Energie einsparen Haus, PV und Holzvergaser?

Mein junger neuer Nachbar hat einen wassergeführten Kamin als Heizung und warmes Wasser im Winter. Im Sommer wird elektrisch warmes Wasser gemacht. Da er das Haus saniert hat...hat er das Propangas stillgelegt.
Jetzt sehe ich, wie morgens vor 6°° Uhr der Kamin brennt...und höre oft Holz abladen, sägen und hacken...er kauft es beim Förster(?) und holt es aus dem Wald...Ich denke, solange er gesund ist...geht es ja...So eine ausschließliche Lösung könnte es für uns nicht geben...
Gegenüber, schon vor 20 Jahren saniert....häßliches verfärbtes gestrichenes Haus...die Isolierung mag ja gut sein...aber alle die solche Lösung gewählt haben, müßten alle paar Jahre streichen...Dort ist ein 40m tiefes Rohr gebohrt...und besorgt irgendwie Erwärme ...
Tja daneben neu verklinkertes Haus optisch toll...Heizung weiß ich nicht....
Unser Haus DDR Kratzputz....unverändert seit 1985...Heizung Fernwärme...teuer, aber pflegeleicht für "alte Leute"...wir wollten nicht gleich nach der Sanierung dann 1990 von Kohle auf Öl umstellen..man mußte Kompromisse eingehen.
Also ein Patentrezept wird es nicht geben...jede Situation ist anders... Bedingungen ändern sich...da ist eine unabhängige Beratung Gold wert....Viel Erfolg @ogghi
 
  • Natürlich, aber schön ist es doch mal jemandem gegenüber zu sitzen, der Dir alle Aspekte erklärt...
    Wir sind so wie so raus, unser Haus ist mehr als 100 Jahre alt , hat keine bodentiefen Fenster, ein solides zweischaliges Mauerwerk, normalen Außenputz, gedämmte Geschoßdecken anstatt Dachisolierung.
    Das Highlight wäre eine vorgemauerte Klinkerfassade...aber als die Fassade gemacht wurde, waren Klinker noch Goldstaub bei uns...

    Wenn du das brauchst, bitte. Ich möchte Unabhängigkeit. Und das kann mir eine Person nicht bieten.

    Deine Sichtweise ist leider so überholt wie dein unverändertes Haus von 1985. Ich habe Wasser und Heizung für 350€ im Jahr. Mit PV auf dem Dach kannst du das halbieren.

    Wie es besser geht hat einer vorgemacht. "Fußbodenheizung" aussen ins Mauerwerk gefräst. Kühlhausplatten U wert 0,09 drüber. Durch mindestabnahmezwang Fernwärme nimmt er nur unter -5 Grad komplett ab, drüber nutzt er Fernwärme und erhöht die Temperatur mit einer Wärmepumpe.
     
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    In jeder Hinsicht, die mit heizen und Strom sparen zu tun hat!

    Kannst ja z.B. mal die Preise für Wärmepumpe von 2010 und jetzt vergleichen.
    Diese Vergleiche lassen sich beliebig fortsetzen.

    Wenn Beratung, dann bitte von unabhängigen Beratern. Aber auch die haben Erfolgsdruck!.
    Eine richtige unabhängige Beratung wird es z.Z. nicht geben. Schon von der Notwendigkeit her, dass auf erneuerbare Energie gesetzt werden sollte, geht ein Druck aus.

    Was für ein Heizsystem kann denn z.B. für ein 100 Jahre altes Haus empfohlen werden, wenn der Hausbesitzer kein Waldeigentümer ist? ....


    Ja geht. Daher lässt man sich nicht von einem einzigen Berater beraten.

    Ein sehr guter Spruch für den Anfang: die beste kWh Wärme ist die, die nicht erzeugt werden muss.

    Der aktuelle Stand ist relativ leicht. Das geht auch mit alten Häuser zum großen Teil. Heizlast minimieren, Wärmeübergabefläche maximieren, Vorlauftemperatur runter.
    Scheitern tut's nicht an den Möglichkeiten, sondern nur am Willen der Bewohner.
    Niemand hat mit Preissteigerungen von 50-70% gerechnet. Alle max mit 2-3%. Jetzt sitzen die die ihre Sanierung Ausgesessen haben auf einer riesen Rechnung die jetzt jedes Jahr ins Haus flattern wird.
    Tja, und selbst Schuld. Ein Haus besitzen bedeutet nicht, dass man nicht investieren muss.

    Ich habe auch gut 20.000€ für meine Solaranlage ausgegeben. Dafür habe ich aktuell ab 7 Uhr bis 18 Uhr Strom im Überfluss für 7,2ct die kWh. Der Überschuss minimiert meine Jahresrechnung.

    Ich kenne im übrigen Strompreise bei Akku Nutzung von ca 50ct/kWh.
     
  • Wenn du das brauchst, bitte. Ich möchte Unabhängigkeit. Und das kann mir eine Person nicht bieten.

    Deine Sichtweise ist leider so überholt wie dein unverändertes Haus von 1985. Ich habe Wasser und Heizung für 350€ im Jahr. Mit PV auf dem Dach kannst du das halbieren.

    Danke für die Einschätzung meiner Sichtweise.....jeder hat so seine...Wenn wir verkaufen, dann wird der neue Eigentümer sich Gedanken machen....und ich bin sicher, er gibt sein Geld lieber für die ihm an vernünftigsten erscheinende Lösung aus, die zu der Zeit auf dem Markt ist...und das ist vielleicht in 10 Jahren nicht Deine...
     
  • Die aktuelle Sichtweise war auch vor 10 Jahren gleich. Das Thema ist also nicht erst seit 6 Monaten so. Wer also in den letzten Jahren, oder gar noch länger nichts investiert hat, zählt halt jetzt dafür. Wahrscheinlich mehr als immer wieder mit Invest.
     
    Ich habe auch gut 20.000€ für meine Solaranlage ausgegeben. Dafür habe ich aktuell ab 7 Uhr bis 18 Uhr Strom im Überfluss für 7,2ct die kWh. Der Überschuss minimiert meine Jahresrechnung.

    Ich kenne im übrigen Strompreise bei Akku Nutzung von ca 50ct/kWh.
    Sprich du würdest eher sagen ohne Speicher und dafür 7 c die KWh tagsüber kassieren?

    Dann auch eventuell überschüssige Energie in Wärme umwandeln? Würde sich anbieten mit Split-Anlagen zb? Starten sobald genug Sonne da ist (macht übrigens ein guter Freund in Italien manuell, da er kaum mehr was bekommt bei der Einspeisevergütung).
     
  • Die Preise sind aktuell zu hoch. Dazu muss jeder wissen, was er im Winter an Ertrag hat. Ich habe min 3 Monate mit 450-550kwh Monatsverbrauch aufgrund der Wärmepumpe. Der Ertrag in den schlechten Monaten beträgt 90-120kwh im Monat. Davon nutze ich mit einer on Off WP 70%. Rd. 30kwh werden eingespeist. Lohnt das? Rechne selbst. Ich habe aber Ost West. Rein Süd und Raum Stuttgart etwa, da sieht's anders aus.

    Ich habe eine Überschuss Steuerung der PV an die WP. Temperatur Überhöhung... Bringt nur in der Übergangszeit was.

    Den Rest tust du automatisch. Tagsüber Wäsche etc

    Nachtrag: ich habe nachts ohne Heizung einen Verbrauch von 3-4kwh ohne Heizung. Das wäre die Ersparnis bei mir an 220-250 Tagen.
    193€ im Jahr.
     
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    Naja, Standbystrom ist eben auch Nachts relativ hoch bei uns. Eigene Server, schon reduziert inzwischen, aber trotzdem:
    707730


    Exemplarisch der Tag vorgestern zb.
    ~7KWh...je nach dem wenn noch spontan ein Heizstrahler im Bad an ist am Abend...
     
    Balkonkraftwerk?? Süd Ausrichtung?

    Hier Mal 2 Beispieltage...
     

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  • Hübsche Diagramme, aber einem Laien (der sich noch nicht groß mit dem Thema befasst hat) sagen sie NICHTS!
    Das Erste Bild von @SebDob lese ich so: "Der Ertrag ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein."
    Sieht bei @ogghi nicht viel anders aus.
    Das zweite Bild von @SebDob sieht nach überdimensionierter Solaranlage aus. Da wäre sicher ein Speicher vorteilhaft, dann wäre man völlig autark?!
     
  • Der Tropfen...

    Es kommt auf den Zeitpunkt der Errichtung an. Ich bekomme noch 8,4ct pro kWh. Dass heißt, mit dem Ertrag erwirtschafte ich einen Beitrag um meine Stromrechnung zu reduzieren. Zur Zeit der Errichtung wäre es fast 1:1. Also der Ertrag deckt den Strompreis. Aber, nicht berücksichtigt ist der Eigenverbrauch. Der gibt den Werten Vorteil der Differenz der Entstehung von 7,2ct zum Strompreis 30ct.
    Überdimensioniert kannst du also nur aus einem bestimmten Betrachtungspunkt sehen. Der wäre der 100%ige Eigenverbrauch.
    Der ist Natürlich umso höher, je kleiner die Anlage ist.

    Ansonsten ist natürlich auch interessant, mit was man heizt. Mit Gas brauchst du nur gering Strom für die Heizung. Meine Wärmepumpe nimmt allerdings 1,5kw im Schnitt.
    Daher für den nutzen im Winter, möglichst groß. Speicher? Funktioniert nicht, der wäre nichtmal für einen heizdurchgang mit 2 Std voll. Der Ertrag auch dafür nicht hoch genug.

    Die 7kwh mit Server etc kaum möglich. Zumindest nicht in meiner Gegend.

    Zusammenfassung also. Die Ziele sind zu betrachten. In Berücksichtigung der Kosten.
    Auch hier, wer jetzt uberlezist mit 30-50% höheren Kosten dabei. Lohnt kaum, nur selbst machen...
     
    SebDob, Du hörst Dich an wie mein Sohn.
    Der hat auch alles mögliche verbaut. Von Wärmepumpe bis Votovoltaik. Der zeigt mir dann auf seinem Handy, wieviel Strom seine Anlage produziert usw. Reguliert von unterwegs seine Haustechnik. Er hat von der ganzen Technik Ahnung, wirklich Ahnung. Hat Elektrotechnik studiert.
    Ich bin mal ehrlich: für mich ist das chinesisch!
    Und für sehr, sehr viele andere Verbraucher auch!
    Ich habe meine Zweifel ob das überhaupt alle Heizungsbauer so richtig begreifen. Will ja niemanden Dummheit unterstellen, aber die ganze Technik ist sehr anspruchsvoll.
     
    Das ist eben ein guter Punkt. Ich bin von Ausbildung Elektroniker, seit Jahren aber Informatiker.
    Auch Starkstrom hatte ich in der Schule. Somit könnte ich auch einiges selber machen. Nur grad ne ganze Anlage auf dem Hausdach würde ich nicht machen wollen. Wenn dann eben im Garten, aber keine Ahnung was man darf usw. Das Internet ruft...
     
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    Als Elektroniker/Informatiker solltest Du sas hinkriegen. Aber nicht gar so sehr auf das Internet verlassen. Steht auch viel Mist drin.
     
    Ich hab weder noch irgendwas in der Richtung gelernt. Aber ich kann soweit mit zahlen umgehen und kann mich soweit einlesen, dass ich der Firma sagen kann, was ich will. Und ich kann deren Angebote im Anschluss soweit Werten, dass ich seine Punkte wo er schnelles Geld machen will leicht erkenne und streiche.

    An der Photovoltaik kann man nichts einstellen. Ich habe einen simplen Schaltkontakt, der ab xx Strom schaltet. Der steuert die Heizung.

    Mit der Wärmepumpe im Neubau hatte ich Glück, der Betrieb hat das richtige verbaut. Keinen Pufferspeicher. Nur Trinkwasser. Den hätte ich jetzt statt 200 eher mit 300l genommen. Bei den Wärmepumpen hatte ich 2 zu Wahl. Leider beide on Off Versionen. Variable Leistung wäre besser. Ebenso, wenn überhaupt möglich, die Bodenplatte aktivieren. Sprich mit fbh betreiben, statt nur den Estrich. Mehr Masse, gibt mehr Optionen.

    Wenn man will, kann man sich damit beschäftigen. Irgendwelche Planer etc hab ich im anderen Forum schon gelesen, sind immernoch auf dem Stand, ne Heizanlage wie mit Öl oder Gas zu bauen und einfach eine WP davor zu setzen. Das gibt eine sehr sehr schlechte Effizienz. Einfach weil er nicht weiter gebildet ist und sich auf seinem Wissen vom Studium ausruht. Wer zu dem Thema was wissen will, ich helfe gern aus wenn es geht...
     
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