Bohnen in Kübel - neue Erde

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15. Juni 2005
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Ort
im Schwäbischen Wald
Hallo,
im letzten Jahr hatte ich in 4 Kübeln Feuerbohnen gepflanzt u. diese dann an Schnüren zum Balkon hochseilen
lassen. Das ganze war als Sichtschutz gedacht u.hat sich auch gut gemacht.
In diesem Jahr habe ich meinen Gemüsegarten verkleinert u.keinen Platz mehr für Bohnenstangen. Deshalb möchte
ich meine Lieblingsbohne "Berner Landfrauen" nun in diese Kübel pflanzen. Soll ich die ganze Erde auswechseln oder
reicht es, wenn ich nur die obersten 20 cm rausnehme u. ersetze? Sind Bohnen nicht Starkzehrer? Dann wäre es ja
sinnvoll.
Gruß Elsbeth
 
  • Dito - gleiche Meinung

    Du kannst die Erde wieder verwenden. Düngen würde ich nicht, höchstens ein wenig Kompost.
    Bohnen gehören zu den wenigen Schwachzehrern. Obwohl man denken möchte, dass sie für eine solche Blattmasse Starkzehrer sein müssten, brauchen sie nicht viel.
    Grund, Bohnen bilden Wurzelknöllchen aus, welche mit Bakterien besidelt sind, die aus der Luft Stickstoff so umwandeln dass es für Pflanzen verfügbar ist.

    Die Prunkbohne ist zwar mit der Gartenbohne nicht verwandt, gehört aber auch zu den Hülsenfrüchten und hat die gleiche Eigenschaft.

    Es ist jedoch ein weit verbreiteter Irrtum, dass Bohnen an die Erde soviel Stickstoff abgeben, dass man Starkzehrer ohne Düngung mitpflanzen kann (Stichwort Indianerbeet oder die 3 Schwestern). Dennoch kann man Hülsenfrüchte als Stickstofflieferant einsetzen z.B. Lupinen oder auch Buschbohnen als Vorkultur für ein Starkzehrerbeet. Dies bedingt jedoch, dass man dann die ganze Pflanze mit unterpflügt, da der meiste Stickstoff in der Pflanze ist und nicht im Boden.
     
    Ich hab zuletzt noch irgendwo gelesen, dass man die Bohnen nicht rausreißen soll, sondern abschneiden und die Wurzeln in der Erde verrotten lassen soll. Die Pflanzen kompostiere ich sowiso.
     
  • Das ist so richtig, denn die Stickstoffproduktion ist schließlich unterirdisch.
    Es kann sein dass es etwas mehr Stickstoff freisetzt , weil dann die Knöllchen mit Ihrer Stickstoffproduktion keine Pflanze mehr versorgen muss, aber übermäßig viel würde ich mir davon nicht erwarten, denn diese werden vermutlich schnell zersetzt.
    Dennoch praktiziere ich es so.
     
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