Fjäril
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Ich denke schon eine Weile daran, von unseren Schwedenreisen zu erzählen, hatte schon ein paar Bilder vorbereitet .. ..
1982 durch Schweden war meine erste große Reise mit dem eigenen Motorrad. Ich hatte zwei Jahre zuvor den Führerschein gemacht, nach einer Reise auf dem Soziussitz hinter meinem Mann, das fand ich sehr unbequem, mitnehmen kann man so auch herzlich wenig und selbst Motorradfahren wollte ich ohnehin. Im nächsten Jahr habe ich in Südtirol fahren geübt und dann ging es nach Schweden, weil eine Kollegin meines Mannes davon schwärmte, wie toll das Licht im Norden wäre. Das Ziel war den Polarkreis zu erreichen und die Reise bestand hauptsächlich aus Fahren. Wir hatten einen winzigen Reiseführer mit Routenvorschlägen und ein paar Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten, die Beschreibungen waren teils ungenau, und es gab nur minimal Tafeln, die auf Sehenswürdigkeiten hinwiesen. Wir fuhren mal eine Weile hin und her um eine besondere Kirche zu suchen und fanden sie nicht.

Es war August, es war anfangs heiß, ich bin ohne Handschuhe gefahren und habe eine „Sonnenallergie“ auf den Händen entwickelt. Es ging recht gemütlich zu auf Schwedens Straßen (unsere Einzylinder-Motorräder waren dafür auch gerade richtig), ein Teil unserer Strecke führte durch eine einsame Gegend mit Schotterstraße, und es war damals ein wirklich ordentliches, sauberes und friedliches Land. Die Autofahrer hielten sich an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, im Norden lagen die Postpakete neben der Hauptverkehrsstraße, von wo die etwas davon entfernt lebenden Menschen sie holten, und als mein Mann mal seinen Zündschlüssel stecken ließ, wurde er von einem Schweden freundlich darauf aufmerksam gemacht. Was wir an Geld auf der Reise brauchten, hatten wir in Schillingscheinen mit, die in Schweden gewechselt wurden, es gab schon ein paar schöne Campingplätze, aber ich erinnere mich auch an einen, auf dem ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt hatte, da war nur eine Wiese, ein Klo, ein Wasserhahn, ich weiß nicht, wie wir da hin geraten sind .. war das wirklich als Campingplatz ausgewiesen? Auf meinem Motorrad waren Zelt und Schlafsäcke festgezurrt, in den Kisten auf dem meines Mannes hatte neben dem, was man so braucht auf einer Reise, ein Fotoapparat und ein paar Filme Platz gefunden .. es wurden schöne Dias, doch als sie eingescannt wurden, waren sie nicht mehr so schön. Ich bitte die bescheidene Qualität zu entschuldigen.

Den Holzweg im Store Mosse zum Aussichtsturm gestiefelt, kurz mal in den Hof von Schloss Gripsholm geschaut, in Sala trauten wir uns in die Tiefe, wo einst Silber abgebaut wurde. Seltsam, dass heute im Internet zu finden ist, dass das Bergwerk seit 1988 ein Museum ist.

Wir sahen Zorns Gammelgard, die Hütten, in denen die Samen übernachteten, wenn sie zur Kirche in Arvidsjaur kamen, das Samenmuseum .. am Campingplatz in Jokkmokk wunderte ich mich über das Schwimmbecken, ich habe allerdings niemanden schwimmen sehen, es war wenig los am Platz und so warm war es mittlerweile auch nicht mehr. In der Gegend war kaum noch Verkehr, auf einer Straße war mittendrin ein Loch, da wuchs ein Bäumchen raus .. und dann hieß es rechtzeitig wieder nach Süden zu fahren, auf einer anderen Route natürlich, an der Küste, von der wir wenig gesehen haben. Denn es wurde recht kalt und dann begann es zu regnen, tagelang. Wenn wir in den Regenanzügen stehen blieben, lief das Wasser in den Kragen, wir brauchten eine Brücke, unter der wir ein Weilchen stehen bleiben konnten, oder eine andere Rastmöglichkeiten. An einer trafen wir auf einen Reisebus mit deutschen Urlaubern. „Es regnet?“ - war zumindest einem gar nicht aufgefallen. Ja, man ist mitten im Geschehen auf einem Motorrad .. Die Campingplätze waren dabei zu schließen, an einem war es der letzte Tag, an dem er geöffnet hatte, als wir hinkamen, und wir waren dankbar für die Möglichkeit in einer Hütte zu schlafen, das Zelt auszupacken und etwas trocknen zu lassen.

Wir machten Halt in der Nähe von Uppsala - es regnete gerade nicht - und erschraken über lauten Krach in der Luft .. fuhren kurz mal in die Stadt zu Universität und Dom, ich erinnere mich, dass ich die Stadt nicht mochte, vielleicht war ich auch einfach müde. In Stockholm blieben wir einen Tag, auf dem Weg vom Campingplatz zur T-Bana-Station hüpften eine Menge kleiner Frösche herum, wir sahen die Vasa in ihrer Behelfsunterkunft und dann verliefen wir uns, irrten auf Skepsholmen herum .. .. bei der Weiterfahrt erreichten wir den berühmten Runenstein „Röksten“ und für das Foto kam kurz die Sonne hervor.

1984 waren wir mit einer Fähre von Kopenhagen nach Malmö gefahren und von dort aus weiter nach Öland. Ich erinnere mich vor allem an den beständigen und starken Wind, sodass wir die meiste Zeit in Schräglage fuhren und ich witzelte, dass die Reifen einseitig abgefahren würden. Auf der Fähre nach Malmö hatten wir einen Busfahrer gefragt, wo der Campingplatz wäre, und er sagte, wir sollten ihm nachfahren, er würde uns durch Blinken mitteilen, wo wir abbiegen sollen. Hat wunderbar geklappt, abgesehen davon, dass eine Ampel vor einem Fußgängerübergang auf Rot sprang - mein Mann kam noch durch, ich stand da .. und ich glaube, es ging niemand über die Straße. Bin dann trotz Rot losgefahren .. zum Glück war die Gegend übersichtlich und ich konnte noch den Bus sehen.


Ich erinnere mich an Frühlingsblumen auf Öland, eine Hochfläche (weiß nicht mehr wo genau) und einen Sumpf, wo ein Weg nach Ismantorps Borg führen sollte.

Bilder zeigen Nebel oder uns selbst bei Sonnenschein in Pullovern, das habe ich vergessen, aber dass wir die Ruine des alten Schlosses nur aus der Ferne sehen konnten, das fiel mir wieder ein. Wir haben den Weg dorthin ihn nicht gefunden.
Es war Midsommar, während wir am Campingplatz auf Öland waren, ein paar junge Schweden kamen mit einem Auto voller Bierdosen um zu feiern. Wir fragten sie, woher sie kämen im Zusammenhang mit den Buchstaben auf ihrem Autokennzeichen .. sie verstanden nicht, was wir meinten. Die bedeuten in Schweden nämlich gar nichts.
1982 durch Schweden war meine erste große Reise mit dem eigenen Motorrad. Ich hatte zwei Jahre zuvor den Führerschein gemacht, nach einer Reise auf dem Soziussitz hinter meinem Mann, das fand ich sehr unbequem, mitnehmen kann man so auch herzlich wenig und selbst Motorradfahren wollte ich ohnehin. Im nächsten Jahr habe ich in Südtirol fahren geübt und dann ging es nach Schweden, weil eine Kollegin meines Mannes davon schwärmte, wie toll das Licht im Norden wäre. Das Ziel war den Polarkreis zu erreichen und die Reise bestand hauptsächlich aus Fahren. Wir hatten einen winzigen Reiseführer mit Routenvorschlägen und ein paar Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten, die Beschreibungen waren teils ungenau, und es gab nur minimal Tafeln, die auf Sehenswürdigkeiten hinwiesen. Wir fuhren mal eine Weile hin und her um eine besondere Kirche zu suchen und fanden sie nicht.

Es war August, es war anfangs heiß, ich bin ohne Handschuhe gefahren und habe eine „Sonnenallergie“ auf den Händen entwickelt. Es ging recht gemütlich zu auf Schwedens Straßen (unsere Einzylinder-Motorräder waren dafür auch gerade richtig), ein Teil unserer Strecke führte durch eine einsame Gegend mit Schotterstraße, und es war damals ein wirklich ordentliches, sauberes und friedliches Land. Die Autofahrer hielten sich an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, im Norden lagen die Postpakete neben der Hauptverkehrsstraße, von wo die etwas davon entfernt lebenden Menschen sie holten, und als mein Mann mal seinen Zündschlüssel stecken ließ, wurde er von einem Schweden freundlich darauf aufmerksam gemacht. Was wir an Geld auf der Reise brauchten, hatten wir in Schillingscheinen mit, die in Schweden gewechselt wurden, es gab schon ein paar schöne Campingplätze, aber ich erinnere mich auch an einen, auf dem ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt hatte, da war nur eine Wiese, ein Klo, ein Wasserhahn, ich weiß nicht, wie wir da hin geraten sind .. war das wirklich als Campingplatz ausgewiesen? Auf meinem Motorrad waren Zelt und Schlafsäcke festgezurrt, in den Kisten auf dem meines Mannes hatte neben dem, was man so braucht auf einer Reise, ein Fotoapparat und ein paar Filme Platz gefunden .. es wurden schöne Dias, doch als sie eingescannt wurden, waren sie nicht mehr so schön. Ich bitte die bescheidene Qualität zu entschuldigen.

Den Holzweg im Store Mosse zum Aussichtsturm gestiefelt, kurz mal in den Hof von Schloss Gripsholm geschaut, in Sala trauten wir uns in die Tiefe, wo einst Silber abgebaut wurde. Seltsam, dass heute im Internet zu finden ist, dass das Bergwerk seit 1988 ein Museum ist.

Wir sahen Zorns Gammelgard, die Hütten, in denen die Samen übernachteten, wenn sie zur Kirche in Arvidsjaur kamen, das Samenmuseum .. am Campingplatz in Jokkmokk wunderte ich mich über das Schwimmbecken, ich habe allerdings niemanden schwimmen sehen, es war wenig los am Platz und so warm war es mittlerweile auch nicht mehr. In der Gegend war kaum noch Verkehr, auf einer Straße war mittendrin ein Loch, da wuchs ein Bäumchen raus .. und dann hieß es rechtzeitig wieder nach Süden zu fahren, auf einer anderen Route natürlich, an der Küste, von der wir wenig gesehen haben. Denn es wurde recht kalt und dann begann es zu regnen, tagelang. Wenn wir in den Regenanzügen stehen blieben, lief das Wasser in den Kragen, wir brauchten eine Brücke, unter der wir ein Weilchen stehen bleiben konnten, oder eine andere Rastmöglichkeiten. An einer trafen wir auf einen Reisebus mit deutschen Urlaubern. „Es regnet?“ - war zumindest einem gar nicht aufgefallen. Ja, man ist mitten im Geschehen auf einem Motorrad .. Die Campingplätze waren dabei zu schließen, an einem war es der letzte Tag, an dem er geöffnet hatte, als wir hinkamen, und wir waren dankbar für die Möglichkeit in einer Hütte zu schlafen, das Zelt auszupacken und etwas trocknen zu lassen.

Wir machten Halt in der Nähe von Uppsala - es regnete gerade nicht - und erschraken über lauten Krach in der Luft .. fuhren kurz mal in die Stadt zu Universität und Dom, ich erinnere mich, dass ich die Stadt nicht mochte, vielleicht war ich auch einfach müde. In Stockholm blieben wir einen Tag, auf dem Weg vom Campingplatz zur T-Bana-Station hüpften eine Menge kleiner Frösche herum, wir sahen die Vasa in ihrer Behelfsunterkunft und dann verliefen wir uns, irrten auf Skepsholmen herum .. .. bei der Weiterfahrt erreichten wir den berühmten Runenstein „Röksten“ und für das Foto kam kurz die Sonne hervor.

1984 waren wir mit einer Fähre von Kopenhagen nach Malmö gefahren und von dort aus weiter nach Öland. Ich erinnere mich vor allem an den beständigen und starken Wind, sodass wir die meiste Zeit in Schräglage fuhren und ich witzelte, dass die Reifen einseitig abgefahren würden. Auf der Fähre nach Malmö hatten wir einen Busfahrer gefragt, wo der Campingplatz wäre, und er sagte, wir sollten ihm nachfahren, er würde uns durch Blinken mitteilen, wo wir abbiegen sollen. Hat wunderbar geklappt, abgesehen davon, dass eine Ampel vor einem Fußgängerübergang auf Rot sprang - mein Mann kam noch durch, ich stand da .. und ich glaube, es ging niemand über die Straße. Bin dann trotz Rot losgefahren .. zum Glück war die Gegend übersichtlich und ich konnte noch den Bus sehen.


Ich erinnere mich an Frühlingsblumen auf Öland, eine Hochfläche (weiß nicht mehr wo genau) und einen Sumpf, wo ein Weg nach Ismantorps Borg führen sollte.

Bilder zeigen Nebel oder uns selbst bei Sonnenschein in Pullovern, das habe ich vergessen, aber dass wir die Ruine des alten Schlosses nur aus der Ferne sehen konnten, das fiel mir wieder ein. Wir haben den Weg dorthin ihn nicht gefunden.
Es war Midsommar, während wir am Campingplatz auf Öland waren, ein paar junge Schweden kamen mit einem Auto voller Bierdosen um zu feiern. Wir fragten sie, woher sie kämen im Zusammenhang mit den Buchstaben auf ihrem Autokennzeichen .. sie verstanden nicht, was wir meinten. Die bedeuten in Schweden nämlich gar nichts.



















































