Bundesgartenschau in Gera kostet 5 Milliarden!

  • Ersteller Ersteller Hobbiegärtner
  • Erstellt am Erstellt am
Ich kann nur sagen kommt nach Ronneburg und schaut euch das an.
Ich bin mir sicher das dann die letzten Zweifel um die Kosten verworfen sind.
Die SDAG Wismut hat ab 1951-1990 Raubbau betrieben in einen Masse, was es so in Deutschland nirgends wo gab.
Es entstand eine Mondlandschaft, wer die mit eigenen Augen gesehen hat für den ist jeder einzelne Cent gut investiert.

Wenn man auch wirklich jeden Cent in die Landschaft investieren würd dann währe es ja auch in Ordnung meist ist es aber nicht so denn der größten Teil fließt ja wieder in die Behörden und ihre Angestellten und das ist es was denn meisten Stört.Denn bis das Geld dort ist wo es und für das es genommen wird ist meist die Hälfte schon weg und das ist traurig.
 
  • AW: Bundesgartenschau in Gera kostet 5 Milliarden? - völliger Unsinn!!

    Hallo ihr Lieben,
    da ich in diesem thread lesen musste, dass bei uns KOHLE abgebaut wurde, muss ich doch mal ein - zwei Zeilen dazu schreiben:
    also mal schnell zur Erläuterung (ohne auf Details einzugehen):
    Die Wismut war seinerzeit drittgrößter Produzent von Uran (und nicht Kohle)auf der Welt, und das alles ausschließlich für die damalige UDSSR (Wettrüsten, kalter Krieg). Abgebaut wurde in Sachsen und hier bei uns in Thüringen ohne Rücksicht auf Mensch, Tier und Umwelt. Über Nacht wurden unter militärischer Aufsicht ganze Dörfer evakuiert, um immer mehr "schwarzes Gold" zu fördern. Finanziert hatte es die damalige DDR als Reparationsleistung. Nach der Wende brauchte die UDSSR kein Uran mehr und gab seine kompletten Anteile des Unternehmens an die BRD ab. Aus rein umweltschutz-technischen Gründen musste der Deutsche Staat handeln, und dies mit einem immensen finanziellen Aufwand von mehreren MRD. Euro. Es entstand ein Sanierungsprogramm, welches es weltweit kein zweites mal gibt. Hier wurden wirklich aus Mondlandschaften wieder blühende Landschaften gemacht. Das sich dann die zwei Städte Gera und Ronneburg für die Ausrichtung einer Buga entschieden, kam viel später. Es wurde also nie unsere Region unter dem Aspekt saniert, hier mal eine Buga ausrichten zu können, sondern um die Region wieder zu revitalisieren und die Umwelt nachhaltig zu schützen. Die Buga ist übrigens ein großer Erfolg und hat noch bis zum 14. Oktober 2007 geöffnet.
    Interessante Links:
    WISMUT GmbH - Ein Unternehmen des Bundes in Sachsen und Thüringen
    Bundesgartenschau Gera und Ronneburg 2007
     
  • Ich glaub wenn man die Einnahmen dagegen rechnet, ist die investierte Summe nicht mehr so hoch.
    5Mil. kostet bestimmt auch ein Euro-Fighter und was hat man da für einen Nutzen ???
    Wenn ich hier sehe was manch einer zum Thema Ost-West schreibt, da kann man nur mit dem Kopf schütteln.:mad:Aber ich will hier nicht die Ost-West Diskussion anzetteln, seit einfach auch mal froh das es den Osten gibt ;)
     
  • Ich glaub wenn man die Einnahmen dagegen rechnet, ist die investierte Summe nicht mehr so hoch.
    5Mil. kostet bestimmt auch ein Euro-Fighter und was hat man da für einen Nutzen ???

    € 5 Milliarden ... wieviele Besucher waren es bisher und was kostet der Eintritt???
    ein Flieger kostet ca. €85 Mio ...

    niwashi, der nun rechnet ...
     
    Mensch Niwashi nimm nicht immer alles so wörtlich :D Ich wollte nur sagen das soviel Geld für unnütze Dinge ausgegeben wird , was sind da schon 5 Millarden für ne BUGA ?:(
    60 Euro Fighter sind teurer !!!
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • 60, mein lieber Rotbart ... 60 ...

    niwashi, der das grob im Kopf multiplizierte ...
     
    € 5 Milliarden ... wieviele Besucher waren es bisher und was kostet der Eintritt???
    ein Flieger kostet ca. €85 Mio ...

    Nochmal - nicht persönlich für Niwashi, sondern für die offenbar zahlreichen anderen - die zwischen"Wismut-Hinterlassenschaft" und Buga 2007 nicht unterscheiden können/wollen.....
    Die Buga 2007 findet teilweise auf Gelände des ehemaligen Uranbergbaues statt. Die auf der Basis des Wismuth Gesetzes von der Bundesregierung betriebene Wismut GmbH saniert dieses Gelände um Umweltschäden zu beseitigen, bzw zu verhindern (weitere Kontaminationen). Dazu gehört auch Rekultivierung und ggf. (sofern sinnvoll und möglich) Renaturierung der betroffenen Flächen - ca. 3500 km².
    Die Wismut GmbH wird wohl, bis sie ihre Aufgabe erfüllt hat, eher > 10 Milliarden Euro ausgegeben haben, als die ursprünglich angenommenen etwa 5 bis max. 8 Milliarden (Steuergelder).
    Dieses Geld (zu dem die hier diskutierten 5 Milliarden zählen) ist eine "Zwangsausgabe" - ähnlich z.B. dem Hochwasserschutz oder akuter Seuchenbekämpfung. Da nutzt kein Jammern und auch kein Vergleich - jede Unterlassung/Zurückstellung dieser Maßnahmen würde die Kosten (den bereits vorhandenen Schaden) nur zusätzlich erhöhen.
    Wie im Thread schon geschrieben wurde, hat die BUGA 2007 ihren eigenen Haushalt und der hat mit den o.a. Summen nichts zu tun. Die Buga wird von EU, Land, Kreis und zwei Kommunen finanziert - außerdem gibt es Sponsoren. Ihr "öffentlicher" Haushalt (Budget aus Steuermitteln) liegt m.W. um 140 "Milliönchen" und eine (teilweise) Refinanzierung erfolgt nicht nur über Eintrittskarten. Ein Teil der Aufwendungen stellen auch Investitionen (u.a. Infrastruktur) dar, die z.B. die Städte Gera und Ronneburg ohnehin - Buga hin oder her - hätten tätigen müssen....

    Übrigens gibt es eine (natürlich viel weniger bedeutsame) Parallele zu einer westdeutschen LAGA (NRW, Kommern, 1972?). Im Raum Mechernich wurde jahrtausendelang Bleierz gefördert - zeitweise in sehr erheblichem Umfang. 1957 war damit aufgrund weltwirtschaftlicher Einflüsse kurzfristig Schluss und der
    Bergbau wurde unter Vernachlässigung von Rückbau/Sanierung und Rekultivierung aufgegeben. Mitte der 1960er Jahre wurde bei Kommern ein Rückhaltebecken für bleihaltige Schlämme - der sog. Mühlensee -
    gebaut. Er verhinderte Viehvergiftungen im Unterlauf eines Baches, der u.a vom Abfluss offenliegender Bleisandhalden gespeist wurde. Rund um diesen Mühlensee fand einige Jahre später die LAGA statt. Damit wurde eine bleibende Aufwertung des Geländes erreicht.

    Grüße
    TB
     
    Also wenn ich das hier so lese, dann wurde da wohl auch einiges wieder gutgemacht an der Natur, welches vorher unter Raubbau geschädigt wurde! Ich bin ja prinziepiell auch für Steuerersparnis, aber ich finde das dann nur gerecht, das da wieder ein bißchen was gut gemacht wird........

    Sicherlich kann man da jetzt hin un her rechnen, aber wenn ich rechnen würde was der UMzug von Bonn nach Berlin gekostet hat.......

    Ich kenne auch den Luisenpark sehr gut, war da viele male als Kind da ich in Ludwigshafen aufgewachsen bin, und kann nur sagen,schön, daß es immer noch solche grünen Oasen gibt!!!!!!!!
     
  • Also wenn ich das hier so lese, dann wurde da wohl auch einiges wieder gutgemacht an der Natur, welches vorher unter Raubbau geschädigt wurde! Ich bin ja prinziepiell auch für Steuerersparnis, aber ich finde das dann nur gerecht, das da wieder ein bißchen was gut gemacht wird........

    Hier ging es nicht vorangig um "Wiedergutmachung" sondern primär um Wiederherstellung und Erhalt eines Lebesraumes als Kulturlandschaft. Mit Natur hat das nicht mehr viel zu tun....
    Außerdem braucht die Natur unsere "Wiedergutmachung" ebensowenig wie uns.... Wenn ich solche "emotionalen Sprüche" höre, fällt mir immer wieder die "Bleinelke" ein. So was lebt auf schwermetallvergiftetem Boden, ob wir es unter Naturschutz stellen oder nicht.... Es interessiert sich auch nicht für unsere Wertmaßstäbe.

    Vor allem war/ist es erforderlich, (weitere) Verwehung und Ausspülung giftiger Substanzen/gesundheitsgefährlicher Stoffe zu verhindern, die durch den Uranabbau frei wurden. Selbst die "Alternative", das betroffene Gebiet als Siedlungsraum aufzugeben, verbot sich aufgrund der Gefahr weiträumigerer Schäden. In diesem Zusammenhang sind die Milliardenkosten - von mir aus auch als "Folgekosten Kalter Krieg" - zu sehen.


    Grüße
    TB
     
  • Das habe ich doch so gemeint ! Die haben vorher den Uranabbau betrieben, und als nicht mehr viel zu holen war, uns den Rest großzügig überlassen....
     
    Man sollte halt doch mehr für die Natur machen als sie nur bewundern oder sie vernichten!
     
    um Biotekts Ausführungen zu ergänzen:

    einige Projekte der IBA Emscher Park waren ebenfalls Renaturierungs- und Sanierungsprojekte, wie so viele andere Großprojekte dieser Art ...

    niwashi, der sich trotzdem fragt, warum man die Russen 1989 so leicht ziehen ließ (war ja eh nur "verbrannte Erde") ...
     
  • Zurück
    Oben Unten