A tiny house...

  • Bei München Mord wird Hölderlin zitiert. :love:

    Menchenbeifall

    Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll,
    Seit ich liebe? Warum achtetet ihr mich mehr,
    Da ich stolzer und wilder,
    Wortereicher und leerer war?

    Ach! der Menge gefällt, was auf den Markplatz taugt,
    Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen;
    An das Göttliche glauben
    Die allein, die es selber sind.

    (Hab nochmal nachgesehen. Das Drehbuch ist von Friedrich Ani und Ina Jung. Ani ist einer meiner liebsten Autoren).
     
  • Ja ich bin auch sehr froh, daß es ein Ende hat.
    Vielleicht hat der halbe Liter Griesbrei gestern beim Movieabend dazu beigetragen, wer weiß. Jöö, wir haben uns den Batman mit Robert Pattinson angeschaut, was nen gelungener Blockbuster. Ähnlich düster wie Joker.
     
  • Ein erster Kaffee, dann fahre ich zum Einkaufen. Heute gibt es Knödel, aber morgen möchte ich den Schwester- bzw. Ottolenghi-Miso-Spitzkohl zubereiten. Spitzkohl auf die Eins!
     
    Drei Mitglieder des Narzissen-Bundes (0,99 €, Rewe) verbreiten im Schlafzimmer gute Laune.
    Narzissen.webp
     
  • Das Einkaufen war heute eine wahre Freude. Kaum Leute unterwegs. Schwätzchen mit Aishe (Rewe), Scherze mit der Dame auf dem Elisabethmarkt und Fachgespräche im Gemüseladen. Der nette Herr hat mir eine Mandarine zum Probieren geschenkt. Man kennt sich seit Jahren und sind wenig Kunden im Geschäft bleibt überall Zeit für einen kleinen Plausch. Das ist schön.
     
    Für mich birgt Hausarbeit keinerlei Schönheit, deshalb bin ich überrascht, wie gut das heute geklappt hat. Eigentlich wollte ich lediglich die Bettwäsche wechseln und das Kochbuchregal putzen. Und dann dieser plötzliche Motivationsschub. Mit Hilfe von Bob Dylan und dem Soda-Spray von Frosch strahlt die Küche nun in ungewohntem Glanz.
    Gestern Badezimmerschrank und jetzt das. Man glaubt es nicht.
     
    Ich habe eine Kinokarte für morgen Nachmittag. Im Arri läuft die Meyerhoff-Verfilmung. Das ist zwar auch nicht weit, aber halt nicht nebenan. Jetzt hoffe ich doch sehr, dass das Wetter dann nicht so ist, wie grade jetzt. Wenn doch, dann Pfüat die God scheene Gegend.
     
    Normalerweise sind Literaturverfilmungen eher so mittel, aber Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, ist ein schöner Film. Unbedingt empfehlenswert, auch bzw. vor allem, wenn man das Buch gelesen hat.
     
    Zeit für ein Gedicht:

    Vorfrühling

    Der Schnee des Rasens wird schon räudig,
    Weil ihn ein kleiner Wind berennt.
    Der Himmel dehnt sich traurig-freudig,
    Ein leerer Rekonvaleszent.

    Das Strauchwerk krampft den Arm nach oben.
    Die Ruten dulden leidbereit,
    Daß Spatzenvölker sie durchtoben
    Mit pöbelnder Begehrlichkeit.

    Noch ist kein Schaft zu treiben willig,
    Da er die Weckung nicht begreift,
    Indes die Vogelwolke schrillig
    Um Einlaß schon und Anfang keift.

    Franz Werfel
     
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