jetzt:

    Trieb 4 und 6 bis auf ein Auge/eine Knospe zurück schneiden. Trieb 5 und 7 etwas kürzen, vielleicht so drei, vier Augen / Knospen entfernen.

    Trieb 3 soll nach links wachsen dürfen, da würde ich bloss ein, zwei Knospen zurück schneiden.

    Triebe 1 und 2 soweit zurück schneiden, dass zwei, maximal drei Knospen übrig bleiben, idealerweise so, dass die oberste Knospe in die günstigere Richtung schaut (jenachdem also zwei oder drei Knospen lassen)

    Beim rot markierten Stamm würde ich alle Seitentriebe auf zwei, maximal drei Knospen zurück schneiden, auch da schauen, welches die bestplatzierte Knospe ist. Beim blau markierten Stamm die beiden kurzen Triebe ebenso kürzen.
     
    Hallo Linserich,

    immer wieder vielen Dank für Deine tolle Unterstützung. Auf dem Foto siehst du, wie ich die Triebe am Balkon wachsen lassen möchte. Die grüne Linie ist bereits als Spanndraht vorhanden und da sollen auf jeden Fall Triebe entlang wachsen. Das wären aus meiner SIcht die Triebe 5 und 7.

    Im letzten Jahr hat sich die Rebe toll enwickelt. Die Triebe 3, 4 und 6 sind gedanklich mehr Ersatz für 5 und 7, wenn die durch den Frost zu stark zerstört wurden. Was hälst Du davon die Triebe 3, 4 und 6 entlang der pinken Linie zu leiten. Ist das zu viel des guten?

    Liebe Grüsse
     

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    Hallo Pflanzli

    Genau, 5 und 7 sind ideal für die grüne Linie. Klar kannst du die Triebe 3, 4 und 6 auch auf der pinken Linie ziehen. Trieb 6 nach rechts, Triebe 3 und 4 nach links, wobei ich nur einen dorthin ziehen würde. Ich würde Trieb 4 zurück schneiden und Trieb 3 weiterziehen. Du siehst aber vor Ort besser, welcher der beinen Triebe stärker und gesünder aussieht. Meine Gedanken sind einfach: Trieb 4 zieht die Nahrung aus dem gleichen Stamm wie 5, Trieb 3 hat einen eigenen Stamm (ok, ganz unten aber alle Triebe den gleichen Stamm, dennoch macht das einen kleinen Unterschied).

    Wenn Trieb 6 auf die pinke Linie gezogen wird, kreuzt er sich natürlich mit Trieb 7. Wenn dich dass optisch nicht stört, gut so (der Rebe ist das völlig wurst). Wenn es dich aber optisch stört, wäre es natürlich auch möglich, dass Trieb 7 auf der pinken Linie wächst und Trieb 6 auf die grüne Linie gezogen wird. Das ist einfach alleine dein Entscheid, für die Rebe und deren Wachstum spielt das keine Rolle.
     
    Moin Linserich,

    vielen Dank für Deine weiteren Infos. Denkst Du, dass die pinke Linie optisch oder für die Rebe selber zu viel ist?

    Bezüglich Schneiden. Ich nehme an, dass die Reben wie Bäume, Sträucher möglichst bei trockenem Wetter geschnitten werden sollen um Krankeiten fern zu halten. Reicht es aus, wenn es am Schneidetag trocken ist oder sollte es x- Tage vorher/ nachher auch trocken sein?

    Liebe Grüße in die Schweiz
     
    Guten Abend Pflanzli

    Persönlich würde ich sagen: es ist zuviel, ich würde nur die grüne Linie machen oder dann etwas mehr Abstand zwischen den beiden Linien. Wenn du die Möglichkeit hast, die grüne Linie noch etwas höher zu machen, würde ich das machen. Sonst nur die grüne Linie.

    Aber es gehen sehr gut auch beide Linien so wie du es gezeichnet hast.

    Betreffend schneiden: es reicht, wenn am Schneidetag trocken ist. Und das betrifft in erster Linie dich selber, denn nass schneidet es sich nicht besonders angenehm. :zwinkern: Man kann unterschiedlicher Meinung betreffend schneiden bei Regen sein. Wichtig ist, dass die Rebschere bzw. die Säge sauber sind. Und ewig trocken bleiben wird es ja nicht, irgendwann regnet es auf die Schnittwunden. Die sind ohnehin noch lange offen und werden so oder so mal nass.
     
    Hallo Linserich,

    vielen Dank für die Hinweise zum Start ins neue Weinjahr.

    Ich habe mich entschieden, nur die grüne Linie zu machen. Beim Schneiden habe ich festgestellt, dass die Schnittkante teilweise nur braun aussah. Mit dem Treiben der Knospen werde ich ja mehr erkennen und kann immer noch nacharbeiten.

    Liebe Grüße
     

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